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Chronik 1992 - Honecker in Haft – Europäische Union im Werden

Zu Beginn des Jahres, am 7. Februar, wurde mit dem Maastrichter Vertrag die Europäische Union endgültig Realität, deren Anfänge in den 1950er Jahren liegen. Der Vertrag sollte im kommenden Jahr in Kraft treten.  Im selben Monat sah sich der UN-Sicherheitsrat gezwungen, in die Kämpfe einzugreifen, die im auseinanderbrechenden Jugoslawien eskalierten.  Eine moderne Veränderung ganz anderer Art vollzog sich in Spanien. Dort widerrief König Juan Carlos I. das Alhambra-Edikt, einen Erlass, der eine beispiellose Vertreibung von Juden beinhaltete, sofern sie nicht zum christlichen Glauben übergetreten waren. Dieser Erlass stammte aus dem Jahr 1492 und war mehr als überholt, zumal die Juden in Spanien vor dem Edikt integrativ und angesehen in Spanien gelebt hatten. Nun, 500 Jahre später, war diese Bestimmung endgültig außer Kraft gesetzt worden.  Schlagzeilen machte in dem Jahr auch die Rückkehr des einstigen DDR-Staatschefs Erich Honecker, der in Moskau Zuflucht in der dortigen chilenischen Botschaft gesucht hatte. Auf dem Berliner Flughafen wurde er bei seiner Ankunft verhaftet.  Der Ostteil Deutschlands war nach der Wende durchaus nicht in eine blühende Landschaft verwandelt worden. Die soziale Stimmung war angespannt und bildete einen gefährlichen Nährboden für rechtsradikale Kräfte, was sich im August in Pogromen gegen Asylbewerber in Rostock zeigte. Mölln erwarb sich etwas später einen ebensolchen, negativen Ruhm.  Und in den USA wurde Bill Clinton zum Präsidenten gewählt.
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Am meisten gefragt...
Wer war 1992 Bundeskanzler?
Helmut Kohl war 1992 Bundeskanzler
Wer war 1992 Bundespräsident?
Richard von Weizsäcker war Bundespräsident 1992
Wer war 1992 Präsident der Vereinigten Staaten?
1992 war George H. W. Bush amerikanischer Präsident
Wer war 1992 deutscher Meister?
Der VfB Stuttgart war deutscher Meister 1992
Wer war 1992 Fußball-Europameister?
Dänemark wurde 1992 in Schweden Fussball Europameister
Wer war 1992 Formel 1 Weltmeister?
Nigel Mansell war mit Williams-Renault Formel 1 Weltmeister 1992
Wichtige Ereignisse 1992 & Schlagzeilen 1992

Januar 1992

Der Januar 1992
Das Jahr begann mit dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, kurz, über die Stasi-Unterlagen. Wenngleich die Bemühungen der einstigen Stasi-Mitarbeiter groß gewesen waren, im November 1989 Akten und Dokumente zu vernichten, so war dies glücklicherweise nicht gelungen. Die meisten Unterlagen waren vorhanden und ließen sich in Karteien, Akten, audio-visuelle Medien und maschinenlesbare Daten wie Disketten, Magnetbänder, Magnetplatten und Datenbanken aufteilen. Zudem existierten noch rund 15.500 Behältnisse mit bisher ungesichtetem, teils zerrissenem Schriftgut. Nun also regelte ein Gesetz die Verwendung der Unterlagen, die vom „Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR“ (BStU), so die offizielle Bezeichnung, verwaltet wurden. Letztendlich war es ein wertvolles Stück Geschichte, dass es aufzuarbeiten galt. So manchen holte eine Stasi-Vergangenheit schneller ein, als es wünschenswert war. Aber das gehörte auch zur Aufarbeitung. Beispielsweise musste der Ministerpräsident von Brandenburg einräumen, Stasi-Kontakte gehabt zu haben. Natürlich wehrte sich Stolpe vehement dagegen, selbst Mitarbeiter gewesen zu sein. Abgestritten wurde viel, ein Makel blieb nach solchen Vorwürfen an den meisten hängen.
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Februar 1992

