Biografie Les Humphries Singers Bandhistorie |
| Der Mainstream-Musiksound in der ersten
Hälfte der 1970er Jahre ist in der Bundesrepublik
Deutschland wesentlich von den englischsprachigen Hits
der „Les Humphries Singers“ geprägt worden. In dieser
Zeit war die bis zu 16 Mitglieder starke,
multiethnische, als hippie-bunter Pop-Gospel-Chor
auftretende Gesangsgruppe in deutschen Radios und im
Fernsehen geradezu dauerpräsent. Die Les Humphries
Singers sollen annähernd 50 Millionen Tonträger verkauft
haben. Gründer und für seinen launischen und autoritären Führungsstil berüchtigter Bandleader war der am 10. August 1940 im Londoner Arbeitervorort Croydon geborene und 2007 im südenglischen Basingstoke gestorbene John Leslie Humphreys, der sich als Popmusiker „Les Humphries“ nannte. Sein 1968 trat er als Organist der deutschen, von Achim Reichel geführten Rockpopgruppe „Wonderland“ auf und gründete ein Jahr später zusammen mit seinem Landsmann Jimmy Bilsbury (1942-2003) seine eigene Gruppe: „The Les Humphries Singers“. Das Konzept der Gruppe war die Präsentation eingängig im Pop-Stil arrangierter Gospel-Songs durch eine anscheinend ständig gutgelaunte Truppe aus allen Teilen der Welt stammender Hippie-Typen. Der flott-flockige Chorgesang wurde durch vereinzelte Solo-Einlagen ergänzt. Das sich zum Teil an den Erfolgen von US-Gospelchören wie den „Edwin Hawkins Singers“ („Oh Happy Day“) orientierende Konzept von Humphries und Bilsbury traf den Zeitgeist perfekt. Die Gruppe produzierte einige Jahre Hits wie am Fließband. Zu den größten Treffern gehörten „To My Father´s House“, „Kansas City“, „Mexico“, „Mama Loo“ und „Promised Land“. So gutgelaunt und harmonisch sich die Gruppe auf der Bühne gab, hinter den Kulissen gab es ständig interpersonelle Konflikte. Nicht nur zwischen Humphries und Koautor Bilsbury, dem lange wichtigsten Solosänger der Gruppe, kam es oft zu heftigen Auseinandersetzungen. Die Fluktuation in der Gruppe war dementsprechend groß. 1976 löste sich die Gruppe auf. Anlass war außer dem nachlassenden Publikumsinteresse das blamable Abschneiden beim Eurovision Song Contest: Mit „Sing Sang Song“ reichte es nur für Platz 15. Der zwischen 1972 und 1976 mit der Sängerin Dunja Rajter (* 3. März 1946) verheiratete Les Humphries zog sich Ende der 70er Jahre, mutmaßlich um wegen Steuerschulden nicht belangt werden zu können, von Deutschland nach England zurück. 1991/92 gelang ihm für kurze Zeit die „Les Humphries Singers“ neu formieren, ohne an die großen Erfolge der 70er anknüpfen zu können. 2007 gründeten Band-Veteranen wie Jürgen Drews und Peggy Evers die „Les Humphries Singers Reunion“. 2009 erschien ihr Album „Back in Time“ mit neu gemischten alten Hits und aktuellen Kompositionen. |
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| Les Humphries Singers Diskografie |
| 1970 - I Believe / Rock My Soul 1971 - We’ll Fly You to the Promised Land 1971 - We Are Goin’ Down Jordan 1971 - Old Man Moses / Take Care of Me 1972 - Mexico 1973 - Mama Loo 1973 - Carnival 1974 - Kansas City 1974 - One of These Days 1975 - Live for Today 1975 - Family Show 1976 - Sing Sang Song 1992 - Spirit of Freedom |
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