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Chronik 1993 - Europäische Union wurde Realität

Während die Länder des ehemaligen Jugoslawiens ihre Souveränitätskämpfe in blutigen Massakern austrugen, wurde eigens für die dortigen Kriegsverbrecher das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag gegründet. Friedlich hingegen ging bei der Neubildung von Tschechien und der Slowakei vonstatten. Die Auflösung der einstigen Tschechoslowakei war seit dem 1. Januar eine beschlossene Sache.  Ebenfalls im Januar trat der neu gewählte US-Präsident Bill Clinton sein Amt an und löste George H. W. Bush, senior ab.  Im Herbst wurde die Europäische Union (EU) durch das Inkrafttreten des Vertrages von Maastricht wirtschaftliche Realität. Bis heute gehören diesem Staatenbund mehr als eine halbe Milliarden Menschen aus 27 Ländern an. Ein gemeinsamer Binnenmarkt und ein verbündetes Auftreten gegenüber Drittländern wurden vertraglich verankert. In den Folgejahren sollte es auch eine gemeinsame Währung geben.  In Deutschland hatte die Neuaufteilung der Bezirke im Ostteil des Landes zur Wiedereinführung der Länder geführt, wie es sie vor dem Bestehen der DDR gab. Die gewachsene Bundesrepublik führte in der Folge in diesem Jahr neue Postleitzahlen ein. Diese waren auf eine fünfstellige Zahl angewachsen.
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Am meisten gefragt...
Wer war 1993 Bundeskanzler?
Helmut Kohl war 1993 Bundeskanzler
Wer war 1993 Bundespräsident?
Richard von Weizsäcker war Bundespräsident 1993
Wer war 1993 Präsident der Vereinigten Staaten?
1993 war George H. W. Bush bis zum 20. Januar amerikanischer Präsident
1993 war Bill Clinton ab dem 20. Januar amerikanischer Präsident
Wer war 1993 deutscher Meister?
Der SV Werder Bremen wurde deutscher Meister 1993
Wer war 1993 Formel 1 Weltmeister?
Alain Prost war mit Williams-Renault Formel 1 Weltmeister 1993
Wer gewann 1993 den Eurovision Song Contest?
Irland gewann mit Niamh Kavanagh und "In Your Eyes" den Eurovision Song Contest 1993
Wichtige Ereignisse 1993 & Schlagzeilen 1993 Chronik