Der Februar 1992
Zahlreiche Politiker und Personen des wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens mussten sich mit Vorwürfen auseinandersetzen, in denen ihnen Stasi-Kontakte oder gar eine Mitarbeit angelastet wurde. So auch der CDU-Politiker Josef Duchac. Er war im Januar von seinem Amt als Ministerpräsident des Landtags von Thüringen zurückgetreten. Des Vertrauens seiner Fraktion konnte er nach den Stasi-Kontakt-Vorwürfen nicht mehr sicher sein. Dabei hatte hatte er Mitte Dezember 1991 einen ersten Misstrauensantrag der SPD glimpflich überstanden. Und nun trat Bernhard Vogel die Nachfolge im Amt als thüringischer Ministerpräsident an. Der war erfahren, schließlich war er schon einmal Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz gewesen. Duchac sollte sich jedoch noch im Laufe des Jahres gänzlich „freistrampeln“. Er legte auch sein Landtagsmandat nieder und weil manche Menschen immer wieder auf die Füße fallen, übernahm Duchac später die Leitung verschiedener Auslandsvertretungen der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung und war in deren Auftrag in der Welt unterwegs. Und auch der Brandenburgische Ministerpräsident Manfred Stolpe sah sich Stasi-Vorwürfen ausgesetzt. Um dies genauer zu untersuchen, hatte der Landtag von Brandenburg einen Ausschuss eingesetzt.
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März 1992

Der März 1992
Die Erforschung des Weltraums und damit verbundene Weltraumflüge, bemannt oder unbemannt, waren längst keine Sensationsschlagzeilen mehr in den Medien. Dennoch waren es Meldungen, die durchaus Aufmerksamkeit in der Bevölkerung hatten. Einmal mehr, als der deutsche Forschungskosmonaut Klaus-Dietrich Flade als Mitglied der „Mir-92“-Mission ins All flog. Mit der „Sojus TM 14“ war er vom Weltraumbahnhof Baikonur (Kasachstan) aus zu einem Flug in den Weltraum gestartet. Vom Flugzeugmechaniker zum Kosmonauten, eine steile Karriere, für die er u. a. die Offiziersschule der Luftwaffe in Neubiberg bei München absolviert hatte. Als Diplom-Ingenieur und Testpilot für „Starfighter“ und „Tornado“ hatte Flade beste Voraussetzungen. Und er landete wohlbehalten am 25. März wieder auf der Erde. Bemerkenswert war, dass die Vorbereitungen für die Mission zur Raumstation „Mir 92“ noch in der Zeit begonnen hatte, als die Sowjetunion noch als Ganzes existierte. Die Raumstation wurde nach dem Zerfall von der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos weiterbetrieben. Sie kooperierte erfolgreich auf internationaler Ebene und schließlich gipfelte die Zusammenarbeit mit der NASA in dem Shuttle-Mir-Programm. Die Raumstation „Mir“ gilt zusammen mit dem Sputnik 1957 und Gagarins Erstflug 1961 zu den größten Erfolgen sowjetischer und russischer Raumfahrt.
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April 1992

Der April 1992
Die moderne Zeit hatte sich auch in kirchlichen Kreisen breitgemacht. Das beste Beispiel dafür spielte sich in Hamburg ab. Dort hatte die Nordelbische Landessynode mit klarer Mehrheit die Pröpstin Maria Jespen mit klarer Mehrheit zur ersten evangelisch-lutherischen Bischöfin der Welt gewählt. Und auch in Spanien hatte die Moderne Einzug gehalten. Der spanische König Juan Carlos I. hatte das Alhambra-Edikt von 1492 widerrufen, in dem die Vertreibung der Juden angeordnet worden war. Das war wohl auch höchste Zeit, denn so ein mittelalterliches Edikt (Decreto de la Alhambra, auch bekannt als Edicto de Granada) war wahrlich nicht mehr zeitgemäß. Damals hatte das Edikt die Vertreibung der Juden aus allen Territorien der Krone von Kastilien und der Krone von Aragón zum 31. Juli 1492 vorgesehen, sofern sie bis dahin nicht zum Christentum übergetreten waren. Das Ganze lag 500 Jahre zurück! Als am 16. Dezember 1968 die Synagoge in Madrid eingeweiht worden war, hatte zwar die spanische Regierung das Edikt für unwirksam erklärt, aber die unwiderrufliche Außerkraftsetzung fand eben erst im April 1992 statt. Und anlässlich des 500. Jahrestages des Alhambra-Ediktes hatte das spanische Parlament ein Kooperationsabkommen mit dem Verband der jüdischen Gemeinden in Spanien verabschiedet, das die Beziehungen zwischen dem spanischen Staat und den Bürgern jüdischer Konfession regelte. 17,5
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Mai 1992

