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Um 1980 hatte sich aus der
Punkbewegung eine Fraktion abgespalten, die den Punk
als zu beliebig und kommerziell empfand. Im
Gegensatz zu dessen No Future-Attitüde legte dieser
harte Kern (auf englisch hard core), von
Persönlichkeiten wie Jello Biafra oder Henry Rollins
beeinflusst, größeren Wert auf Selbstdisziplin.
Stilistisch drückte sich das vordergründig in
größerer Härte und Geschwindigkeit sowie technisch
saubererem Gitarrenspiel aus.
In diesem Umfeld fanden 1982 Mike Muir, Grant Estes,
Louiche Mayorga und Amery Smith in Venice Beach
zusammen und gründeten Suicidal Tendencies. Nach
einem mit vielen kleinen Konzerten angefüllten Jahr
nahmen sie ihr selbstbetiteltes Debütalbum auf. Mit
seinen heftigen, zwar hektischen, aber sinnvoll
strukturierten Songs gehört es noch immer zu den
Genreklassikern. Ihr eigentliches Erfolgsalbum "Join
The Army" war 1987 schon deutlich vom Metal
beeinflusst und trug wesentlich zur Crossover-Welle
bei. Ihr Auftreten nach Art der Straßengangs war so
überzeugend, dass das FBI sie zeitweilig überwachte.
Als "tough guys" hatten sie ein dauerhaftes
Bandimage gefunden. 1990 näherten sie ihren Sound
mit "Lights Camera Revolution" ein wenig dem Speed
Metal an. Tourneen mit Metallica und Guns N' Roses
folgten.
Mit "Suicidal For Life" versuchten sie, sich dem
neuen, von Bands wie Biohazard geprägten Hardcore
anzuschließen, doch das Konzept ging nicht auf. Nach
einer Rückenverletzung, die Muir sich auf einer
Tournee zuzog, wurde die Band vorübergehend auf Eis
gelegt. 2007 wurde eine neue Platte aufgenommen. |