Januar 1993

1. Januar
Zum neuen Bundespräsidenten der Schweiz wurde Adolf Ogi gewählt.
1. Januar
Durch die Auflösung der Tschechoslowakei wurden der Staat Tschechien und der Staat Slowakei gebildet.
1. Januar
Zwischen Neuseeland und Australien wurde ein Abkommen über engere Zusammenarbeit geschlossen.
1. Januar
Der gemeinsame Binnenmarkt der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, der als „Europäischer Binnenmarkt“ bezeichnet wird, trat in Kraft.
2. Januar
Der Politiker des Freistaates Puerto Rico, Rafael Hernández Cólon beendete seine politische Laufbahn. Unter anderem war Cólon Justizminister und Gouverneur von Puerto Rico gewesen.
2. Januar
Zum ersten Mal wurde im Rahmen der US-amerikanischen TV-Serie „Star Trek“ die Folge „Deep Space Nine“ in den USA ausgestrahlt.
3. Januar
In Moskau (Russland) wurde der START-II-Vertrag von US-Präsident George H. W. Bush für die USA und von Staatschef Boris Jelzin für die Russische Föderation unterzeichnet. Das Ziel des Nachfolgevertrages von START I war die Deaktivierung aller landgeschützten Interkontinentalraketen mit Mehrfachsprengköpfen. Beide Staaten wollen ihre strategischen Trägersysteme für Nuklearwaffen reduzieren.
3. Januar
Als Konsequenz der Briefbogen-Affäre trat der deutsche Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Jürgen Möllemann von der FDP von seinem Amt zurück.
3. Januar
Der US-amerikanische Politiker Brockman Adams legte infolge eines Skandals um sexuelle Belästigung sein Mandat als US-Senator nieder.
4. Januar
Der österreichische Skisportler Andreas Goldberger gewann das dritte Springen der Vierschanzentournee 1992/1993. Die Silbermedaille holte der Tscheche Jaroslav Sakala, Bronze ging an den Japaner Noriaki Kasai.
4. Januar
Der Auslandsdienst des staatlichen Slowakischen Rundfunks, „Radio Slowakei International“ ging drei Tage nach seiner Gründung erstmals auf Sendung.
4. Januar
In Großbritannien wurde anlässlich ihrer Hundert-Jahr-Feier die wirtschaftsliberale Wirtschaftszeitung „Financial Times“ auf weißem Papier gedruckt. Üblich war der Druck ansonsten mit lachsfarbenem Papier.
6. Januar
In der Gesamtwertung in der Vierschanzentournee gewann der Österreicher Andreas Goldberger.
7. Januar
Der norwegische Abenteurer Erling Kagge beendete die erste nicht unterstützte Solo-Expedition zum Südpol. Für die Strecke von 1310 Kilometern benötigte er 51 Tage.
7. Januar
Im US-Bundesstaat New Hampshire trat Steve Merrill sein Amt als Gouverneur an.
7. Januar
Der Politiker Jerry Rawlings wurde Staatspräsident von Ghana.
8. Januar
In der Resolution 800 empfahl der Sicherheitsrat die Aufnahme der Slowakei in die Vereinten Nationen.
8. Januar
Ein von französischen Soldaten der United Nations Protection Force (UNPROFOR) bewachter Konvoi wurde im ehemaligen Jugoslawien von bosnischen Serben gestoppt. In dem Konvoi hatte sich auch der bosnische Vize-Premierminister Hakija Turajlić befunden, der auf dem Weg zum Flughafen Sarajevo zu seinem Regierungssitz unterwegs war. Turajlić wurde an einem Kontrollpunkt in seinem Auto erschossen.
9. Januar
Die US-Marine nah mit der „USS Springfield (SSM-761)“ ein Atom-U-Boot der Los-Angeles-Klasse in ihren Dienst.
9. Januar
In Shanghai wurde die „Shanghai Pudong Development Bank“ gegründet, ein Unternehmen aus China.
9. Januar
In Prévessin-Moëns (Frankreich) wurde der Betrüger Jean-Claude Romand, der vorgegeben hatte, Arzt zu sein, zum Mörder. Er begann seine Mordserie damit, dass er seine Frau, seine beiden Kinder, seine Ex-Geliebte und seine Eltern umbrachte.
10. Januar
Mit seiner zweiten Single („Somebody Dance with Me“) stieg DJ BoBo erstmals auf Platz 36 in die Schweizer Hitparade ein. Im März erreichte die Single dann den ersten Platz.
10. Januar
Der rumänische Fußballverband belegte den Fußballtorhüter Florin Prunea mit einer Sperre von neun Monaten. Prunea hatte ein Gruppe von 100 Spielern angeführt, die sich gegen die verspäteten Gehaltszahlungen gewehrt hatte und zudem den Rücktritt von Verbandspräsident Dumitru Dragomir gefordert hatten. Die Sperre wurde nach Vermittlung der UEFA, der FIFA und der FIFPro im selben Monat (am 28. Januar 1993) wieder aufgehoben.
10. Januar
Die deutsche Schwimmerin Franziska van Almsick stellte in Peking mit 00:53,33 in 100m Freistil (25m Bahn) einen neuen Weltrekord auf. Im selben Jahr wurde dieser Rekord von der Chinesin Jingyi Le mit 00:53,01 eingestellt.
11. Januar
In Norwegen schlossen die Staaten Finnland, Norwegen, Russland und Schweden formell eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Gebiet der nordpolaren Barentsee – die Barentskooperation. Sie umfasste Sie bestand aus den Gremien, dem Euro-arktischer Barentsee-Rat (BEAC), dem interregionalen Barents-Regioanl-Rat (BRC) und der „Arbeitsgruppe der indigenen Völker der Barents-Region (WGIP).
11. Januar
In den USA wurde erstmals die Wrestling-Show „WWE Raw“ gesendet. Wegen ihrer langen Laufzeit, ihrer hohen Einschaltquoten und der Beteiligung bei Pay-per-Views wurde die Sendung fortan als Flaggschiff der WWE angesehen.
14. Januar
Auf dem Seeweg von Swinemünde (heutiges Polen) nach Ystad (Schweden) sank die polnische RoRo-Eisenbahnfähre „Jan Heweliusz“ der Polskie Linie Oceanicze. Das Unglück ereignete sich vor der Küste der Insel Rügen während des Orkans „Verena“, der mit Windgeschwindigkeiten von ca. 160 km/h Wellen bis zu vier Metern Höhe verursachte.
14. Januar
Als erstes Frauenteam erreichten Anne Dal Verra, Ann Bancroft, Sunniva Sorby und Sue Giller den geografischen Südpol auf Skiern. Damit gehörten sie zu den ersten 30 Menschen überhaupt, die den Südpol auf Skiern und Schlitten bezwangen.
15. Januar
Slowenien wurde Mitglied des Internationalen Währungsfonds (IMF) und Mitglied der Weltbank.
15. Januar
Nach jahrelanger Flucht wurde der Anführer der sizilianischen Mafia, Salvatore „Totò“ Riina, besser bekannt als „la belva“ (die Bestie) festgenommen. Die Verhaftung kam vor allem durch den enormen öffentlichen Druck zustande, der auf die Politiker ausgeübt worden war, endlich effektiv gegen die organisierte Kriminalität vorzugehen, weil sich Riina wegen der Morde an den populären Persönlichkeiten Paolo Borsellino und Giovanni Falcone verantworten sollte.
17. Januar
Erstmals in Deutschland wurde im Landestheater Altenburg das Jukebox-Musical „Buddy“ von Alan Janes und Rob Bettinsons in deutscher Sprache aufgeführt.
17. Januar
In einer Serie von Doppelmorden, die als der Fall des „Monsters von Florenz“ in der Kriminalgeschichte und in der Öffentlichkeit bekannt geworden war, wurde Pietro Pacciani als Hauptverdächtiger verhaftet. In der Folge wurde er für schuldig befunden, wurde jedoch nach einem Berufungsverfahren freigesprochen. Eine neue Verhandlung wurde nicht anberaumt, weil Pacciani am 22. Februar 1993 starb. Die Ursachen seines Todes blieben ungeklärt.
17. Januar
Während einer Reise durch Südkorea gab der japanische Ministerpräsident Miyazawa Kiichi eine formelle ab für das Leid der „Trostfrauen“. Mit diesem Ausdruck waren die Mädchen und Frauen benannt worden, die für japanische Kriegsbordelle im Zweiten Weltkrieg zur Prostitution gezwungen worden waren. Die meisten Frauen stammten aus Korea und China. Die Debatte um eine Schuld Japans setzte sich noch jahrelang fort, denn sie war seitens der Opfer als Reaktion auf dieses Verbrechen als ungenügend empfunden worden. Zudem hatte die Japans Regierung diese Entschuldigung immer wieder relativiert.
18. Januar
In Deutschland erschien erstmals das wöchentliche Nachrichtenmagazin „Focus“. Das Titelthema war jedoch eine Zeitungsente, in der von der angeblichen Nachfolge des Politikers Hans-Dietrich Genschers für das Amt des Bundespräsidenten Richard von Weizsäckers die Rede war.
18. Januar
In Sarajevo begannen die Bauarbeiten für den Sarajevo-Tunnel. Er war als Fluchttunnel während der Belagerung der Stadt (1992-1995) geplant.
18. Januar
Die MINOL Mineralölhandel AG und die Raffinerie Leunawerke wurde im Rahmen der Privatisierung der DDR-Wirtschaft an den französischen Mineralölkonzern Elf Aquitaine zu 98% und an die Thyssen Handels Union AG zu 2% verkauft.
18. Januar
In den USA wurde erstmals von allen Regierungen der 50 Bundesstaaten der „Martin Luther King Day“ zelebriert. Der Tag zu Ehren Martin Luther Kings ist ein nationaler Feiertag.
19. Januar
Die Slowakei wurde als neues Mitglied bei den Vereinten Nationen aufgenommen.
20. Januar
Die Nachfolge des US-Präsidenten George H. W. Bush (Senior) trat nach einem deutlichen Wahlvorsprung am 3. November 1992 Bill Clinton an.
21. Januar
In Deutschland kam der der Anti-Kriegsfilm „Stalingrad“ in die Kinos. Der Film thematisiert die Schlacht von Stalingrad Ende 1942/Anfang 1943 während des Zweiten Weltkriegs. Die Geschichte wird aus der Sicht eines deutschen Sturmpionier-Bataillons erzählt.
21. Januar
In Bulgarien nahm der erste und bislang einzige (Stand 2013) private Hörfunksender, der eine nationale Lizenz besitzt, seine Arbeit auf. „Darik Radio“ startete sein Programm um 12:00 Uhr. Er sendet landesweit über UKW.
22. Januar
Mit der Militäroperation „Maslenica“ begann die kroatische Armee im Kroatien-Krieg eine Offensive gegen serbische Truppen in Dalmatien. Die Operation soll bis zum 1. Februar 1993 andauern.
22. Januar
In Norwegen wurde die Fluggesellschaft „Norwegian Air Shuttle“ gegründet. Sie übernahm zunächst Regionalflüge für die Fluggesellschaft „Braathens“. Im September 2002 stieg die neue Fluggesellschaft auf ein Billigkonzept um.
22. Januar
Der belgische Astronom Eric Walter Elst entdeckte an einem Teleskop in Chile, das zur Europäischen Südsternwarte gehört, den Asteroiden 11554 Asios aus der Gruppe der Jupiter-Trojaner.
23. Januar
In Deutschland gab sich das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit einen neuen Namen. Es wurde zum Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
23. Januar
Das von der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs) initiierte Volksbegehren „Österreich zuerst“, das von 416.531 Bürgern (= 7,35% der Wahlberechtigten) unterzeichnet wurde, löste heftige Reaktionen im Land aus. Zwischen 250.000 und 300.000 Menschen nahmen an einem „Lichtermeer“ teil, das von SOS Mitmensch organisiert wurde, um gegen das Volksbegehren zu protestieren.
24. Januar
Auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan startete die Mission „Sojus TM-16“ zur Raumstation MIR. Es war der 92. Flug im Rahmen des Sojus-Programms und der 16. Besuch eines Sojus-Raumschiffs auf der Raumstation.
24. Januar
Die US-Skirennläuferin Kristina Koznick (*1975) ging erstmals beim Weltcup in Haus/Ennstal (Steiermark, Österreich) an den Start. Als jüngste US-Amerikanerin, die je bei einem Weltcup teilnahm, belegte Koznick mit 103.59 sec den 21. Rang. Weltcup-Siegerin wurde Patricia Chauvet aus Frankreich.
25. Januar
Nach dem Tod des türkischen Schriftstellers Uğur Mumcu in Ankara (Türkei), der am Tag zuvor durch eine Bombe ums Leben gekommen war, kam es in zahlreichen türkischen Großstädten zu Protesten, an denen sich Zehntausende beteiligten.
25. Januar
Nach dem Rücktritt der dänischen Regierung Poul Schlüter IV übernahm die Regierung Poul Nyrup Rasmussen I die Führung im Land unter Ministerpräsidenten Poul Nyrup Rasmussen.
25. Januar
Der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl weilte zu einem offiziellen Besuch in den Niederlanden.
28. Januar
In der Republik Kasachstan wurde eine neue Verfassung angenommen.

