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April 2017 - Das Referendum in der Türkei

Ereignisse April 2017
Es hatte im Vorfeld viel Lärm um das Referendum in der Türkei gegeben. Auch in Deutschland ging es hoch her, vor allem, wenn türkische Politiker für ihre Landsleute Wahlkampf betrieben. Es war zu Absagen von Veranstaltungen gekommen, Einreisen waren verweigert worden und Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Deutschland, die Niederlande und schließlich Europa mit bedenklichen Nazi-Vergleichen beschimpft. Das Referendum fand am 16. April statt. Es sollten 18 Verfassungsartikel mit dem Ziel geändert werden, aus einem parlamentarischen Regierungssystem zu einem Präsidialsystem zu gelangen. Erdogan erhielt bei einer erfolgreichen Abstimmung mehr Machtbefugnisse. Mit dem Ergebnis der Abstimmung war er sichtlich zufrieden, auch wenn es sehr knapp war. Die Opposition zweifelte die Wahlergebnisse an und unabhängige Wahlbeobachter kritisierten den Ablauf der Wahl. Mit der Abwahl der türkischen Republik und der Befürwortung der Todesstrafe waren die Chancen auf einen EU-Beitritt drastisch geschwunden. 
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Wichtige Ereignisse im April 2017

1. April
Kolumbien 2017 – In der Ortschaft Mocoa der Provinz Putumayo war es nach dem Übertreten dreier Flüsse erneut zu mehreren Erdrutschen gekommen. Mindestens 254 Menschen waren dabei ums Leben gekommen. Der Präsident des Landes, Juan Manuel Santos hatte daraufhin am Folgetag den Katastrophenzustand verhängt. 
1. April
Paraguay 2017 – In der Hauptstadt Asuncion war von Demonstranten nach stundenlangen Ausschreitungen das Parlamentsgebäude gestürmt und in Brand gesetzt worden. Eine Abstimmung des Senats zu Gunsten der Wiederwahl von Staatspräsident Horacio Cartes war der Hintergrund des Protestes gewesen. Die Verfassung sah einen erneuten Antritt 2018 nicht vor.
2. April
Serbien 2017 – Bei der Präsidentschaftswahl in Serbien hatte der amtierende Ministerpräsident Aleksandar Vuvic (SNS) mit absoluter Mehrheit gewonnen.
2. April
Ungarn 2017 – In der Hauptstadt Budapest hatten mehrere tausend Menschen gegen das von der Regierung geplante neue Hochschulgesetz sowie für den Erhalt der Central European University demonstriert. 
2. April
Somalia 2017 – Das unter indischer Flagge fahrende Schiff „MSV Al Kausar“ war von Piraten im Gold von Aden gekapert worden.
2. April
Pakistan 2017 – In der Nähe des Zentrums von Sargodha in der Provinz Punjab waren bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung in einem Sufi-Schrein mindestens 20 Menschen umgekommen.
2. April
Armenien 2017 – In der Hauptstadt Jerewan hatte die erste  Parlamentswahl nach einer Änderung des politischen Systems stattgefunden. Wahlgewinner war die Partei von Präsident Sersch Sargsjan.
2. April
Ecuador 2017 – Die Stichwahl der Präsidentschaftswahlen wurde zwischen Lenín Moreno und Guillermo Lasso ausgetragen.
3. April
Südkorea 2017 – In der Hauptstadt Seoul war der 555 Meter hohe Lotte World Premium Tower eröffnet worden. Derzeit ist der Wolkenkratzer der fünfthöchste weltweit.
3. April
Russland 2017 – In der Metro von Sankt Petersburg war es zu einer Explosion gekommen. Dabei waren mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Es war ein terroristischer Hintergrund vermutet worden.
4. April
Deutschland 2017 – Von der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main war die neue 50-Euro-Banknote in Umlauf gebracht worden. Im ersten Schritt waren es rund 5,4 Milliarden Stück für Geldautomaten, Bankschalter und Kassensysteme gewesen. Mit dem neuen Schein sollte Geldfälschern der Kampf angesagt werden. 
