Was war wann? Bands >> Bandhistorie Motörhead Biografie
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Biografie Motörhead Bandhistory

Nachdem der neunundzwanzigjährige englische Bassist und Sänger Ian "Lemmy" Kilmister 1975 an der kanadischen Grenze mit Drogen erwischt wurde, trennte sich die bis dahin recht erfolgreiche Band Hawkwind von ihm. Es ist kaum zu vermuten, dass der Verlust Lemmy besonders schmerzte. Mit dem Titel des Songs "Motorhead" (Geschwindigkeitsfanatiker), den er kurz vorher für die Spacerockpioniere
verfasst hatte, deutete sich schon an, dass ihm ein Tempo vorschwebte, das er mit Hawkwind nicht realisieren konnte. Schnell hatte er mit seinen Landsleuten Larry Wallis und Lucas Fox eine eigene, nach dem oben erwähnten Song benannte Band aufgestellt. Das kurz darauf eingespielte "On Parole"-Album blieb jahrelang unveröffentlicht, weil die Songs einfach noch nicht stark genug waren, um über Lemmys arg limitierte Whiskeystimme hinwegsehen zu lassen. Doch 1977, als Kilmister mit dem Gitarristen "Fast" Eddie Clarke und dem Drummer Phil "Philthy Animal" Taylor ein Trio bildete, konnten sie mit neuen Songs die Plattenfirma Bronze Records für sich einnehmen. Der punkige Brachial-Rock'n'Roll, der perfekt zum Plattentitel "Overkill", dem für britische Augen deutsch (ergo: böse)
wirkenden "ö" im Namensschriftzug, dem stilisierten Plattencover-Monster mit seinen langen Hauern und natürlich zu Lemmys Stimme passte, definierte ihren Sound nachhaltig. Spätestens mit dem 1980er "Ace Of Spades" wurden sie zu einer der einflussreichsten Bands für die Heavy Metal-Szene, obwohl sie selbst nie zu diesem Genre zu rechnen waren. Die damals manchmal als "lauteste Band der Welt" betitelte Gruppe prägte das Motto "Härter, schneller, lauter", das während der achtziger Jahre die Entwicklung des Metal stetig vorantrieb. Den Zenit ihres Erfolges erreichten sie 1981, als ihr Livealbum "No Sleep 'til Hammersmith", auf dem sich auch erstmals ihr wuchtiger Sound voll entfaltete, in einem der dargebotenen Musik völlig angemessenen Tempo den ersten Platz der britischen Charts erreichte. Nach Clarkes Ausstieg übernahm 1982 der ehemalige Thin Lizzy-Gitarrist Brian Robertson für ein Jahr dessen Posten. Aus dieser Zusammenarbeit resultierte zwar ein musikalisch hochinteressantes Album namens "Another Perfect Day", doch die Deftigeres gewohnten Fans liefen in Scharen davon. Der nicht gerade anpassungswillige Robertson brachte das Fass zum Überlaufen, als er bei einem Hells Angels-Treffen im Ballettröckchen auftrat. Das hierbei mit Macht zu Tage getretene "konservative Gemüt" der Biker hätte ihn beinahe das Leben gekostet.
Die Single-Veröffentlichung "Killed By Death" ließ 1984 die Szene in froher Erwartung aufhorchen. Mit nunmehr zwei Gitarristen, Phillip "Wizzö" Campbell und Mick "Würzel" Burston, versöhnten Motörhead 1986 ihr Publikum, indem sie auf "Orgasmatron" wieder die gewohnte Aggressivität erkennen ließen. Für eine Überraschung sorgte 1991 die kraftvolle, mit erfrischend ungewohnten Kompositionen ausgestattete und mit einer von Celloklängen untermalten Antikriegsballade endende Platte "1916". Inzwischen war Los Angeles zur neuen Wahlheimat der Musiker geworden.
Nach kleinen kreativen Durchhängern während der neunziger Jahre konnte die wieder zum Trio (Lemmy, Wizzö und der frühere King Diamond-Drummer Mikkey Dee) geschrumpfte Band spätestens 2004 mit "Inferno" auch kommerzielle Erfolge verzeichnen, nachdem von ihren früheren Alben vor allem die Plattenfirmen profitiert hatten. Die Konzerte sind gut besucht, und 2007 traten sie gar beim Montreux Jazz Festival auf. Lemmy scheint auch als Einundsechzigjähriger die Freude am Rock'n'Roll der härtesten Ausprägung nicht verloren zu haben. Der 2-Jährige Turnus von CD-Veröffentlichungen hat sich bei Motörhead eingebürgert. So erschien 2006 Das Album "Kiss of Death", 2008 das Album "Motörizer" und 2010 das Album "The World is yours", welches wieder ein absolutes Power-Album ist. Keine Spur con Alterserscheinungen bei Herrn Kilmister. 2006 veröffentlicht Lemmy seine Biografie in Buchform und auch 2010 kamen die Lesenden unter den Motohead-Fans mit dem Buch "Talking: Sex, Drugs & Rock'n'Roll. Die Metal-Legende unzensiert!" Auf ihre Kosten. 2011 gab es Lemmy Total in Form einer Doppel-DVD welche drei Stunden Lemmy & Motörhead , viel Gelaber, Live-Konzerte und viel privates von Lemmy zu sehen gibt. Mit Lemmys Sohn und das noch in Lemmys Wohnung beim Rainbow in L.A. Was heißt  hier Wohnung, eigentlich ist es ein Museum, weil wohnen tut Herr Kilmister eh im Rainbow.
Würzel verstarb am 9.Juli 2011 an den Folgen einer Herzerkrankung.
Motörhead Autogrammadresse
Motörhead Seiten, Steckbrief, Kurzbio etc.
www.imotorhead.com - Die offizielle Motorhead Homepage
Motörhead Lyrics
rock´n roll
Motörhead Discografie
1977 - Motörhead
1979 - Overkill
1979 - Bomber
1979 - On Parole
1980 - Ace of Spades
1982 - Iron Fist
1983 - Another Perfect Day
1986 - Orgasmatron
1987 - Rock ’n’ Roll
1991 - 1916
1992 - March ör Die
1993 - Bastards
1995 - Sacrifice
1996 - Overnight Sensation
1998 - Snake Bite Love, 1998
2000 - We Are Motörhead
2002 - Hammered
2004 - Inferno, 2004
2006 - Kiss of Death
2008 - Motörizer,
2010 - The Wörld is Yours,