Februar 1993

1. Februar
Für die Ländern Finnland, Schweden und Österreich begannen die Beitrittsverhandlungen für ihre Mitgliedschaft in der Europäischen Union.
4. Februar
In Österreich kam es zur Abspaltung des Liberalen Forums von der Freiheitlichen Partei Österreichs, der FPÖ. Die neue Partei – LIF – wurde auf Grund der Meinungsverschiedenheiten mit dem FPÖ-Parteivorsitzenden Jörg Haider gegründet.
5. Februar
In den Vereinigten Staaten kam „Loaded Weapon 1“ in die Kinos. Dieser Film mit u. a. Emilio Estevez, Samuel L. Jackson und William Shatner parodierte vor allem die Geschichte des Actions-Films „Lethal Weapon“, nahm aber auch Bezug auf andere bekannte Filme, wie beispielsweise „Basic Instinct“, „Stirb langsam“ und „Dirty Harry“.
7. Februar
Ein brisanter Vorfall, der acht Jahre vor der Öffentlichkeit geheim gehalten worden war, hatte sich in Pennsylvania (USA) ereignet. Ein Mann durchfuhr mit einem Pkw die Absperrungen beim Kernkraftwerk „Three Mile Island“, dann weiter durch ein Rolltor und kam in der Turbinenhalle zum Stehen. Zu jenem Zeitpunkt war der Atomreaktor voll in Betrieb. Stunden später erst konnte der Mann festgenommen werden. Er wurde in der Folgezeit in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.
8. Februar
In der iranischen Hauptstadt Teheran kam es zu einem folgenschweren Flugzeugunglück. Eine startende Tupolew Tu-154 der Iran Airtour kollidierte mit einer landenden Suchoi Su-22. Alle 131 Insassen der Tu-154 kamen ums Leben, ebenso die beiden Insassen der Su-22.
8. Februar
Infolge der Auflösung der tschechischen Föderation teilte sich die Tschechoslowakische Krone in zwei unabhängige Währungen auf. Von nun an gab es die Slowakische Krone und die Tschechische Krone.
9. Februar
Die Slowakei wurde als neues Mitglied in die UNESCO aufgenommen.
11. Februar
In den USA wurde Janet Reno von US-Präsident Bill Clinton als Generalbundesanwältin nominiert. Die Bestätigung erfolgte am 1. März. Reno war damit die erste Frau auf diesem Posten.
11. Februar
Nach der Auflösung der Tschechoslowakei absolvierte die Tschechische Eishockeynationalmannschaft in der schwedischen Hauptstadt Stockholm ihr erstes Spiel gegen die Nationalmannschaft Russlands. Die tschechische Mannschaft mit 6:1 gewann.
13. Februar
In Deutschland kam es zur Gründung einer neuen Partei. In Bonn gründete sich die MUT (Partei Mensch Umwelt Tierschutz). Einstimmig wurde Ingeborg Bingener zur ersten Bundesvorsitzenden gewählt.
13. Februar
Erstmals wurde die US-amerikanische Jugendserie „Melrose Place“ im deutschen Sprachraum ausgestrahlt. Sie ging im Privatsender RTL auf Sendung.
13. Februar
Mit einem torlosen Unentschieden bestritt die kroatische U-21-Fußballnationalmannschaft ihr erstes Länderspiel gegen die U-21-Nationalmannschaft Italiens.
14. Februar
In Debrecen (Ungarn) wurde die Vereinigung „Euroregion Karpaten“ gegründet. Die vier Gründungsstaaten waren Polen, die Slowakei, die Ukraine und Ungarn.
14. Februar
Ein erstes, jedoch inoffizielles Spiel absolvierte die Fußballnationalmannschaft des Kosovo. Die Mannschaft verlor gegen die albanische Nationalelf mit 1:3. Ihr erstes offizielles Spiel der Mannschaft aus dem Kosovo fand acht Jahre später statt, am 29. Mai 2001. Ihr Gegner war ebenfalls Albanien.
15. Februar
Die sächsische Kultusministerin Stefanie Rehm trat von ihrem Amt zurück, das sie zweieinhalb Jahre innehatte. Ihrer Initiative zufolge waren politisch belastete Lehrer aus dem Schuldienst entlassen worden, was eine heftige Kritik nach sich zog und Rehm veranlasste, ihr Amt abzugeben.
In Zittau (Bundesland Sachsen) wurde das IHZ (Internationales Hochschulinstitut Zittau) gegründet. Es betreibt in den Bereichen Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsingenieurwesen, Umwelttechnik und Sozialwissenschaften im Dreiländereck (Polen, Tschechische Republik, Deutschland) die gemeinsame Ausbildung von Studierenden und Doktoranden aus verschiedenen Ländern.
15. Februar
Als Mitglied der stärksten Partei des Landes, der HZDS (Volkspartei), wurde Michal Kováčs vom Parlament zum ersten Präsidenten des neuen slowakischen Staates gewählt. Ursprünglich hatte Roman Kováčs in das Amt gewählt werden sollen, er erfüllte jedoch nach mehrmaligen Wahldurchgängen das erforderliche Konsensquorum nicht erfüllen.
15. Februar
Zwischen Deutschland und der Ukraine wurde ein Kulturabkommen abgeschlossen, dessen Inkrafttreten für den 19. Juli 1993 vorgesehen ist.
17. Februar
Vor Haiti sank die Fähre „Neptune“. Das Fährunglück forderte nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 500 und 2000 Todesopfer. Die genaue Zahl ist bis heute (Stand 2013) unklar.
18. Februar
Der slowakische Nationalrat legte die Form seiner Landesflagge fest.
20. Februar
Das Magazin „New Scientist“ berichtete über die Entdeckung des jüngsten jemals beobachteten Sterns. Etwa 10.000 Jahre alt ist der Protostern VLA 1632.
21. Februar
Nach drei Jahren Laufzeit wurde die TV-Erotik-Spielshow „Tutti Frutti“ abgesetzt. Sie war für RTL von Moderator Hugo Egon Balder nach dem Vorbild der italienischen Show „Colpo Grosso“ produziert worden.
22. Februar
Tschechien wurde als neues Mitglied in die UNESCO aufgenommen.
23. Februar
Deutschland und Mexiko schlossen ein Doppelbesteuerungsabkommen miteinander.
26. Februar
In New York wurde ein Sprengstoffanschlag auf das World Trade Center verübt.

März 1993

+12. März
In New York tobte ein Blizzard drei Tage über der US-amerikanischen Stadt und richtete einen Schaden in ungefährer Höhe von drei Milliarden US-Dollar an. Es gab 245 Todesopfer zu beklagen.
27. März
Der Neubau der Justizvollzugsanstalt in Weiterstadt wurde bei einem Sprengstoffanschlag der Roten Armee Fraktion schwer beschädigt.
28. März
Der zweite Transneptun-Asteroid 1993 FW wurde entdeckt. Er hat eine Umlaufzeit von 228 Jahren und eine Größe von etwa 300 qkm.

April 1993

6. April
Als neues Mitglied wurde Tadschikistan in die UNESCO aufgenommen.
8. April
Die Vereinten Nationen nahmen Mazedonien als neues Mitglied in das Staatenbündnis auf.
16. April
Der UN-Sicherheitsrat errichtete mit der Resolution 819 eine Schutzzone im Bosnienkrieg um Srebrenica. Zwei Jahre später fand in dieser Schutzzone das „Massaker von Srebrenica“ statt. Dabei wurden ungefähr 8.000 Bosniaken umgebracht.
19. April
Nach 51 Tagen unternahm das FBI den Versuch, mit Pionierpanzern CS-Gas in eine Siedlung in Waco (St. Lennan County, US-Bundesstaat Texas) zu leiten, in der sich die Anhänger der „Branch Davidians“ (Abspaltung der Siebenten-Tags-Adventisten) verschanzt hatten. Anhänger der Sekte hatten einen Brand gelegt. Durch das Feuer und durch Schussverletzungen kamen 76 Davidianer ums Leben. Zwei Jahre später nahm Timothy MCVeigh den Jahrestag zum Anlass, eine Lastwagenbombe vor einem Bundesgebäude in Oklahoma Cita zu zünden, womit er 168 Menschen umbrachte.
20. April
Der Musikmanager Lou Pearlman gründete die „Backstreet Boys“, deren erstes Album 1996 erschien.
21. April
Neues Mitglied im Internationalen Währungsfonds (IWF) wurde Mazedonien. +24. April
In Großbritannien wurde der NatWest Tower (heute Tower 42), der mit 183 Metern derzeit das höchste Gebäude der City Londons war, bei einem Terroranschlag der Provisional Irish Republican Army schwer beschädigt. Ein Mensch wurde dabei getötet, etwa 50 weitere Personen erlitten Verletzungen.
24. April
In Indien trat der im Jahr 1992 vom Parlament angenommene 73. Zusatzartikel zur Verfassung in Kraft. Damit wurde den Institutionen der dezentralen Regierungsform „Panchayati Raj“ Verfassungsrang verliehen.
24. April
Im Hafen von Konstanz am Bodensee wurde die neun Meter hohe und 18 Tonnen schwere „Statue der Imperia“ des Bildhauers Peter Lenk aufgestellt. Sie ist eine satirische Erinnerung an das Konzil von Konstanz. Die Statue stellt eine üppige Kurtisane dar, deren Ausstrahlung eindeutig erotisch ist.
25. April
Im Rahmen der Verfassungskrise war von dem russischen Präsidenten Boris Jelzin ein Volksreferendum zur Wirtschaftspolitik der Regierung durchgesetzt worden, das mit 58,1 Prozent der Stimmen angenommen wurde.
25. April
In Übereinstimmung mit der neuen äthiopischen Regierung wurde nach einem Referendum die unabhängige Republik Eritrea ausgerufen.
26. April
Vom Kennedy Space Center in Florida (USA) brachte die Raumfähre Columbia die STS-55 ins All. Die STS-55 war eine Mission zur Durchführung von Spacelab-Versuchen.
27. April
Im Jemen fanden zum ersten Mal demokratische und geheime Wahlen statt. +28. April
Zwischen Deutschland und Usbekistan wurde ein Kulturabkommen geschlossen, das am 20. Februar 2002 in Kraft trat.
29. April
Zwischen Deutschland und Estland wurde der Grundlagenvertrag unterzeichnet. +30. April
Die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) mit Sitz in der Schweiz veröffentlichte ein Statement, in welchem bekannt gegeben wurde, dass das World Wide Web für jedermann frei zugänglich sein werde.
30. April
Die Tennisspielerin Monica Seles wurde bei einem Attentat in Hamburg schwer verletzt. Der Steffi-Graf-Verehrer warf die Spielerin durch eine Messerattacke aus ihrer Laufbahn.