4. April
Syrien 2017 – Bei einem Giftgasangriff auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Khan Shaykhun im Nordwesten des Landes waren mehr als 50 Menschen umgekommen, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. Weitere Menschen waren verletzt worden. In den Morgenstunden hatten Kampfjets drei Angriffe geflogen. Syrien und sein Verbündeter Russland hatten den Einsatz derartiger Waffen bestritten und stattdessen auf ein getroffenes Waffenlager der Rebellen verwiesen.
4. April
Irak 2017 – Mindestens 31 Menschen waren umgekommen, als mutmaßliche Daesh-Kämpfer eine Polizeistation im Bezirk Al-Zihoor in der Stadt Tikrit angegriffen hatten. Weitere 40 Menschen waren verletzt worden.
5. April
Pakistan 2017 – Bei einem Anschlag auf ein Fahrzeug der Streitkräfte Pakistans in Lahore durch einen Selbstmordattentäter waren mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Weitere 18 Menschen hatten Verletzungen erlitten.
5. April
Iran 2017 – In der Provinz Razavi-Chorasan starben zwei Menschen bei einem Erdbeben der Stärke 6,0. Mindestens elf Gebäude waren beschädigt worden.
6. April
Somalia 2017 – In der Region Shabeellaha Hoose im Süden des Landes waren bei der Detonation eines Sprengsatzes mindestens 19 Insassen eines Reisebusses ums Leben gekommen. Ein Polizeisprecher schob die Verantwortung für die Tat der islamistischen al-Shabaab-Miliz zu. 
6. April
Gambia 2017 – Die United Democratic Party (UDP) von Ousainou Darboe hatte bei den Parlamentswahlen mit 31 von 53 Sitzen die absolute Mehrheit errungen und damit die Alliance for Patriotic Reorientation and Construction (APRC) von Ex-Präsident Yahya Jammeh und Parteichef Fabakary Jatta als stärkste Kraft abgelöst. Außerdem waren fünf Sitze an die neue Gambia Party for Democracy and Progress (GPDC) von Mamma Kandeh gegangen. Die Wahlbeteiligung hatte bei 42 Prozent gelegen.
7. April
Schweden 2017 – Im Zentrum der Hauptstadt Stockholm steuerte ein LKW in eine Menschenmenge. Mehrere Menschen waren verletzt und getötet worden. Die örtlichen Behörden waren von einem terroristischen Hintergrund ausgegangen.
7. April
Syrien/USA 2017 – Seitens der Vereinigten Staaten war als Reaktion auf einen mutmaßlichen Chemiewaffen-Einsatz Syriens gegen Rebellen in Chan Schaichun der Abschuss von 59 Tomahawk-Marschflugkörpern von den im Mittelmeer operierenden US-Zerstörern „USS Ross“ und „USS Porter“ auf den syrischen Militärflugplatz asch-Scha‘irat erfolgt. Dabei waren mindestens sechs Soldaten umgekommen.Allerdings waren die Start- und Landebahnen weitgehend intakt geblieben.
8. April
Spanien 2017 – Die baskische Untergrundorganisation Euskadi Ta Askatasuna (ETA) hatte – ihrer Ankündigung am Vortag zufolge – mit der Übergabe ihrer Waffen begonnen.
8. April
Russland 2017 – Der russische Präsident Wladimir Putin hatte nach dem US-amerikanischen Luftangriff auf den syrischen Militärflugplatz asch-Scha‘irat die Fregatte „Admiral Grigorowitsch“ vom Schwarzen Meer vor die Küste Syriens geschickt, wo sie länger als einen Monat bleiben sollte. 
8. April
Frankreich/Schweiz 2017 – Der Direktor des Islamischen Zentrums Genf, Hani Ramadan, war aus Frankreich in die Schweiz abgeschoben worden. Frankreich hatte ihn mit einem Aufenthaltsverbot belegt.
9. April
Somalia 2017 – Nahe dem Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Mogadischu hatte sich ein Selbstmordattentäter der islamstischen al-Shabaab-Miliz mit einem Fahrzeug in die Luft gesprengt. Dabei hatte er mindestens 15 Soldaten der somalischen Streitkräfte mit in den Tod gerissen. 
9. April
Ägypten 2017 – In den Städten Tanta und Alexandria waren bei einer Detonation und einem Selbstmordattentäter-Angriff auf zwei koptische Kirchen mindestens 41 Menschen umgekommen. Weitere 120 Menschen waren verletzt worden. Für den Anschlag hatte die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) die Verantwortung übernommen.
10. April
Ägypten 2017 – Nach den zwei Anschlägen auf koptischen Kirchen am Vortag war im Land für drei Monate der Ausnahmezustand verhängt worden.
10. April
Somalia 2017 – Vor einem Militärtrainingscamp in der Hauptstadt Mogadischu hatte sich ein Selbstmordattentäter der islamistischen al-Shabaab-Miliz mit einem Fahrzeug in die Luft gesprengt und dabei mindestens neun Soldaten der somalischen Streitkräfte umgebracht. 
10. April
USA 2017 – Im Rosengarten des Weißen Hauses war der konservative Jurist und Bundesberufungsrichter Neil Gorsuch als Richter am Obersten Gerichtshof vereidigt worden. 
11. April
Deutschland 2017 – In Deutschland waren bis zu 1,9 Millionen Menschen von Medikamenten abhängig und rund 1,77 Millionen Menschen galten als alkoholkrank. Diese Angaben hatte die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) mit Sitz in Hamm veröffentlicht.
11. April
Türkei 2017 – Im Viertel Baglar der Stadt Diyarbakir hatte die militante kurdische PKK einen Bombenanschlag auf das Gebäude der Sondereinsatzpolizei verübt. Dabei waren drei Menschen umgekommen. Weitere zwölf Menschen waren verletzt worden.
11. April
Deutschland 2017 – Auf den Mannschaftsbus des Fußballvereins Borussia Dortmund war ein Sprengstoffanschlag verübt worden. Dabei waren der Spieler Marc Batra und ein Polizist verletzt worden. Aufgrund dieses Anschlags war das Viertelfinalspiel der UEFA Champions League 2016/17 gegen den AS Monaco abgesagt worden. Es wurde am Folgetag nachgeholt. Borussia Dortmund unterlag AS Monaco 2:3.
12. April
Afghanistan 2017 – In der Hauptstadt Kabul waren bei einem Selbstmordanschlag in der Nähe mehrerer Ministerien im Zentrum Kabuls fünf Menschen umgekommen. Weitere drei Menschen erlitten Verletzungen. Zu dem Anschlag hatte sich die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bekannt.
12. April
USA 2017 – Im Streit um Lizenzgebühren zwischen dem US-Halbleiterhersteller Qualcomm und den kanadischen Telekommunikationsgeräte-Hersteller Blackberry war es vor dem US-Schiedsgericht in San Diego (US-Bundesstaat Kalifornien) zu einer Einigung gekommen. Danach zahlte Qualcomm 814,9 Millionen US-Dollar (umgerechnet 768,3 Millionen Euro) plus Zinsen und Anwaltskosten an Blackberry. 
12. April
Philippinen 2017 – In der Inselprovinz Bohol war der  Kommandeur der islamistischen Abu Sajaf, Muamar Askali alias Abu Rami, bei einem Einsatz erschossen worden. Bei den Gefechten waren fünf Terroristen, drei Soldaten und ein Polizist umgekommen.
13. April
Afghanistan 2017 – Erstmals im Gefechtseinsatz war die von den USA im Waffenarsenal verfügbare größte nichtnukleare Bombe GBU-43/B MOAB bei einem US-amerikanischen Luftschlag gegen Anhänger des Islamischen Staates (IS) in einem Tunnelsystem im Atschin-Distrikt der Provinz Nangarhar südlich von Dschalalabad verwendet worden. US-Angaben zufolge waren bei diesem Schlag mindestens 36 IS-Kämpfer getötet worden.
13. April
Deutschland 2017 – Im Erholungspark Berlin-Marzahn war die Internationale Gartenausstellung 2017 (IGA 2017) eröffnet worden, die bis zum 15. Oktober dauerte. Das Motto der IGA war „Ein MEHR aus Farben“.
13. April
Mexiko 2017 – Im Westen Mexikos war es durch einen Zusammenstoß eines Reisebusses mit einem Tanklastwagen auf der Autobahn zu einer Explosion gekommen. Bei dem Unglück waren mindestens 24 Menschen gestorben.
13. April
USA 2017 – Bei einer Versteigerung der Federal Communications Commission (FCC) hatte sich T-Mobile US 45 Prozent der angebotenen Sendefrequenzen zwischen 617-698 MHz für rund 7,999 Milliarden US-Dollar (rund 7,5 Milliarden Euro) gesichert. Die Mitbewerber, der Satelliten-Fernsehbetreiber Dish Network, hatte 6,2 Milliarden US-Dollar, der größte Kabelnetzbetreiber Comcast rund 1,7 Milliarden US-Dollar und der Telekommunikationskonzern AT&T rund 900 Millionen US-Dollar gezahlt. 
14. April
Senegal 2017 – Durch einen Großbrand bei dem jährlichen muslimischen spirituellen Daaka-Festival der Tidschaniya in Médina Gonassé waren 24 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 102 Menschen waren verletzt worden. Örtliche Medien hatten berichtet, dass sich das Feuer rasend schnell hatte. Die Unterkünfte für das Treffen waren aus Stroh gebaut worden.
15. April
Syrien 2017 – Bei einem Autobombenanschlag auf einen Buskonvoi in Raschidin westlich von Aleppo waren mindestens 126 Menschen umgekommen. Unter den Opfern hatten sich 68 Kinder sowie Hilfskräfte und evakuierte schiitische Rebellenkämpfer befunden. In Raschidin hatten rund 5.000 Menschen aus den Orten Al-Fu‘ah und Kafriya im Gouvernement Idlib auf ihre Weiterfahrt nach Aleppo gewartet. Sie befanden sich im Bürgerkriegsgebiet, das von der islamistischen Hai‘at Tahrir asch-Scham kontrolliert wurde. 
15. April
Sri Lanka 2017 – Östlich der Hauptstadt Colombo, war es im Meethotamulla im Vorort Kolonnawa zu einem Erdrutsch einer Mülldeponie auf ein Armenviertel gekommen. Dabei waren mindestens 26 Menschen zu Tode gekommen. Zudem waren 145 Häuser zerstört worden.
15. April
Italien 2017 -  Die ehemalige Fabrikarbeiterin Emma Morano war in Pallanza, in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola im Piemont (Norditalien) im Alter von 117 Jahren gestorben. Sie war der letzte bekannte Mensch gewesen, dessen Geburtstag (29. November 1899) nachweislich vor dem Jahr 1900 lag. 
16. April
Türkei 2017 – Zur Änderung von 18 Verfassungsartikeln mit dem Ziel der Änderung von einem parlamentarischen Regierungssystem zu einem Präsidialsystem war in der Türkei eine Volksabstimmung erfolgt.
17. April
Israel/Palästina 2017 – Rund 1.500 palästinensische Häftlinge hatten, nach Angaben der palästinensischen Autonomiebehörde und der Organisation Palestinian Prisoners Club, in israelischen Haftanstalten einen Hungerstreik begonnen, um damit bessere Haftbedingungen (darunter Abschaffung der Isolationshaft) und beschleunigte Anklageverfahren zu erreichen. 
17. April
Südkorea 2017 – Die in Untersuchungshaft befindliche Ex-Präsidentin Park Geun-hye stand nun offiziell wegen Bestechlichkeit vor einem Strafgericht unter Anklage. 
17. April
Portugal 2017 – Ein Kleinflugzeug vom Typ Piper PA-31T des Unternehmens SYMBIOS Orthopédie SA, das in der Schweiz registriert war und Cascais (Prtugal) von nach Marseille (Frankreich) fliegen wollte, war nach dem Start vom Flugplatz Cascais in der Nähe eines Discounters abgestürzt. Drei französische Insassen, eine Person aus der Schweiz und ein portugiesischer Lastwagenfahrer am Boden waren dabei ums Leben gekommen.
18. April
Niederlande/International 2017 – Die internationale Polizeiorganisation Interpol und die europäische Europol mit der Joint Cybercrime Action Taskforce (J-CAT) hatten die Zerschlagung eines internationalen Pädophilenrings bekanntgegeben. Es hatte bereits Ende März infolge der Ermittlungen der „Operationa Tantalio“ rund 38 Festnahmen in 15 Ländern gegeben. Das hatte die spanische Nationalpolizei mitgeteilt. Die Mitglieder des Rings waren in insgesamt 18 Ländern aktiv gewesen. Innerhalb des Messengerdienstes WhatsApp war in rund 25 Gruppen Kinderpornografie ausgetauscht worden.
18. April
Jemen 2017 – Beim Absturz eines Transporthubschraubers der saudischen Streitkräfte vom Typ S-70 Blackhawk kamen 12 Soldaten ums Leben während des Militäreinsatzes im Jemen. 
18. April
Ägypten 2017 – Der Fund eines gut erhaltenen Grabes mit mehreren Mumien und farbenprächtigen Holzsarkophagen war von ägyptischen Archäologen bekanntgegeben worden. Das Grab war auf ein Alter von etwa 3.500 Jahren datiert worden. Es wurde der 18. Dynastie (1550-1295) zugeordnet und während der 21. Dynastie waren weitere Mumien hinzugefügt worden. Neben den großen Funden hatten die Wissenschaftler auch zahlreiche kleine Figuren als Grabbeilagen entdeckt.
18. April
Türkei 2017 – Wahrscheinlich wegen schlechter Sichtverhältnisse war im  Osten des Landes, in einer abgelegenen Bergregion in der Provinz Tunceli ein Polizeihubschrauber vom Typ S-70A Blackhawk der Jandarma abgestürzt. An Bord hatten sich sieben Polizisten, ein Richter, ein Unteroffizier und drei Besatzungsmitglieder befunden. Alle Insassen waren bei dem Absturz ums Leben gekommen. 
18. April
Jemen 2017 – Während eines Militäreinsatzes war ein Transporthubschrauber der saudischen Streitkräfte vom Typ S-70 Blackhawk abgestürzt. Bei dem Unglück waren zwölf Soldaten ums Leben gekommen.
18. April
USA/Brasilien/International 2017 – Ein US-Bezirksgericht hatte den brasilianischen Mischkonzern Odebrecht wegen Bestechung zu einer Strafe in Höhe von 2,6 Milliarden US-Dollar verurteilt und auf eine Einigung mit den Justizbehörden mehrerer Länder im Rahmen der Ermittlungen gegen den Konzern basiert. Von den Strafzahlungen waren 2,4 Milliarden US-Dollar für Brasilien bestimmt, 116 Millionen US-Dollar gingen an die Schweiz und 93 Millionen US-Dollar waren an die USA gegangen. 
19. April
Deutschland 2017 – Wegen der Uneinigkeit ihrer eigenen Partei hatte die Parteivorsitzende Frauke Petry auf ihre Spitzenkandidatur im Bundestagswahl verzichtet. 
19. April
Großbritannien 2017 – Die britischen Abgeordneten hatten den Neuwahlen im Unterhaus zugestimmt. In den vorgezogenen Wahlen am 8. Juni sollte die Position des Vereinigten Königreichs im EU-Austritt gestärkt werden.
19. April
Österreich 2017 – Als Nachfolgerin von Erwin Pröll wurde Johanna Mikl-Leitner als niederösterreichische Landeshauptfrau angelobt. Außerdem hatte die neue Landesregierung mit ihrer Arbeit begonnen.
20. April
Italien 2017 – Die Justizbehörde hatte ein Urteil des ordentlichen Gerichts in Ivrea vom 11. April 2017 veröffentlicht, worin zum ersten Mal ein Zusammenhang zwischen dem Gebrauch eines Mobiltelefons und einer Gehirntumor-Erkrankung hergestellt worden war und damit eine Anerkennung als Berufskrankheit. Geklagt worden war von dem 57-jährigen Roberto Romeo, der als Angestellter der Telecom Italia 15 Jahre lang im Dienst regelmäßig mit einem Mobiltelefon telefoniert hatte. 
20. April
China/Raumfahrt 2017 – Vom Weltraumbahnhof Wenchang war zum ersten Mal der chinesische Raumtransporter „Tianzhou 1“ (TZ-1) mit der Trägerrakete vom Typ „Langer Marsch 7 (CZ-7) gestartet. Der Cargo-Frachter mit Treibstoff und Nachschubmaterial hatte am 22. April erfolgreich an der Raumstation Tiangong 2 angekoppelt. 
20. April
Russland 2017 – Das Oberste Gericht in Moskau hatte die Zeugen Jehovas als eine extremistische Organisation eingestuft. Sie war daraufhin verboten worden. Der Besitz der Organisation sowie aller 395 Regionalverbände war beschlagnahmt worden. Die Zentral in St. Petersburg wurde geschlossen.  
20. April
Frankreich 2017 – Nach einer ersten Schätzung waren bis zu 4.100 Kinder im Land wegen des Anitepileptikums „Valproat“ des Herstellers Sanofi mit schweren Missbildungen geboren worden. Das hatte die französische Arzneimittelbehörde ANSM bekanntgegeben.
20. April
Frankreich 2017 – Auf den Champs-Élysées war es am Abend u einem Schusswechsel zwischen einem vorbestraften Angreifer und mehreren Beamten der Polizei gekommen. Dabei waren der Attentäter und ein Polizist tödlich verletzt worden. Zu dem Angriff hatte sich wenige Stunden später die Terrororganisation Islamischer Staat bekannt. Die Sicherheitsbehörden und Präsident François Hollande gingen von einer terroristisch motivierten Tat aus. 
21. April
Somalia 2017 – Im Rahmen der Mission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) waren in der Region Jubbada Hoose bei einer Offensive von kenianischen Soldaten gegen die islamistische Al-Shabaab-Miliz 52 mutmaßliche Terroristen nahe Badhaadhe getötet worden.
21. April
Irak 2017 – Nach 16 Monaten in Gefangenschaft waren 26 Geiseln aus Katar freigekommen. Sie waren im Dezember 2015 während einer Jagdpartie mit Falken im Südirak verschleppt worden. Grundlage war die unter Vermittlung von Katar und Iran zustande gekommene Vereinbarung in Syrien zwischen der dortigen syrischen Regierung und den islamistischen Rebellen. 
21 April
Afghanistan 2017 – Mindestens 140 Soldaten waren bei einer Attacke der islamistischen Miliz Taliban auf einen Militärstützpunkt des 209. Korps der afghanischen Streitkräfte getötet worden. Weitere 60 Soldaten waren verletzt worden. Die Angreifer hatten mit mehreren Wagen das erste Eingangstor durchbrochen und bei einem zweiten Eingang hatte sich ein Fahrer in die Luft gesprengt. Die übrigen Angreifer waren in den Militärstützpunkt eingedrungen und hatten das Feuer auf die Soldaten eröffnet. 
21. April
BRD/Justiz 2017 – Am Bundesgerichtshof war ein Ermittlungsverfahren gegen den 28-jährigen Deutsch-Russen Sergej W. eröffnet worden. Ihm war die Durchführung des Anschlags auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund am 11. April zur Last gelegt worden.
22. April
BRD 2017 – Die 67. Auflage des Deutschen Filmpreises wurde veranstaltet.
22. April
Österreich 2017 – In der Wiener Hofburg hatte die 28. Verleihung des österreichischen Fernseh- und Filmpreises Romy stattgefunden.
22. April
Deutschland/International 2017 – Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte über Spionagetätigkeiten des Bundesnachrichtendienstes (BND) auf die Zentrale der internationalen Polizeibehörde Interpol im französischen Lyon und seit mindestens seit dem Jahr 2000 auf Verbindungsbüros in Belgien, Dänemark, Griechenland, Italien, Österreich, Spanien und in den USA berichtet
22. April
USA/International 2017 – In mehr als 600 Städten weltweit hatte der „March for Science“ („Marsch für die Wissenschaft“) stattgefunden. 
23. April
Frankreich 2017 – Die meisten Stimmen im ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahl hatten Emmanuel Macron (En marche!) und Marine Le Pen (Front National) erhalten. Damit hatten sie die Stichwahl am 7. Mai erreicht. Der ehemalige Premierminister François Fillon (Republikaner) lag an dritter Stelle und war damit ausgeschieden.
24. April
Deutschland 2017 – Nach ersten Presseinformationen zur polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Bundesministeriums des Innern war im Jahr 2016 das Volumen der polizeilich registrierten Gewaltkriminalität um 6,7 Prozent gegenüber 2015 auf rund 193.500 Taten angestiegen. Dagegen war die Anzahl der Wohnungseinbrüche zum ersten Mal seit zehn Jahren rückläufig.
24. April
Paraguay 2017 – Ein bisher unbekannte Summe war bei einem Raubüberfall im Osten des Landes von einer Gruppe von 50 schwerbewaffneten Angreifern auf ein Depot des Sicherheitsdienstleisters Prosegur mit ca. 40 Millionen US-Dollar erbeutet worden. Es waren gepanzerte Fahrzeuge, mehrere Sprengsätze und ein Flugabwehrgeschütz zum Einsatz gekommen. Zuvor war zur Ablenkung ein Polizeipräsidium angegriffen worden. Bei den Tätern mutmaßten die Behörden Mitglieder des 1993 gegründeten brasilianischen Verbrecherkartells Primeiro Comando da Capital (PCC). 
25. April
Syrien/Türkei 2017 – Die türkischen Luftstreitkräfte hatten Stellungen der von den USA unterstützten kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) bombardiert. Dabei waren mindestens 18 YPG-Mitglieder umgekommen. 
25. April
Deutschland 2017 – Die Sozialwahl 2017 zu den Selbstverwaltungsorganen der gesetzlichen Sozialversicherungsträger hatte begonnen. Sie dauerte bis zum 31. Mai. 
25. April
Südkorea/Nordkorea/USA 2017 – Das atomgetriebene U-Boot „USS Michigan“ der Marine der US Army hatte den Hafen von Busan erreicht. Nordkorea hatte die Vereinigten Staaten sowie Südkorea mehrfach, bei steigender Tendenz in der jüngeren Vergangenheit, mit einem Atomschlag bedroht.
26. April
Türkei 2017 – Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu hatte von rund 1.000 Festnahmen von mutmaßlichen Anhängern der Gülen-Bewegung in 81 Provinzen berichtet. Darunter waren auch mehrere Polizisten gewesen. Die Fernsehsender NTV und CNN Türk hatten von mehr als 3.200 Haftbefehlen berichtet. An den Razzien hatten rund 8.500 Polizisten im Land teilgenommen.
26. April
Deutschland 2017 – Wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit hatte der Nahrungsmittelhersteller Lutz Fleischwaren unter Führung des Beteiligungsunternehmens Paragon Partners aus München beim Amtsgericht Augsburg einen Insolvenzantrag gestellt.
26. April Philippinen/Asien 2017 – In der philippinischen Hauptstadt Manila hatte das 30. Gipfeltreffen der ASEAN-Staaten begonnen. 
27. April
Mazedonien 2017 – Unbekannte Männer hatten das Parlament gestürmt und dabei auf Abgeordnete eingeschlagen. Rund einhundert aufgebrachte Anhänger des abgewählten nationalkonservativen Ministerpräsidenten Nikola Gruevski drangen in das Parlamentsgebäude ein, um gegen den Plan des Sozialdemokraten Zoran Zaevs, sich mit der albanischen Minderheit als Ministerpräsident wählen zu lassen, vorzugehen.
28. April
Albanien 2017 – Das Parlament wählte Ilir Meta (LSI) mit 87 von 140 Stimmen zum neuen Staatspräsidenten des Landes. Meta trat die Nachfolge von Bujar Nishani an.
28. April
Fußball/Schweiz 2017 – Durch einen 2:1-Sieg am siebtletzten Spieltag war der FC Basel zum achten Mal hintereinander Schweizer Fußballmeister geworden. 
29. April
Türkei 2017 – Der Zugang zur türkischsprachigen Wikipedia war von der türkischen Behörde für Informations- und Kommunikationstechnologien (BTK) von türkischen Internetplattformen gesperrt worden. Medienberichten zufolge waren Inhalte zur „Terrorunerstützung“ des türkischen Staates der Grund für die Maßnahme. Außerdem waren erneut durch Präsident Recep Tayyip Erdogan per Notstandsdekret 689 rund 3974 Beamte im Staatsdienst, vor allem aus dem Justizministerium und der Streitkräfte entlassen worden. Das Notstandsdekret 690 beinhaltete die Verbote von sogenannten „Kuppelshows“, Reality-TV-Sendungen, sowie 18 Stiftungen, 14 Vereine und 13 private Unternehmen im Gesundheitswesen.
29. April
USA 2017 – Landesweit hatten sich Menschen zu Demonstrationen beim People‘s Climate March gegen die Klimapolitik des US-Präsidenten Donald Trumps zusammengefunden. Der 100. Tag von dessen Amtszeit war für die Proteste absichtlich ausgewählt worden. 
29. April
Fußball 2017 – Durch einen 6:0-Sieg beim VfL Wolfsburg am viertletzten Spieltag war der Titelverteidiger FC Bayern München vorzeitig Deutscher Fußballmeister 2017 geworden. Für den Verein war es der fünfte nationale Meitertitel in Folge. 
30. April
Iran 2017 – Nach einer Bauzeit von rund zehn Jahren und mehrmaligen Verzögerungen durch internationale Sanktionen hatte Präsident Hassan Rohani eine neue Raffinerie eröffnet. Angaben des iranischen Ölministeriums zufolge sollte die Produktion innerhalb eines Jahres eine Gesamtmenge von 36 Millionen Liter Benzin sowie 14 Millionen Liter Diesel pro Tag erreichen, womit das Land nicht mehr auf Einfuhren angewiesen war. 
30. April
BRD/Schweiz 2017 – Weil er offenbar deutsche Steuerfahnder bespitzelt hatte, war der 54-jährige Agent Daniel M. des Schweizer Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) verhaftet worden. Er war in einem Sicherheitsbereich einer Schweizer Großbank tätig gewesen.
30. April
Bergsteigen 2017 – Bei seinem Versuch, den Mount Everest in unter 48 Stunden zu besteigen, war der Schweizer Extrembergsteiger Ueli Steck ums Leben gekommen. Er war ausgerutscht und dabei abgestürzt. 
30. April
Tunesien 2017 – Bei einer Hausrazzia in Sidi Bouzid, im Stadtviertel Ouled Chebli, war es zwischen tunesische Spezialkräfte und der Terrorgruppe Brigade Okba Ibn Nafaa (eine verbündete Gruppierung mit al-Qaida im Maghreb, AQIM) zu einem Feuergefecht gekommen. Dabei waren zwei mutmaßliche Extremisten getötet worden. Weitere drei Extremisten waren festgenommen worden.
30. April
USA 2017 – In den Südstaaten hatten schwere Unwetter 14 Menschen das Leben gekostet. Eine Serie von Tornados hatte im US-Bundesstaat Texas vier Menschenleben gefordert. Im US-Bundesstaat war es nach starken Regenfällen zu mehrfachen Überschwemmungen gekommen. In drei weiteren Bundesstaaten war es zu schweren Stürmen gekommen, die weitere Todesopfer forderte. Um schneller an Hilfsgelder zu gelangen, hatten die Gouverneure der Bundesstaaten Oklahoma und Missouri den Notstand ausgerufen. 

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