Der Mai 1992
Angekündigt hatte er es vor einer Weile, nun war es Realität geworden: Der deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher war nach 18 Jahren Amtszeit aus Altersgründen zurückgetreten. Der FDP-Politiker war seit 1974 fast ununterbrochen Bundesminister des Auswärtigen und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und das sowohl unter der Kanzlerschaft von Helmut Schmidt als auch nach dem Regierungswechsel unter Helmut Kohl gewesen. Genscher gilt als historische Schlüsselfigur. Er trat zeitlebens entschlossen und mit großem diplomatischem Geschick für die Überwindung der Teilung Europas und Deutschlands sowie des Kalten Krieges ein. Besonders berühmt wurde seine Aktion, mit der er am 30. September 1989 vom Balkon der Prager Botschaft den Tausenden dorthin geflohenen DDR-Bürgern ihre Ausreise per Sonderzug verkündet hatte. Dem vorausgegangen waren lange Verhandlungen mit dem sowjetischen Außenminister Eduard Schewardnadse. Als Genscher in diesem Monat aus der Bundesregierung austrat, hatte er ihr insgesamt 23 Jahre angehört. Er war zu jenem Zeitpunkt der dienstälteste Außenminister. Seine Nachfolge hatte der bisherige Justizminister Klaus Kinkel übernommen, den Bundespräsident Richard von Weizsäcker zum neuen Außenminister ernannt hatte.
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Juni 1992

Der Juni 1992
Mit einem der ersten Filme, die von der Filmstiftung NRW gefördert wurden, hat eben diese Filmstiftung einen ausgezeichneten Griff getan. „Schtonk“ kam in die Kinos und wurde im Juni als bester Streifen mit einem Filmband in Gold ausgezeichnet. Dieser deutsche Satire-Film basiert auf der Veröffentlichung der gefälschten Hitler-Tagebücher in der Hamburger Illustrierten „Stern“ im Jahr 1983. Unter der Regie von Helmut Dietl war der Film mit großer Besetzung (Uwe Ochsenknecht, Götz George, Christiane Hörbiger, Rolf Hoppe, Ulrich Mühe u. a.) ein echtes Kino-Highlight geworden. 1983 hatte die Hamburger Illustrierte die gefälschten Tagebücher für 9,3 Millionen Mark von dem Maler Konrad Kujau erworben. Schon einen Tag nach der Veröffentlichung der Sensationsausgabe des „Stern“, die natürlich wie eine Bombe eingeschlagen hatte, war anhand eines Gutachtens des Bundeskriminalamtes klar gewesen, dass alle angeblichen Hitler-Tagebücher eine Fälschung gewesen waren. Und der Film präsentierte diese Geschichte mit vielen Details und der gehörigen Portion Ironie. Keine Satire und auch keine Fälschung war hingegen das Gesetz des Bundestages, das die Rehabilitierung und Entschädigung von Opfern der politischen DDR-Strafjustiz zum Inhalt hatte. Für jeden zu Unrecht erlittenen Hafttag sollten maximal 450 DM gezahlt werden.
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Juli 1992

Der Juli 1992
Die Schlagzeilen waren angefüllt mit Meldungen über den Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien. Anfang des Monats war von der UNO eine Luftbrücke beschlossen worden und angelaufen zur Unterstützung der notleidenden Bevölkerung in der von Serbien eingeschlossenen bosnischen Hauptstadt Sarajevo. Auch die ersten Transportflugzeuge der deutschen Luftwaffe waren zur Beteiligung an dieser Luftbrücke gestartet. Außerdem hatte die Bundesregierung die Teilnahme der Marine an der Überwachung des UN-Embargos gegen Serbien und Montenegro in der Adria beschlossen. Zudem hatten der Bund und die Länder sich auf humanitäre Hilfe für Flüchtlinge aus Bosnien-Herzegowina geeinigt. Am 25. Juli waren die ersten Bürgerkriegsopfer in Deutschland eingetroffen. Das am 5. Juni vom Deutschen Bundestag verabschiedete sogenannte Asylbeschleunigungsgesetz war schon zu Beginn des Monats in Kraft getreten. Friedlich ging es auch in Italien nicht zu. Dort waren der engagierte Kämpfer gegen die Mafia, der Richter Paolo Borselino, und fünf Leibwächter seiner Eskorte in der sizilianischen Hauptstadt Palermo bei einem Sprengstoffattentat ums Leben gekommen. Die Mafia war nach wie vor eine undurchschaubare Verbrecherorganisation. 
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August 1992

Der August 1992
Um dem Bürgerkrieg in Bosnien-Herzegowina zu entkommen waren bereits Züge mit rund 5.000 Flüchtlingen in Deutschland eingetroffen. Die Nachrichten aus der Region waren durchweg dramatisch. Es ging nicht nur um Todesopfer. Die Angriffe wurden immer heftiger. Bei der am Beginn des Monats begonnen Offensive serbischer Verbände gegen Ortschaften in Bosnien-Herzegowina waren mittlerweile auch Raketen eingesetzt worden. Bei der Belagerung der Hauptstadt Sarajevo war ein durch Kriegseinwirkungen ausgelöste Brand der Nationalbibliothek Bosnien und Herzegowina ausgebrochen. Die serbische Armee hatte die Nationalbibliothek beschossen. Der Brand vom 25. August reichte bis in die Nacht des nächsten Tages hinein und zerstörte Tausende unersetzliche Werke. Mehr als zwei Millionen Bücher und Dokumenten wurden ein Fraß der Flammen. Unrettbar verloren, auch wenn die Jugoslawien-Konferenz, die am Tag darauf in London eröffnet worden war, die Einstellung sämtlicher Kämpfe in Bosnien-Herzegowina forderte, so waren doch das Worte die im Beschuss-Lärm verhallten. Die beste Nachricht des Monats: Michael Schumacher hatte mit Benetton einen Sieg in Belgien eingefahren, und somit sein erstes Formel-I-Rennen gewonnen.
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September 1992

Der September 1992
Aufatmen nach einer 24-jährigen Verhandlung! In Genf (Schweiz) hatte die Abrüstungskonferenz von 39 Staaten nach jahrelangen Verhandlungen endlich einen Vertrag über die weltweite Vernichtung aller chemischen Waffen verabschiedet. Während darüber allgemein Erleichterung empfunden wurde, hielt es andere nicht davon ab, Brandanschläge zu verüben. Die brandenburgische Stadt Ketzin kam durch einen derartigen Brandanschlag in die Schlagzeilen, als dort ein Asylbewerberheim durch Feuer zerstört wurde. Ebenfalls in der Nähe von Berlin war ein Brandanschlag verübt worden. Perfiderweise auf die jüdische Baracke im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen, die dadurch zerstört wurde. Wie sehr das rechstradikale Gedankengut in den Menschen erneut Fuß gefasst hatte, zeigte sich auch im Bundesland Sachsen, wo bei einer Polizeiaktion gegen Rechtsextremisten nationalsozialistische Schriften und Waffen sichergestellt worden waren. Sieben Rechtsradikale waren festgenommen worden, junge Leute, die nie die Grausamkeiten des Nationalsozialismus erleben mussten. Und immer wieder warnten Politiker dafür, auch Bundespräsident Richard von Weizsäcker hatte beim Besuch eines Asylbewerberheims in Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen, der Gewalt gegen Ausländer massiv entgegenzutreten. .
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Oktober 1992

Der Oktober 1992
Diese Meldung war besorgniserregend: Der Block drei des Kernkraftwerks Tschernobyl war wieder ans Netz gegangen. Der Atomunfall von 1986 saß noch tief in den Köpfen der Menschen. In Tschernobyl selbst und im Umland hatten viele Menschen immer noch mit den Folgeerkrankungen zu kämpfen. Die Auswirkungen der Nuklearkatastrophe vom 26. April 1986 waren weltweit spürbar gewesen, nicht sofort, aber durch die Wetterverhältnisse und den sauren Regen verbreitete sich die Radioaktivität. Zwar hatte sich der Atomunfall im Block vier ereignet, aber das machte die Sache nicht beruhigender. Für die Menschen verband sich Tschernobyl generell mit diesem Ereignis. Und dass in Weißrussland, in Witebsk, 20 Arbeiter bei einem Nuklearunfall in einem Gießereibetrieb verstrahlt wurden, machte das Ganze nicht besser. Und beruhigend war es auch nicht, als im Hauptbahnhof von Frankfurt am Main im Oktober von Polizeibeamten zwei Behälter mit radioaktivem Material gefunden wurden. Damit war den Ermittlungsbehörden die Aufdeckung des bislang größten Handels mit atomaren Stoffen gelungen, aber erschreckend war dennoch, dass damit überhaupt auf kriminelle Weise Handel getrieben wurde. Wie sagte der Papst so richtig? Theologen müssten sich über die wissenschaftlichen Ergebnisse informieren. Er sagte es allerdings im Zusammenhang mit Galileo Galilei.
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November 1992

Der Oktober 1992
Seit dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 in der chinesischen Hauptstadt Peking waren die deutsch-chinesischen Beziehungen stark angekratzt gewesen. Nun war der deutsche Außenminister Klaus Kinkel nach China gereist und als sei nichts gewesen, erklärte er, dass die Beziehungen zwischen Deutschland und China durchaus wieder als normalisiert angesehen werden könnten. So einfach war das. Die Menschenrechtsverletzungen und gerade auch die Ereignisse von 1989 in Peking waren jedoch aus den Köpfen vieler Menschen längst noch nicht verschwunden. Auf politischer Ebene anscheinend schon. Derweil hatten die Vereinigten Staaten mit Bill Clinton ihren 42. Präsidenten gewählt, der auf der ersten Pressekonferenz nach der Wahl am 3. November Leitlinien seiner Politik erläuterte. Die zunehmende Fremdenfeindlichkeit in Deutschland hatte hunderttausende Bürger auf die Straße getrieben. In Berlin hatten 350.000 Menschen gegen Fremdenhass und Ausländerfeindlichkeit demonstriert. Dass die Protestkundgebung dann von wenigen hundert Demonstranten gestört wurde, hatte kaum Einfluss auf die friedliche Kernaussage des Protestes. Schlimm genug allerdings, dass letztendlich der Wehrbeauftragte des Bundestages, Alfred Biehle, zugeben musste, dass sich Soldaten der Bundeswehr bei gewalttätigen Auseinandersetzungen mit ausländerfeindlichem Hintergrund am Tod von drei Menschen schuldig gemacht hatten.
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Dezember 1992

Der Dezember 1992
Die Nobelpreise sind große Ehrungen, vor allem der Friedensnobelpreis. Im Jahr 1992 hat das Nobelpreiskomitee diesen Friedensnobelpreis an die Quiché-Indianerin und Menschenrechtsaktivistin Rigoberta Menchú aus Guatemala vergeben. Bis dahin war sie jüngste Preisträgerin des Friedensnobelpreises überhaupt. Weltweit bekannt geworden war die so Geehrte durch ihre Menschenrechtsarbeit und ihren unermüdlichen Einsatz für die Ureinwohner, vor allem die Maya. In ihrer Rede bei der Verleihung des Friedensnobelpreises sagte sie u. a.: „Ich betrachte diesen Preis…[…]als einen großen Sieg im Kampf um Frieden, um Menschenrechte und um die Rechte der eingeborenen Völker, die die ganzen 500 Jahre lang vertrieben und zu Opfern von Genozid, Unterdrückung und Diskriminierung wurden…“ Ebenfalls im Dezember hatte der britische Premierminister John Major im Unterhaus die Trennung des Thronfolgers Prinz Charles und seiner Frau Diana bekanntgegeben. Keine erfreuliche Schlagzeile für das britische Königshaus. Aber nicht alle royalen Schlagzeilen waren so. Es gab noch die Meldung, dass Prinzessin Anne in der Pfarrei von Schloss Balmoral, dem schottischen Sitz der britischen Könige, in zweiter Ehe den ehemaligen Adjutanten der Königin, Thimothy Laurence geheiratet hatte. Vielleicht war das ja ein tröstlicher Ausgleich zum Jahresausklang.
Alle Ereignisse im Dezember 1992
Die Geschenkidee
Das ideale Geschenk. Eine Zeitung von 1992. Was war los in Politik, Sport oder Kultur? Als Geschenk eine original historische Tageszeitung oder Illustrierte z.B. als Geburtstagszeitung zum Geburtstag oder Hochzeitszeitung zur goldenen Hochzeit. Zeitschriften von 1992.
Originalzeitung 1992

Die beliebtesten Vornamen im Jahre 1992

Mädchennamen:
Julia, Lisa, Anna, Melanie, Sarah, Kim, Lena, Vanessa, Jennifer, Laura, Jana 
Jungennamen:

Jan, Marcel, Patrick, Dennis, Daniel, Fabian, Tim, Philipp, Kevin, Alexander
Bedeutung der Vornamen
Die beliebtesten Vornamen, von ausgefallen bis beliebt. Vornamenlexikon

Nobelpreise 1992 Nobelpreisträger

Nobelpreis Physik: Georges Charpak
Nobelpreis Chemie: Rudolph A. Marcus
Nobelpreis Medizin: Edmond H. Fischer und Edwin G. Krebs
Nobelpreis Literatur: Derek Walcott
Friedensnobelpreis: Rigoberta Menchú Tum
Wirtschaftswissenschaft: Gary S. Becker

Nachrichten 1992 in der Presse

Tennis-WM: Söderling stürmt von der Ersatzbank ins Halbfinale
WELT ONLINE
Dennoch wird der Tennisprofi dieser Tage oft darauf angesprochen.1992 war Dänemark als Nachrücker kurzfristig zur Fußball-EM nach Schweden gereist, ...  >>>
Strombergs Dienstwagen wird versteigert
RP ONLINE
Es handelt sich um einen betagten Subaru Legacy, Baujahr 1992, mit kleineren Macken. Der Erlös geht an einen guten Zweck. Bernd Stromberg, Deutschlands ... >>>


Werbung 1992 Reklame



Im Jahre 1992

Die Bands Amon Amarth, Edguy, Fettes Brot und Hanson werden gegründet

Bücher und Informationen zum Jahrgang 1996

Wir vom Jahrgang 1992: Kindheit und Jugend
50 Jahre Popmusik - 1992 Buch und CD
Die V 100 der Deutschen Reichsbahn: Die Jahre 1992 bis 2010
WIR vom Jahrgang 1992 Kindheit und Jugend in der DDR
Das war 1992. Stern- Jahrbuch
Die Welt in meinen Augen. Autobiografie 1973 - 1992
Die U.S.-amerikanische Somaliaintervention 1992-1994
Filmchronik 1992 - Die Filme von 1992
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Das geschah 1993 >>

Was passierte 1992
Autojahr 1992
Charts 1992
Filmjahr 1992
Literaturjahr 1992
Modejahr 1992
Musikjahr 1992
Politjahr 1992
Sportjahr 1992
Geburtstage 1992
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Benzinpreis 1992
Normal 68,7
Super 76,7
Diesel 54,2
Heizölpreis 1992
24,2
Goldpreis 1992
353,00 $/oz
Mehrwertsteuer
14%
Sonstiges
Vornamen 1992
Nobelpreise 1992
Geschenkideen
Originalzeitung 1992
Jahrgangswein 1992
Chronik 1992: Jahrgang 1992
Chronik 1992