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Das Filmjahr 1987 Spielfilme

Das Fernsehjahr...
Thomas Gottschalk begann Fernsehgeschichte zu schreiben. Er moderierte nach Frank Elstner und Jürgen Lippert seine erste Sendung „Wetten dass...“. Und eine Fernsehgeschichte, deren Ende das ganze Land in Trauer versetzte, schrieb Hänschen Rosenthal. Der beliebte Quiz- und Showmaster starb wenige Wochen vor seinem 62. Geburtstag. Vielleicht lag es daran, dass der Privatsender Eureka TV sich als Pro Sieben etabliert hatte? Das war halt nicht "Spiiiitze".
Durch Rudi Carell war die Fernsehwelt um einen Skandal reicher. Der Holländer lässt in seiner Show das iranische Staatsoberhaupt Chomeini in Damenunterwäsche wühlen. danach bekam er sogar Morddrohungen.

Und das Film- und Kinojahr
Oliver Stone stellte im Filmjahr 1987 seinen Antikriegsfilm „Platoon“ vor und die Kino-Community war begeistert. „Platoon“ zeigt verschiedene Gesichter des Vietnamkrieges im Jahre 1967 - und die Wirkung

auf die Soldaten. Der Film ist bis heute der erfolgreichste Vietnamkriegsstreifen, den es bisher gegeben hat. Kompliment! Insgesamt hat er weit über 138 Millionen US-Dollar eingespielt. Die Story: Chris Taylor (gespielt von Charlie Sheen) meldet sich – ohne großes Vorwissen – als Soldat freiwillig zum Militäreinsatz in Vietnam. Scheinbar ist Chris etwas sehr naiv an die Sache herangegangen. Denn vor Ort stellt sich das Soldatenleben irgendwie anders dar. Kameradschaft ist hier eher nicht angesagt. Außerdem erfährt er, dass gerade Neulinge als „Kanonenfutter“ angesehen werden. Und dann kommt es zum Einsatz an der Front! Die Kritik damals bescheinigte dem Filmemacher Stone, dass es ihm gelungen war, die Todesangst der Soldaten sichtbar machen zu können. Dafür gab es dann auch gleich vier Oscars: „Bester Film“ – „Beste Regie“ – „Bester Schnitt“ und „Bester Ton“. Zu dem wurde Oliver Stone auf der Berlinale 1987 mit dem Silbernen Bären für die „Beste Regie“ geehrt. Interessant ist, dass er seine autobiographischen Erlebnisse als amerikanischer Soldat in Vietnam in dem Script verarbeitet hatte. Außerdem konnte sich Stone mit dem Film einen festen Platz in der Regie-Riege Hollywoods erstreiten.
Auch der eher ruhige Film „Stand By Me – Geheimnisse eines Sommers“ wurde im Kinojahr 1987 gezeigt. In der Filmgeschichte geht es um vier Jungs – alle so um die zwölf Jahre alt – die sich auf die Suche nach einer Leiche eines Jungen machen wollen. Diese soll irgendwo in der Nähe ihrer amerikanischen Kleinstadt Castle Rock liegen. Die Jungs glauben, dass sie – wenn sie den Toten finden – auf die Titelseite des kleinen Stadtblättchens kommen und die Bewohner ihrer Stadt sie wie „kleine“ Helden feiern würden. „Stand by Me“ ist schönes und sehr spannendes Abenteuer, das unter anderem
mit viel Gefühl davon erzählt, wie merkwürdig manchmal das Erwachsenwerden sein kann. Regisseur Rob Reiner verfilmte die Story nach der Erzählung „Die Leiche“ von Stephen King
Im Filmjahr 1987 erfuhr die Kinowelt auch das erste Mal von „Crocodile Dundee“ – die australische Filmkomödie wurde ein richtiger Sommer-Kinoerfolg. Die Geschichte: die amerikanische Journalistin Sue Charlton (Linda Kozlowski) aus New York muss in das australische „Outback“ reisen. Hier will sie herauszufinden, ob die abenteuerlichen Geschichten um den Krokodiljäger „Crocodile Dundee“ (gespielt von Paul Hogan) wirklich stimmen. Als sie ihn kennenlernt, ist sie – trotz seiner völlig anderen Lebenseinstellung – fasziniert von ihm. Sue lädt ihn kurzerhand ein, ihr in ihren Großstadtdschungel New York zu folgen. Missverständnisse sind da natürlich vorprogrammiert! Der Film war 1987 in der Kategorie „Beste Drehbuch“ für einen Oscar nominiert. Zu dem bekam Paul Hogan 1987 einen Golden Globe-Award für die schauspielerische Leistung. Es gab bisher zwei weitere Fortsetzungen: „Crocodile Dundee II“ (1988) und „Crocodile Dundee in Los Angeles“ (2001). Die beiden Hauptdarsteller Paul Hogan und Linda Kozlowski spielten auch hier die Hauptrollen.
Als absoluter Erfolgsfilm mauserte sich „Dirty Dancing“ in den Kinos des Jahres 1987. Der Inhalt: Die 17-jährige „Baby“ (gespielt von Jennifer Grey) ist mit ihrer Familie in einem Feriencamp. Hier lernt sie den Tanzlehrer Johnny Castle (Patrick Swayze) kennen. Neben den (Standard)Tänzen, die er den ungelenkigen Touristen beibringen muss, tanzt er mit „Baby“ voller Leidenschaft nach
lateinamerikanischen Rhythmen. Als die eigentliche Tanzpartnerin von Johnny ausfällt, bekommt „Baby“ die Chance, für sie zu tanzen! Ob das gut geht!? Übrigens: die Filmmusik enthielt Songs von Roxette/„Be my Baby“ – Shirelles/“Will You Love Me Tomorrow“ – „She´s like the Wind“ von Hauptdarsteller Patrick Swayze und „The Time of my life“ von Bill Medley im Duett mit Jennifer Warnes! Den Song bekommt man nach einmaligem Hören nicht mehr aus dem Ohr! Also, seid vorsichtig!
Auch „Die Unbestechlichen“ zeigten sich in den Lichtspielhäusern im Filmjahr 1987. Der Streifen stammt von Regisseur Brian De Palma. Die Story spielt im Chicago der 1930er Jahre: der illegale Handel mit Alkohol blüht hier wie in kaum einer anderen Stadt. Verantwortlich dafür: Al Capone (gespielt von Robert DeNiro). Selbst die Polizei ist hier „käuflich“ – allerdings nicht mehr lange. Denn Eliot Ness (Kevin Costner) stellt sich ein Team zusammen, das mit der nötigen Härte gegen die Kriminellen vorgeht. U.a. dabei – der Streifenpolizist James Malone (Sean Connery) – George Stone (Andy Garcia) und Rekrut Oscar Wallace (Charles Martin Smith). Die Kritiken sagten damals über „Die Unbestechlichen“: der Film ist äußerst spannend und actionreich inszeniert – teilweise mit einem augenzwinkerndem Humor! Gerade das Finale im Bahnhof gehört zu den spannendsten Szenen der gesamten Filmgeschichte. Mehr geht nun wirklich nicht, oder!? Übrigens: Sir Sean Connery bekam für seine schauspielerische Leistung als Jim Malone einen Oscar. 1987 gab Sandra Bullock ihr Debüt in dem Film Hangman.

Debüts und Neuerscheinungen
Kristin Davis gibt in "Doom Asylum" Ihr Kino-Debüt.

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