Mai 1993

3. Mai
Als neues Mitglied wurde Mazedonien in die WHO (Weltgesundheitsorganisation) aufgenommen.
5. Mai
Kirgisistan gab seinem Land eine neue Verfassung.
7. Mai
In der vom UN-Sicherheitsrat veröffentlichten Resolution 824 wurden UN-Schutzzonen für Flüchtlinge in Bihać, Goražde, Sarajevo, Tuzla und Žepa angekündigt. Es stand für diese Zonen jedoch kein ausreichender Schutz durch UNPROFOR-Einheiten zur Verfügung.
7. Mai
Durch einen Anschlag wurden in Banja Luka (Bosnien und Herzegowina) die Arnaudija-Moschee und die Ferhadija-Moschee schwer beschädigt. Die vollständige Zerstörung, die nachfolgte, war durch die Behörden der Republik Srpska organisiert worden, was im Endeffekt den Abriss des gesamten Ferhadija-Komplexes nach sich zog.
7. Mai
Erstmals kam es im deutschen zur Ausstrahlung von „0137 Night Talk“, eine der ersten Call-in-Sendungen. Vom ZDF wurde – ebenfalls zum ersten Mal – die Sitcom „Salto Postale“ gesendet.
8. Mai
Der Schwergewichtsboxer Lennox Lewis gewann seinen Boxkampf gegen Tony Tucker. Lewis wurde durch einen Punkte-Sieg Weltmeister im Schwergewicht.
10. Mai
Das achte Studioalbum der Rockband „Die Toten Hosen“ mit dem Titel „Kauf mich!“ wurde von der Virgin Schallplatten GmbH veröffentlicht. Bei diesem Album wurde ein Grundkonzept verfolgt, das Bezug nahm auf Werbung und Konsum.
10. Mai
Die ersten Banknoten der neuen Währung von Kirgisistan – Som – wurden von der Nationalbank der kirgisischen Republik herausgegeben. Der Som löste damit den Rubel aus der Zeit der Sowjetunion ab. Er wurde offiziell am 12. Mai 1993 als neue Landeswährung eingeführt.
10. Mai
In Paraguay wurde Juan Carlos Wasmosy demokratisch gewählter Staatspräsident.
10. Mai
In der Spielzeugfabrik „Kader“ am Stadtrand von Bangkok (Thailand) starben bei einem Brand mindestens 188 Arbeiterinnen und Arbeiter. Etwa 500 Menschen erlitten schwere Verletzungen. Um Plünderungen zu verhindern, waren die Ausgänge der Fabrik verschlossen, wodurch das Ausmaß der Katastrophe enorm verschlimmert wurde.
11. Mai
Der Europarat nahm Litauen als neue Nation in sein Gremium auf.
13. Mai
Der Vorstandsvorsitzende der BMW AG, Eberhard von Kuenheim übergab sein Amt an seinen Nachfolger Bernd Pitschetsrieder ab. Die BMW AG hatte zu jenem Zeitpunkt 70.000 Mitarbeiter und machte einen Umsatz von 30 Milliarden DM.
13. Mai
Erstmals wurde ein Einsatz der RAID (Recherche Assistance Intervention Dissuasion), einer Einheit der französischen Police nationale zur Bekämpfung des Terrorismus, der Öffentlichkeit bekannt. Der Schüler Eric Schmitt aus Neuilly-sur-Seine (Frankreich) hatte eine große Menge Sprengstoff bei sich und nahm Geiseln. Die Geiseln konnten von Angehörigen der RAID befreit werden. Der Täter kam bei der Aktion ums Leben.
13. Mai
In Israel wurde Ezer Weizmann zum Präsidenten des Landes gewählt. Er war der 7. Präsident Israels.
14. Mai
Die beiden Staaten Estland und Slowenien traten dem Europarat bei.
16. Mai
In den USA wurde die TV-Miniserie „Wild Palms“ vom Sender ABC erstmals ausgestrahlt.
16. Mai
Der American Football Verband Deutschland wurde vom Deutschen Sportbund anerkannt.
16. Mai
Anlässlich des Radrennklassikers „Rund um Köln“ wurde ein großes, gelbes Stofftuch mit 3.333 schwarzen Graffiti-Bananen von dem Künstler Thomas Baumgärtel besprüht. Dann wurde es über die Plastik „Ruhender Verkehr“ drapiert. Während des Radrennens diente die Installation „Kunst auf Kunst“ 22 Triathleten als Podium, die dort auf vier fixierten Trainings-Radrollen in die Pedale traten.
18. Mai
Die Mehrheit der Dänen stimmte in einem zweiten Referendum für den Beitritt Dänemarks zum Vertrag von Maastricht.
19. Mai
Im Nordwesten Kolumbiens prallte ein kolumbianisches Verkehrsflugzeug gegen einen Berg. Alle 132 Insassen an Bord kamen bei dem Unglück ums Leben.
21. Mai
Die gesamte Nordhalbkugel der Erde war von einer partiellen Sonnenfinsternis betroffen, die vom Nordpolarmeer, von ganz Grönland sowie großen Teilen von Nordamerika und Nordeurasien aus zu beobachten war. Nur der nordöstliche Teil, nördlich der Linie Emden und Görlitz gehörte in Deutschland zum Sichtbarkeitsgebiet.
21. Mai
In Venezuela enthob der Kongress Präsident Carlos Andrés Pérez seines Amtes. Er war vom Justizminister mit Korruptionsvorwürden konfrontiert worden. Der Parlamentspräsident Octavio Lepage übernahm vorübergehend die Amtsgeschäfte bis zur Wahl am 4. Juli 1993, dem Tag, an dem Ramón José Velásquez vom Kongress gewählt wurde.
22. Mai
In der bayerischen Landeshauptstadt München wurden die neuen U-Bahn-Stationen „Hadener Stern“ und „Großhadern“ eröffnet.
22. Mai
Nach einem einstimmigen Sieg nach Punkten gewann der US-amerikanische Boxer Roy Jones jr. die Boxweltmeisterschaft im Mittelgewicht gegen seinen Landsmann Bernard Hopkins.
22. Mai
Mit der erstmaligen Landung einer Boeing 737 am Flughafen Iwano-Frankiwsk (IATA-Code: IFO, ICAO-Code: IKLI) eröffnete dieser Airport in der Ukraine den internationalen Flugbetrieb.
22. Mai
Der Ausbau der Hahn Air Base zum internationalen Flughafen Frankfurt-Hahn im Rahmen der Rüstungskonversion war mit dem ersten zivilen Flug (Charterflug n ach Mallorca) abgeschlossen.
23. Mai
Seit mehr als zwanzig Jahren fanden in Kambodscha die ersten freien Wahlen unter Aufsicht der Vereinten Nationen statt.
24. Mai
Der afrikanische Staat Eritrea wurde unabhängig.
25. Mai
Das UN-Kriegsverbrecher-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien wurde in Den Haag gegründet.
25. Mai
Der Vorsitzende der deutschen Gewerkschaft IG Metall trat von seinem Amt zurück. Steinkühler war einige Tage zuvor in den Verdacht geraten, Insidergeschäfte als Aufsichtsratsmitglied der Daimler Benz AG getätigt zu haben.
27. Mai
Im Zuge der Amigo-Affäre trat der bayerische Ministerpräsident Max Streibl von seinem Amt zurück. Seine Nachfolge als Ministerpräsident Bayerns trat Edmund Stoiber an.
27. Mai
In Russland wurden gleichgeschlechtliche Handlungen zwischen erwachsenen Personen legalisiert. Es vergingen jedoch noch sechs Jahre (bis 1999), bis Homosexualität in Russland nicht mehr auf der Liste der Geisteskrankheiten geführt wurde.
28. Mai
In der Resolution 828 vom 26. Mai entsprach die Generalversammlung der UN der Empfehlung des Sicherheitsrates und nahm das Fürstentum Eritrea als neues Mitglied in die Vereinten Nationen auf.
28. Mai
Das Fürstentum Monaco wurde als 183. Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen. Die Generalversammlung der UN folgte damit einer Empfehlung, die am 26. Mai in der Resolution 829 des Sicherheitsrates ausgesprochen worden war.
28. Mai
Anlässlich seiner Ausstellung in den Spittelkolonnaden in Berlin erhielt der deutsche Künstler Peter Gabrian vom Botschafter der Republik Finnland, Kai Helenius, im Auftrag des Finnischen Ministerpräsidenten das „Ritterkreuz des Ordens der Finnischen Weißen Rose“.
29. Mai
Fünf türkische Frauen und Mädchen kamen ums Leben, als in Solingen (Bundesland Nordrhein-Westfalen) ein Brandanschlag mit rechtsextremistischem Hintergrund von Neonazis verübt wurde.
29. Mai
In Jordanien begann Abdelsalam al-Majali als Ministerpräsident seines Landes seine erste Amtszeit.
29. Mai
In der österreichischen Hauptstadt Wien fand der erste „Life Ball“ („Lebensball“) statt. Es gab neben der Stadtregierung nur noch zwei Sponsoren. Es wurde ein Erlös von 1.100.000 Österreichischen Schilling (79.940 Euro) erbracht, der dem Verein „Aids Life“ zukam. Der „Life Ball“ ist innerhalb Europas die größte Wohltätigkeitsveranstaltung zu Gunsten HIV-infizierter und an AIDS erkrankter Menschen. Die Initiative zu diesem Ball ging 1992 von Gery Keszler und dem damals selbst betroffenen Arzt Torgom Petrosian aus, die den karitativen Verein „Aids Life“ gründeten.

