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Das Literaturjahr 2010 |
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Dass die lateinamerikanische
Literatur bedeutende Beiträge zur internationalen
Literaturgeschichte zu leisten hat, war spätestens seit
der Verleihung des Nobelpreises an Gabriel Garcia
Márquez offensichtlich. Die Heimat des "Magischen
Realismus" brachte bedeutende Romanciers und Essayisten
hervor, die ebenso bedrückende wie bestrickende
sprachliche Bilder ihrer Wurzeln und ihrer
Lebensumstände malten und internationale Bestseller
hervorbrachten. Seine Weltanschauung schlug sich auch in seinen Romanen und Büchern nieder, die immer wieder Kritik äußern an antidemokratischem Gedankengut und inhumanen Ideologien und somit sowohl links- als auch rechtsgerichtete Politik verurteilen und sich im Freiraum der literarischen Meinungen bewegen. Einen großen Schriftsteller zeichnet jedoch ein Universalismus aus, der sich nicht einseitig einer bestimmten Richtung oder Thematik zuschlägt, sondern dessen Werk Welthaltigkeit in sich trägt. Dies ist auch bei Vargas Llosa zu beobachten, der aufgrund seiner weiten Reisen viele Teile der Welt kennenlernte und seine Themen auch den lateinamerikanischen Sprachraum übergreifend wählte. Vor allem jedoch sein scharfer Blick, mit dem er das politische Geschehen unermüdlich beobachtet, skizziert und kritisiert, brachte ihm im Herbst des Jahres 2010 den Literaturnobelpreis ein, der ihm von der Stockholmer Jury „für seine Kartografie der Machtstrukturen und scharfkantigen Bilder individuellen Widerstands, des Aufruhrs und der Niederlage“ verliehen wurde. |
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| Bestseller 2010 | ||||||||||
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