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Auf einer altehrwürdigen
englischen Privatschule lernten sich Mitte der
Sechziger die jugendlichen Musiker Tony Banks und
Peter Gabriel
(*
13. 2 1950) kennen. Ihre Band und die ihres
Mitschülers Mike Rutherford fusionierten nach einem
gemeinsamen Schulkonzert. Nach einigen
Singleveröffentlichungen nannten sie sich Genesis.
Nach einem noch recht unausgegorenen Debütalbum
überarbeiteten sie ihr Konzept und konnten 1970
erstmals mit dem künftig für sie typischen Stil
aufwarten. "Trespass" eröffnete eine Serie von
Alben, die Genesis zu einer der bedeutendsten
Progressivrockbands machten.
Nachdem Steve Hackett und Phil Collins dazustießen,
optimierten sie ihre hochkomplexe und oft
klangschwelgerische Rockmusik. Collins fungierte
bald neben dem Schlagzeugspiel als zweiter Sänger,
wodurch das ausnehmend filigrane Album "Selling
England By The Pound" zusätzlichen Reiz gewann. Das
Konzeptalbum "The Lamb Lies Down On Broadway"
bewirkte 1974 internationalen Ruhm. Nach Peter
Gabriels Ausstieg wurde Collins Leadsänger.
Mit jeder weiteren Platte vergrößerte sich der
Einfluss des Keyboarders Banks, der in immer höheren
Dosen wagnerianischen Bombast in die Musik
integrierte. Das passte Hackett nicht und er verließ
die Band. Das verbliebene Trio ging danach mehr und
mehr zu kürzeren, eingängigen Popstücken über. Dass
damit nicht unbedingt eine Verflachung einherging,
zeigen Songs wie "Mama". In den frühen Achtzigern
wurden sie endgültig zu Weltstars. "Invisible Touch"
war 1986 ihr größter Charterfolg.
Dem folgten fünf Jahre Pause und das von großem
Medienrummel begleitete "We Can't Dance" (1992). 1996 stieg
Collins, dessen Solokarriere schon seit 1981
hervorragend verlief, aus, um sich seiner Big Band
widmen zu können. Mit dem neuen Sänger Ray Wilson
stießen sie weitgehend auf taube Ohren, so dass sie
schon 1998 alle Aktivitäten einstellten. 2006
absolvierten Collins, Banks und Rutherford eine
große Europa-Tournee. |