Juni 1993

1. Juni
In Burundi fanden Präsidentschaftswahlen statt.
2. Juni
Die Föderation Bosnien-Herzegowina wurde neues Mitglied der UNESCO.
3. Juni
Die Deutsche Seereederei (DSR) wurde privatisiert. Sie wurde an ein mittelständiges Konsortium aus Hamburg, die Investorengruppe Rahe/Schües verkauft und verschmolz mit der „F. Laeisz Schiffahrtsgesellschaft“ zur „Reederei F. Laeisz“. Im Vorfeld waren bei der Treuhandanstalt die Bilanzen eingereicht worden. Zahlreiche Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz, der Produktionsumfang wurde minimiert.
3. Juni
Von Frankreich und Spanien wurde die Souveränität Andorras anerkannt. Da der Staat zu denen ohne Militär zählt, wurden gleichzeitig Verträge zum Schutz von Andorra abgeschlossen.
3. Juni
Nachdem die Bolschewiki in den 1930er Jahren die Mariä-Geburt-Kathedrale in Nischni Nowgrorod (Russland) geschlossen hatten, wurde sie wieder feierlich eingeweiht. Die Kathedrale hatte in der Zwischenzeit unter anderem als Apotheke und als Lager gedient.
4. Juni
Der Sicherheitsrat der United Nations Protection Force (UNPROFOR) ermächtigte mit der Resolution 836 die Schutztruppe im Bosnienkrieg, Waffengewalt zum Zweck der Selbstverteidigung anwenden zu können.
4. Juni
Die Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal, Ursula Kraus, wurde für ihre Verdienste um Wuppertal und für ihr soziales Engagement mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
5. Juni
In Somalia töteten Einheiten von Mohammed Farah Aidid (politischer Führer und Warlord) 23 pakistanische Soldaten der UNOSOM-Mission. Aidid’s Truppen der Somali National Alliance (SNA) wandten sich entschieden gegen die UNOSOM, die der Führer als ein „kolonialistisches“ Unterfangen bezeichnete. Er befürchtete, dass sein Einfluss durch die UNOSOM minimierte werden könnte.
5. Juni
In Garmisch-Partenkirchen weihte der Oberkommandierende des United States European Command (EUCOM), General John M. Shalikashvili, das George C. Marshall Europäisches Zentrum für Sicherheitsstudien ein. Das Zentrum ist ein Universitätsniveau angelegtes deutsch-amerikanisches Studienzentrum, deren Träger das US-amerikanische und das deutsche Verteidigungsministerium sind.
5. Juni
In Guatemala wurde Ramiro de León Carpio der Nachfolger von Gustavo Adolfo Espina Selguero, der fünf Tage zuvor gemeinsam mit dem damaligen Präsidenten Jorge Antonio Serrano Elias einen Putsch gegen die rechtsstaatlichen Institutionen verübt hatte.
6. Juni
In Spanien erreichte die Partido Popular (PP) einen Stimmenzuwachs von 8,97 Prozent. Trotz minimaler Verluste blieb die Partido Socialista Obrero Español (PSOE) stärkste Partei im Land.
6. Juni
In Lettland dominierte die Partei Latvijas Celš (LC) die erste Wahl mit 32,4 Prozent der Stimmen, die nach der Erlangung der Unabhängigkeit stattfand.
6. Juni
In Caen (Frankreich) wurde das neu gebaute Stadion „Stade Michel-d’Ornano“ mit dem Spiel der heimischen Mannschaft SM Caen gegen den FC Bayern München eröffnet. Mehr als 22.000 Zuschauer den Sieg der Gastgeber gegen die deutschen Gäste. Das Spiel endete 4:1.
7. Juni
Der US-amerikanische Sänger Prince ließ an seinem 35. Geburtstag über sein Unternahmen (Paisley Park Studio) in einer Pressemitteilung bekannt geben, dass er seinen Künstlernamen ändere – in „O(+>“ (unaussprechliches Symbol).
7. Juni
In Landau in der Pfalz entließ der deutsche Polizeibeamte Roland Schlosser einen in einer Verwahrzelle der Polizeiinspektion inhaftierten angolanischen Staatsbürger. Er übergab ihn der Obhut eines befreundeten Gymnasiallehrers. Schlosser begründete diese Aktion mit der menschenunwürdigen Unterbringung in der Verwahrzelle. Der Polizeibeamte wurde für die Gefangenenbefreiung mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je 100 DM bestraft.
10. Juni
Über die Entdeckung einer neuen Spinnenart in Kalifornien (USA) durch seinen Mitarbeiter Norman I. Platnik berichtete das New Yorker American Museum of Natural History. Die Spinnenart wurde zu Ehren des Museumsförderers Harrison Ford mit dem Namen Calponia harrisonfordi katalogisiert.
10. Juni
In Jhordanien fand die Hochzeit der Palästinenserin Rania Faisa Yasin mit dem späteren König von Jordanien, Prinz Abduhhah II. bin al-Hussein statt.
10. Juni
In Bremen-Hastedt wurde das Weserwehr in Betrieb genommen. Diese Wehranlage ersetzte die alte Konstruktion. Sie war durch eine Neuordnung des Hochwasserabflusses nötig geworden.
10. Juni
Im Landkreis Diepholz (Niedersachsen) wurde das „Schnepker Schlatt“ zum Naturschutzgebiet erklärt. Es ist vor allem vegetationskundlich von Bedeutung. Die Zuständigkeit für das Gebiet liegt beim Landkreis Diepholz.
11. Juni
In Brüssel (Belgien) ging das Treffen der NATO-Außenminister im NATO-Hauptquartier zu Ende.
Bei den Präsidentschaftswahlen im Iran wurde der bei der Wahl 1989 gewählte Präsident Alī Akbar Hāschemī Rafsandschāmī erneut mit in seinem Amt bestätigt. Er erhielt 63 Prozent der Stimmen.
11. Juni
Der deutsche Politiker Klaus Kinkel wurde Bundesvorsitzender der FDP. Seine Amtszeit dauerte bis zum 10. Juni 1995. In diese Zeit fielen 14 Wahlen, bei denen die FDP erhebliche Verluste einstecken musste.
12. Juni
In Nigeria fanden Präsidentschaftswahlen statt.
12. Juni
Im ausverkauften Berliner Olympiastadion besiegte im Finale des DFB-Pokals Bayer 04 Leverkusen mit 1:0 die Amateurmannschaft des Berliner Fußballclubs Hertha BSC.
12. Juni
Das Denkmal für Darrell R. Lindsey wurde in dessen Heimatstadt Jefferson (USA) aufgestellt. Es hatte ursprünglich in der Lindsey Air Station gestanden.
13. Juni
In British Columbia (Kanada) wurde der Gowlland Tod Provincial Park eingerichtet. Der 1.207 Hektar umfassende Park wurde als ein Schutzgebiet der Kategorie II (Nationalpark) ausgewiesen.
13. Juni
In der Türkei übernahm Tansu Çiller den Vorsitz der „Partei des Rechten Weges“. Sie setzte sich am nächsten Tag gegen zwei männliche Mitbewerber durch. Sie wurde damit zur ersten Frau im Amt des Ministerpräsidenten der Türkei.
13. Juni
Bei der Formel-1 gewann beim Großen Preis von Kanada Alain Prost für Williams-Renault auf dem Circuit Gilles-Villeneuve vor dem deutschen Rennfahrer Michael Schumacher für Benetton-Ford und vor Damon Hill für Williams-Renault. Mit seinem Sieg holte sich Prost die Weltmeisterschafts-Führung zurück. Ayrton Senna, sein Hauptkonkurrent musste sechs Runden vor dem Ende des Rennens wegen Elektronikproblemen aufgeben.
14. Juni
In Malawi entschied man sich für ein Mehrparteiensystem.
14. Juni
In Wien (Österreich) begann die UN-Weltkonferenz über Menschenrechte, die bis zum 25. Juni andauerte.
14. Juni
Papst Johannes Paul II. besuchte die andalusische Stadt Palos de la Frontera (Spanien). Bei seinem Besuch würdigte er unter anderem die historisch herausragende Bedeutung der Stadt im Hinblick auf die Verbreitung des Christentums und des Gepräges der modernen Welt.
14. Juni
Am Internationalen Gerichtshof in Den Haag (Niederlande) wurde der Fall der Zugehörigkeit des Aouzou-Streifens verhandelt, der den Libysch-Tschadischen Grenzkrieg verursacht hatte. Libyen war in dieser Sache nicht in der Lage, das Original eines angeblich existierenden geheimen Abkommens zwischen Muammar al-Gàddafi und François Tombalbaye vorzuweisen.
16. Juni
In Madagaskar fanden Parlamentswahlen statt.
17. Juni
Es kamen 41 Menschen ums Leben, als eine Antonow An-26 der Tajikistan Airlines in Turbulenzen geriet und verunglückte. Die Maschine war auf dem Flug von Batumi (Georgien) nach Baku (Aserbaidschan) gewesen.
17. Juni
Der Vance-Owen-Plan, der ein Vorschlag zur Beilegung des Bosnienkrieges war, wurde von David Owen offiziell als gescheitert erklärt.
17. Juni
In Zalaszántó (Ungarn) weihte der 14. Dalai Lama, Tendzin Gyatsho, die Friedens-Stupa, ein buddhistisches Bauwerk, ein.
17. Juni
Seine Arbeit als Bayerische Staatregierung nahm das Kabinett Stoiber I unter Ministerpräsidenten Edmund Stoiber auf.
18. Juni
Der Inselstaat Republik Seychellen im Indischen Ozean gab sich eine neue Verfassung.
18. Juni
Die Bundeswehr begann ihre Beteiligung an der „Operation Sharp Guard“. Diese durch mehrere UN-Resolutionen gedeckte NATO-Operation und der Westeuropäischen Union (WEU) hatte zum Ziel, die Wirtschaftssanktionen und das Waffenembargo gegen die Bundesrepublik Jugoslawien zur See und in der Luft durchzusetzen.
18. Juni
Die deutsche Autofähre „Kreuzlingen“ und der finnische Mehrzweck-Eisbrecher „Nordica“ liefen vom Stapel.
18. Juni
Zwischen Deutschland und Slowenien wurde ein Kulturabkommen geschlossen, das am 28. Juni 1994 in Kraft trat.
18. Juni
Auf der Raumstation „Mir“ hielten sich Gennadi Manakow und Alexander Poleschtschuk im Rahmen der Mission „Sojus TM-16“ vier Stunden und 33 Minuten im All auf. Sie bauten ein Solarpaneele an und reparierten den Kranarm.
19. Juni
Die älteste, politische Partei der Ukraine, die Kommunistische Partei der Ukraine, gründete sich neu. Nach dem gescheiterten Staatsstreich in Moskau im August1991 war sie verboten worden.
19. Juni
In Bergkarabach (umstrittene Region zwischen Armenien und Aserbaidschan) wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung Monte Melkonian beerdigt. Je nach politischer Sichtweise war er ein politischer Aktivist, ein Asala-Terrorist oder ein Freischärler. Anwesend war auch der armenische Präsident Lewon Ter-Petrosjan.
19. Juni
In Kolumbien begann die Fluggesellschaft Copa Airlines Colombia ihren Betrieb mit einer Flotte von drei Maschinen. Es handelte sich um drei Boeing 727-100.
20. Juni
Der erste Testzug erreichte Großbritannien durch den Eurotunnel, der etwa ein Jahr später offiziell eröffnet wurde.
20. Juni
In Tschechien erhielt die Waldviertler Sparkasse von 1842 als erste ausländische Bank für die Filialgründung in der gesamten Tschechischen Republik von der Tschechischen Nationalbank die Vollbankenkonzession erteilt.
21. Juni
Der Radiosender „Energy Sachsen“ nahm von Leipzig aus seinen Sendebetrieb auf. Er strahlt ein 24-stündiges Vollprogramm aus, das für die 14- bis 29-jährigen produziert wird.
21. Juni
Die englische Band „Verve“ brachte ihr erstes Album „A Storm in Heaven“ auf den Markt. Die „Manic Street Preachers“ veröffentlichten mit „Gold Against the Soul“ ihr zweites Album.
21. Juni
Mitglieder der baskischen Terrororganisation „Euskadi Ta Askatasuna“ (ETA) töteten durch einen Sprengstoffanschlag auf einen Armeebus sieben Menschen. Mindestens zwanzig Menschen erlitten Verletzungen.
23. Juni
In Litauen wurde der landesweit drittgrößte Milchindustriekonzern AB „Žemaitijos pienas“ gegründet.
23. Juni
Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Paraguay wurde ein bilaterales Kulturabkommen geschlossen, das am 19. August 1994 in Kraft trat.
23. Juni
In Lausanne (Schweiz) wurde das Olympische Museum eröffnet. Es geht auf eine Initiative des spanischen Sportfunktionärs Juan Antonio Samaranch zurück.
23. Juni
Im Libanon tagte im Kloster Balamand die „Gemeinsame Internationale Kommission für den theologischen Dialog zwischen der katholischen Kirche und der orthodoxen Kirche“. Die Kommission lehnte in einer Erklärung den Uniatismus als Methode oder als Modell für die angestrebte Einheit beider Kirchen ab.
24. Juni
In Kanada beendete nach fast neun Jahren das 24. Kabinett seine Amtstätigkeit. Es war von Premierminister Brian Mulroney geleitet worden und hatte aus Mitgliedern der Progressiv-konservativen Partei bestanden.
24. Juni
In Österreich wurde der SPÖ-Politiker Fred Sinowatz im Noricum-Politikerprozess freigesprochen.
24. Juni
In Dresden beschloss der Sächsische Landtag eine Kreisreform. Die im Jahr 1952 gebildeten 48 Kreise und die sechs kreisfreien Städte wurden aufgelöst. Ab dem 1. August 1994 gliederte sich Sachsen in 28 Landkreise und sechs kreisfreie Städte.
25. Juni
Zwischen Deutschland und Georgien wurde ein Kulturabkommen geschlossen.
25. Juni
In Kanada übernahm Kim Campbell die Führung des 25. Kabinetts. Campbell war damit die erste Premierministerin des Landes.
25. Juni
In Südafrika wurde das Kempton Park World Trade Center von etwa 3000 Mitgliedern burischer Widerstandsbewegungen besetzt. In dem Gebäude wurden Verhandlungen über das Ende des Apartheid-Regimes in Südafrika ausgetragen.
25. Juni
In den USA wurde von der National Broadcasting Company (NBC) die letzte Folge der Sendung „Late Night with David Letterman“ ausgestrahlt. Letterman wechselte mit der letztendlich unveränderten Show unter dem neuen Namen „Late Show with David Letterman“ zu CBS (Columbia Broadcasting System).
26. Juni
In Toulouse (Frankreich) wurde der erste Teil der „Métro Toulouse“ mit der Linie A zwischen Basso-Cambo und Jolimont eröffnet.
26. Juni
Im Finale des spanischen Fußballpokals, Copa del Rey, standen sich die Mannschaften Real Madrid und Real Saragossa gegenüber. Die Mannschaft aus Madrid gewann den Pokal mit einem 2:0-Sieg gegen Saragossa.
26. Juni
Im rumänischen Finale des Fußballpokals, Cupa României, gewann Universitatea Craiova mit 2:0 gegen Dacia Unirea Brăila.
27. Juni
In Bad Kleinen (bei Schwerin) missglückte eine Festnahme der RAF-Mitglieder Wolfgang Grams und Birgit Hogefeld. Bei dem Einsatz der GSG 9 kamen der GSG-9-Beamte Michael Newrzella und Wolfgang Grams ums Leben.
27. Juni
Die US-amerikanische Schauspielerin Julia Roberts und der Country-Musiker Lyle Lovett gaben sich das Ja-Wort. Die Ehe dauerte bis zum März 1995.
27. Juni
Kriegsschiffe feuerten bei ihrem Einsatz gegen den Irak 23 Marschflugkörper auf Bagdad ab.
28. Juni
Als neues Mitglied der UNESCO wurde Mazedonien aufgenommen.
28. Juni
In den USA trat nach 31 Amtsjahren Byron White, Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten zurück. White war am 16. April 1962 von US-Präsident John F. Kennedy nominiert worden.
28. Juni
Die 3,6 Hektar große „Okeler Sandgrube“ im Landkreis Diepholz wurde per Verordnung zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Gebiet dient als Biotop für Pflanzen- und Tierarten, die nährstoffarme, feuchte und wechselfeuchte Standtorte bevorzugen und an nährstoffarme Stillgewässer angepasst sind.
29. Juni
An der ägyptischen Küste des Wadi-al-Gamal-Nationalparks kenterte die „Hamada“ auf der Fahrt von Dschidda nach Sues. Sie hatte eine Ladung Plastikgranulat an Bord. Die Reste dieser Ladung befanden sich noch 2013 am Strand von Abu Ghusun.
29. Juni
In Burundi fanden Parlamentswahlen statt.

Juli 1993

1. Juli
In Kambodscha wurde eine Übergangsregierung gebildet.
1. Juli
In Deutschland wurden Postleitzahlen mit fünf Stellen eingeführt.
2. Juli
In der Türkei kamen bei einem Brandanschlag auf das Madımak-Hotel in der zentralanatolischen Stadt Sivas 37 alevitische Künstler ums Leben.
4. Juli
Zum ersten Mal gewann Deutschland in München die Basketball-Europameisterschaft.
7. Juli
Der Politiker Guntis Ulmanis wurde Staatspräsident der Republik Lettland. Seit der neuerlichen Unabhängigkeit war Ulmanis der erste Politiker in diesem Amt.
9. Juli
Offiziell wurde das Umspannwerk HGÜ-Kurzkupplung Etzenricht (Bayern, Oberfpfalz) in Betrieb genommen.
10. Juli
In Burundi wurde Melchior Ndadaye in der ersten demokratischen Wahl des Landes zu Staatspräsident gewählt.
12. Juli
Die Mannschaft Bayer 04 Leverkusen gewann den DFB-Pokal durch einen Finalsieg (1:0) gegen die Amateurmannschaft von Hertha BSC.
12. Juli
Auf der japanischen Insel Hokkaidō kamen 243 Menschen bei einem Erdbeben der Stärke 7,7 ums Leben.
18. Juli
Bei den Unterhauswahlen in Japan erbrachte das Ergebnis für die Liberaldemokratische Partei zum ersten Mal seit 1955 nicht genügend Stimmen, so dass sie nicht mehr Regierungspartei war.
20. Juli
Auf den Seychellen wurde France-Albert René als Staatspräsident in seinem Amt bestätigt.
21. Juli
Die Bundesrepublik Deutschland und Litauen schlossen ein Kulturabkommen.
23. Juli
In Chicago (US-Bundesstaat Illinois) starb der US-amerikanische Blues-Gitarrist und –sänger Otis „Big Smokey“ Smothers, der am 21. März 1929 in Lexington (US-Bundesstaat Mississippi) geboren worden war.
28. Juli
Der Kleinstaat Andorra wurde als neues Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen.
28. Juli
Das Umweltfestival „AufTakt“ begann in Magdeburg (Sachsen-Anhalt).
29.Juli
Vom Obersten Gerichtshof in Israel wurde das Todesurteil gegen John Demjanjuk aufgehoben. In der Begründung hieß es, dass es nicht zweifelsfrei erwiesen sei, dass Demjanjuk tatsächlich jener „Iwan“ sei, der im Vernichtungslager Treblinka als Aufseher die Vergasungsanlage betrieben habe, bzw. Häftlinge sadistisch folterte.

August 1993

6. August
In Bolivien wurde Gonzalo Sánchez de Lozada Präsident des Landes.
11. August
Zwischen Deutschland und Paraguay wurde ein Vertrag über die Förderung den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen abgeschlossen.
16. August
Das Debian-Projekt (gemeinschaftlich entwickeltes freies Betriebssystem) wurde durch Ian Murdock gegründet.
17. August
Als neues Mitglied wurde Turkmenistan in die UNESCO aufgenommen.
18.August
Die palästinensische Terrororganisation al-Dschihad versuchte ein erfolgloses Attentat auf den ägyptischen Innenminister Hassan Al-Alfi.
18. August
Das Wahrzeichen der Stadt Luzern (Schweiz), die Kapellbrücke, die die älteste überdachte Holzbrücke Europas war, wurde bei einem Brand fast vollständig zerstört.
23. August
In Bischkek (Kirgisistan) wurde ein Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kirgisistan unterzeichnet, das am 22. Juli 2002 in Kraft trat.
27. August
Im Kreis Gonghe (chinesische Provinz Qinghai) riss eine Flutwelle beim Bruch des Gouhou-Dammes mindestens 240 Menschen in den Tod. Etwa 3.000 Chinesen verloren ihr Obdach.
28. August
Die Republik Herceg-Bosna, die während des Bosnienkrieges ausgerufen und zu deren Präsidenten Mate Boban bestimmt worden war, erhielt keine internationale staatliche Anerkennung.
30. August
In Casablanca (Marokko) wurde die Hassan-II.-Moschee eingeweiht. Sie ist der zweitgrößte islamische Sakralbau der Welt.

September 1993

1. September
In der Bundesrepublik Deutschland wurde der Besitz und die Besitzverschaffung von Kinderpornografie unter Strafe gestellt.
1. September
In Berlin starb der deutsche Bildhauer Fritz Cremer, der am 22. Oktober 1906 in Arnsberg im Sauerland geboren worden war.
2. September
Eritrea wurde als neues Mitglied in die UNESCO aufgenommen.
7. September
Ebenfalls neues Mitglied der UNESCO wurden die Salomonen.
9. September
Bei Ausschachtungsarbeiten für eine Tiefgarage in Trier wurde nahe der Römerbrücke ein Schatz mit 2.558 römischen Goldmünzen gefunden. Der geschätzte Wert beträgt etwa 2,6 Millionen Euro.
12. September
Der SPD-Politiker Christian Ude wurde Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt München.
13. September
In Washington, D. C. unterzeichneten der Ministerpräsident Israels, Yitzhak Rabin und Yasser Arafat (Palästina) die „Prinzipienerklärung über die vorübergehende Selbstverwaltung“. 
14. September
Der erste Plutino unter den transneptunischen Asteroiden, der „1993 RO“, wurde entdeckt. Seine Umlaufzeit beträgt 249 Jahre wie bei Pluto. Seine Größe beträgt etwa 140 km.
16. September
Der zweite (1993 SB) und der dritte Plutino (1993 SC) wurden entdeckt. Die Umlaufzeiten betragen 248 bis 251 Jahre, die Größen betragen ungefähr 200 und 300 km.
21. September
In Russland begann die Verfassungskrise. Präsident Boris Jelzin löste das Parlament auf. Politische Gegner besetzten das Gebäude. Bei der Aktion kamen zahlreiche Menschen ums Leben.
22. September
Im US-amerikanischen Bundesstaat Alabama kam es zu einem Zugunglück, bei dem 47 Menschen ums Leben kamen.
24. September
Aserbaidschan trat der Nachfolgeorganisation der Sowjetunion, der GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten) bei.
24. September
In Kambodscha wurde Norodom Sihanouk König des Landes.
24. September
Die Verfassung Kambodschas als Königreich wurde verkündet.
26. September
Für die Einführung des 1. August als arbeitsfreien Nationalfeiertag wurde in der Schweiz eine Volksinitiative angenommen.
27. September
In Abchasien wurden beim „Massaker von Sochumi“ mehr als 7.000 georgische Zivilisten umgebracht.
29. September
Ein Erdbeben der Stärke 6,2 verwüstete in Indien die Region Latur/Killari. Es kamen mindestens 9.750 Menschen ums Leben.
30. September
Die georgischen Truppen verloren ihre militärischen Aktion gegen Abchasien.

Oktober 1993

1. Oktober
Der britische Boxer Lennox Lewis gewann seinen Boxkampf gegen seinen Landsmann Frank Bruno im Arms Park in Cardiff (Wales) durch technischen K.O. und wurde Weltmeister im Schwergewicht.
3. Oktober
In Aserbaidschan wurde Heydär Äliyev Präsident des Landes.
3. Oktober
In Somalia begann die Schlacht von Mogasdischu, die als Operation Irene oder als Black Hawk Down bekannt wurde. Sie dauerte zwei Tage und war eine Auseinandersetzung zwischen US-amerikanischen Soldaten einer UNO-Mission aus Malaysia und Pakistan und somalischen Milizionären im Rahmen des somalischen Bürgerkrieges.
3. Oktober
Im Zuge der russischen Verfassungskrise ließ Präsident Boris Jelzin das russische Parlament beschießen.
3. Oktober
In Magdeburg (Sachsen-Anhalt) ging aus der Vereinigung von drei Hochschulen die Otto-von-Guericke-Universität hervor.
5. Oktober
Die UNAMIR-Mission (United Nations Assistence Mission for Rwanda, dt.:     Unterstützungsmission der Vereinten Nationen für Ruanda) der Vereinten Nationen wurde nach Ruanda entsandt, um bei der Durchsetzung des Arusha-Abkommens behilflich zu sein.
5. Oktober
Im Augsburger Rosenaustadion fand das erste Benefizspiel des DFB statt. Die Nationalmannschaft trat gegen die Auswahl ausländischer Bundesligaspieler („Bundesliga international“) an. Das Motto der Veranstaltung war: „Friedlich miteinander – mein Freund ist Ausländer“ war gewählt worden, weil mit diesem Spiel ein Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit gesetzt werden sollte.
8. Oktober
 Georgien stellte einen Antrag auf Aufnahme in die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).
12. Oktober
Vom Bundesverfassungsgericht wurde der Vertrag von Maastricht im „Maastricht-Urteil“ gebilligt. Jedoch musste der deutsche Gesetzgeber bei der Umsetzung im Hinblick auf die demokratische Legitimation der Europäischen Union Auflagen beachten.
14. Oktober
In der Hauptstadt Kambodschas, in Phnom Penh, musste die deutsche Bundeswehr bei einem U-Auslandseinsatz ihr erstes Todesopfer beklagen.
19. Oktober
Die Grungeband „Pearl Jam“ veröffentlichte ihr zweites Studioalbum mit dem Titel „Vs.“. Es wurde zu jener Zeit das am schnellsten verkaufte Album aller Zeiten. Nach der Veröffentlichung dauerte es keine ganze Woche, da waren schon 1.000.000 Exemplare verkauft.
20. Oktober
 Als neues Mitglied wurde der Kleinstaat Andorra in die UNESCO aufgenommen.
21. Oktober
Bei einem Putschversuch in Burundi wurde der Staatspräsident Melchior Ndadaye ermordet, der am 10. Juli 1993 das Präsidentenamt übernommen hatte.
24. Oktober
In Nürnberg (Bundesland Bayern, Mittelfranken) wurde die Straße der Menschenrechte eröffnet.
26. Oktober
Neue Mitglieder der UNESCO wurden Usbekistan und Niue.

November 1993

1. November
Der Vertrag über die Europäische Union (EUV), der als „Vertrag von Maastricht“ am 7. Februar 1992 unterzeichnet worden war, trat in Kraft.
12. November
Nach 100 Jahren lief die seit 1893 existierende Durand-Linie (Demarkationslinie zwischen Afghanistan und Pakistan) der Briten ab.
22. November
In Armenien wurde der Dram als neues Zahlungsmittel eingeführt. Er löste den Rubel ab. Es wurden 200 Rubel gegen 1 Dram getauscht.

Dezember 1993

2. Dezember
Um im Rahmen de STS-61-Mission die erste Wartung am Hubble-Weltraumteleskop durchführen zu lassen, startete das Space Shuttle „Endeavour“. Ziel war, künftig unscharfe Bilder des Teleskops zu verhindern.
2. Dezember
Zwischen Deutschland und Namibia wurde ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen.
4. Dezember
Im Großen Haus der Württembergischen Staatstheater in Stuttgart hatte das Ballett „Mata Hari“ von Dmitri Schostakowitsch seine Uraufführung durch das Stuttgarter Ballett. Renato Zanello hatte die Choreografie und das Libretto übernommen.
5. Dezember
Im Davis-Cup-Finale gewann Deutschland mit Michael Stich und Marc-Kevin Goellner gegen Australien. Das Finale hatte in Düsseldorf am 3. Dezember 1993 begonnen.
5. Dezember
Nach demokratischen Wahlen in Gabun wurde Omar Bongo Ondimba erneut Staatspräsident des Landes.
5. Dezember
Bei einem Briefbombenattentat wurde der Wiener Bürgermeister Helmut Zilk verletzt.
7. Dezember
Der Staatspräsident der Elfenbeinküste (Côte d’Ivoire), Félix Houphouët-Boigny verstarb. Er war seit 1960 der erste Staatspräsident des Landes gewesen.
12. Dezember
In Russland fanden die ersten freien Wahlen statt.
18. Dezember
Für 2,4 Millionen US-Dollar wurde in Las Vegas das MGM Grand Hotel eröffnet. Mit 5.044 Zimmern gehört es zu den weltweit größten Hotels.
19. Dezember
In Guinea fanden die ersten demokratischen Präsidentschaftswahlen statt, bei denen Staatspräsident Lansana Conté in seinem Amt bestätigt wurde.
23. Dezember
In Koblenz erreichte das so genannte Weihanchtshochwasser des Rheins einen Pegelstand von 9,25 Metern, den höchsten Stand seit 1784 mit 10,20 Metern.
25. Dezember
In Bonn wurde ein Hochwasser-Pegel von 10,13 Metern gemessen, der höchste Stand des 20. Jahrhunderts. Ursächlich waren die heftigen Regenfälle, die bereits Anfang Dezember eingesetzt hatten und vor allem den Rhein und die Mosel betrafen, die durch die Zuflüsse von Main und Nahe anstiegen.
30. Dezember
Zwischen Israel und dem Vatikan wurde die Aufnahme diplomatischer Beziehungen beschlossen.
30. Dezember
Mit Sitz in Almaty wurde in Kasachstan die Kasachische Börse gegründet.
31. Dezember
Das südamerikanische Land Peru gab sich eine neue Verfassung und wurde eine Republik.

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Bedeutung der Vornamen
Die beliebtesten Vornamen, von ausgefallen bis beliebt. Vornamenlexikon
Nobelpreise 1993 Nobelpreisträger
Nobelpreis Physik: Russell A. Hulse und Joseph H. Taylor Jr.
Nobelpreis Chemie: Kary Mullis und Michael Smith
Nobelpreis Medizin: Richard John Roberts und Phillip A. Sharp
Nobelpreis Literatur: Toni Morrison
Friedensnobelpreis: Nelson Mandela und Frederik Willem de Klerk
Wirtschaftswissenschaft: Robert Fogel und Douglass North
Nachrichten 1993 in der Presse
Humala schwört Fujimoris Verfassung ab
amerika21.de
Die derzeitige Magna Charta wurde 1993 während der Regierungszeit von Alberto Fujimori (1990-2000) verabschiedet, der heute wegen Menschenrechtsverbrechen und Korruption im Gefängnis sitzt. Die Fujimori ergebene Abgeordnete Martha Chávez nannte Humala .... >>>
Das 1000. Konzert: Jubiläum von "Die Happy" in Ulm
Augsburger Allgemeine
Die Happy, die 1993 gegründete Alternative-Rockband um Marta Jandová und Gitarrist Thorsten Mewes, gibt am 11. Februar kommenden Jahres im Ulmer Roxy ihr 1000. Konzert. Das bereits jetzt ausverkauft ist. Über dieses Jubiläum und über die Möglichkeit, ..... >>>
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Berliner Geschichten: Ein Bericht aus der DDR-Opposition 1975-1993 Info
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Was passierte 1993
Autojahr 1993
Charts 1993
Filmjahr 1993
Literaturjahr 1993
Modejahr 1993
Musikjahr 1993
Politjahr 1993
Sportjahr 1093
Geburtstage 1993
Januar
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Mai
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August
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Oktober
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Benzinpreis 1993
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