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Konjunktur der Schminke
Den Auftakt des Musikjahres 1974 macht Joni Mitchel.
Die leicht in den Hintergrund geratene Künstlerin
veröffentlichte ihr monumentales Erfolgsalbum „Court
an Spark“. Zusammen mit der Singleauskopplung „Help
Me“ erreichte sie damit den kommerziellen Höhepunkt
ihrer Karriere. Auch die Grimassen-Rocker „Kiss“
veröffentlichten im Februar 1974 ihr Debüt-Album „Kiss“.
Die Mitglieder der Truppe präsentierten sich mit
Lippenstift, weißer und schwarzer Schminke verziert
auf dem Cover der neuen Scheibe. Die Kollegen der
Band „Yes“ feierten derweil mit tausenden Anhängern
im Madison Square Garden. Die Mini-Konzertreihe
dauerte zwei Tage lang und das Gelände vollständig
besetzt. Ohne dass die Show groß beworben wurde,
waren die Konzerte bereits an den ersten beiden
Abenden ausverkauft.
Schrille Persönlichkeiten
Neuen Raum für Illusionen bereitete die
außergewöhnliche Musikerin Cher ihren Männlichen
Fans. Diese ließ sich von Noch-Ehemann Sonny Bono
scheiden und machte damit künftigen Platz für neue
Liebhaber. Das einstige Vorzeigepaar konnte die
andauernden Spannungen in der Beziehung nicht länger
ertragen und willigten einvernehmlich in die
Trennung ein. In New York traten derweil die
Punk-Urgesteine „The Ramones“ ihren Debüt-Auftritt
an. Die Punker gaben am 30. März im Performance
Studio der Hauptstadt zum ersten Mal ein eigenes -
kommerzielles - