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Das Musikjahr 1993 Musikchronik

Das Frühjahr
Das Musikjahr 1993 begann mit einer herben Enttäuschung für zahlreiche Fans von Elvis Presley. Die Post hatte Schwierigkeiten mit der Produktion der geplanten Gedenkmarken, die im Januar erscheinen sollten. Diese kamen erst erheblich später als angekündigt auf den Markt. Genauso unerfreulich war die Verhaftung von Bobby Brown. Dieser wurde in Georgia verhaftet, weil er während einer Vorführung Geschlechtsverkehr auf der Bühne hatte. Mitte Februar hatte Michael Jackson sein bekanntes Interview mit Oprah Winfrey. Es war sein erstes Interview in seiner 14-jährigen Karriere und gilt bis heute als eines der meist-gesehenen Interviews in der Fernsehgeschichte der Vereinigten Staaten. Kurz darauf – im März – wurde Patti LaBelle für ihre Leistungen geehrt und mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame ausgezeichnet.


Höhenflüge und Bauchlandungen

Jackson war nicht der einzige schwarze Musiker der von sich Reden machte. Im März landete Whitney Houston mit ihrer Single „I Will Always Love You“ den Geschmack der Musikinteressierten und schaffte es 14 Wochen lang den ersten Platz der Charts zu dominieren. Es war die am längsten auf Platz Eins gelisteten Singles aller Zeiten. Auch „Depeche Mode“ konnten einen Erfolg für ihren Musikstil verbuchen. Mit ihrem Album „Songs of Faith and Devotion“ waren sie die erste britisch-alternative Band, die es auf den ersten Platz der US-Billboard-Top-200 schaffte. Im April wechselte die Punkgruppe „Green Day“ zu Reprise Records über und versuchte sich an neuen Klängen. Auch getrennt haben sich die Schauspielerin Lisa Bonet und der Musiker Lenny Kravitz. Der Musiker Prince nannte sich im Juni 1993 in „Unpronounceable Symbol“ um, was dazu führte, dass er fortan nur noch als „The Artist Formaly Known as Prince“ (Der Künstler der eigentlich Prince heisst) angekündigt wurde.

Sommer- und Winternews
Sänger Jamiroquai veröffentlichte im Sommer sein Debütalbum „Emergency on Planet Earth“, welches direkt auf den ersten Platz der UK-Charts stürmte. Hier hielt es sich für neun Wochen. Die Kultband „Ace of Base“ hatte ihren Einstand in der Musikszene mit der im September erschienenen Scheibe „The Sign“. Heute ist das Album auch als „Happy Nation“ bekannt. Die Scheibe knüpfte direkt an die Erfolge der zuletzt veröffentlichten Single „All That She Wants“ an. Die Mitglieder des „Wu-Tang Clans“ betraten derweil mit „Enter the Wu-Tang (36 Chambers) die Bühnen der Rap-Musik und sorgten für Hysterien unter den Fans. Pearl-Jam-Sänger Eddie Vedder sorgte mit seiner Verhaftung im November für Wirbel. Dieser war betrunken in einem Handgemenge in einer Kneipe in New Orleans aufgefallen und inhaftiert worden.

Sonstige Ehrungen und musikalische Debüts.
Willie Nelson wird in die "Country Music Hall of Fame" aufgenommen. Anna Netrebko gewann den Glinka-Gesangswettbewerb in Moskau, was zugleich der Start ihrer musikalischen Karriere bedeutete.

Bandgründungen
H.P. Baxxter gründet Scooter. Die Death-Metal Band Six Feet Under wird gegründet.

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