| Biografie AC/DC Bandhistorie |
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Der Silvesterabend des
Jahres 1973 ist gleich
doppelt in die Hardrockgeschichte eingegangen. In
New York gaben Kiss ihr erstes offizielles Konzert.
Viele Stunden vorher (bedingt durch die östlicher
gelegene Zeitzone) hatten in einem Nachtclub in
Sydney AC/DC ihren ersten Auftritt absolviert.
Allerdings ließ im Unterschied zu Kiss, die von
Anfang an genau wussten, was sie wollten, der
Bluesrock der Australier kaum eine Vorahnung auf
spätere Großtaten zu. Weitere Alben gerieten stilistisch geschlossener. Simpler, mitreißender, kerniger, von Blues und Boogie beeinflusster Hardrock dominierte ab sofort. Spätestens nach einem Livealbum und dem 1979er "Highway To Hell" waren sie die führende Kapazität auf ihrem Gebiet. Zu dieser Zeit sah es so aus, als ob jeder Hardrockfan vor der Entscheidung stand, sich entweder zu AC/DC oder zu Kiss zu bekennen. Weder "beides" noch "keins davon" schien akzeptabel. Bon Scotts Tod im Februar 1980 bedeutete natürlich einen großen Schock für die Fangemeinde. Daher waren die Reaktionen zunächst zwiespältig, als AC/DC noch im selben Jahr einen neuen Sänger und eine neue Platte präsentierten. Doch an Brian Johnsons Reibeisenstimme und den wuchtigen Songs auf dem Meisterwerk "Back In Black" kam keiner vorbei - es wurde das bisher meistverkaufte Hardrockalbum. Einer epochalen Leistung schließt sich oft eine Durststrecke an. Während der Achtziger beschränkte sich die Bedeutung der Band weitgehend auf den Einfluss, den ihre teils kultisch verehrten Frühwerke immer noch ausübten. Allenfalls eiserne Fans, die sich weder dem Heavy Metal noch aktuelleren Strömungen im Hardrock anschließen mochten, hielten ihnen die Treue. Erst als um 1990 die Entwicklung des Metal das Ende der Fahnenstange erreicht hatte und sich daher kurzlebigere Trends breitmachten, besannen sich wieder mehr Fans auf ihre alten Helden. Glücklicherweise hatten diese mit "The Razor's Edge" gerade wieder wenigstens streckenweise zu alten Tugenden zurückgefunden. Es war ein Comeback wie aus dem Lehrbuch. Seitdem hält der AC/DC-Boom an. In Melbourne wurde sogar eine Straße nach ihnen benannt. Ihr bislang letztes Album, das nach der altehrwürdigen englischen Tugend, sich in keiner Situation eine innere Regung anmerken zu lassen, benannte "Stiff Upper Lip" aus dem Jahre 2000, erlangte mehrfachen Platin-Status. Konzertbesuchern fielen in den letzten Jahren Brian Johnsons Stimmprobleme auf. Man darf also gespannt sein, wie weit das Quintett seinen Weg noch fortsetzen kann. |
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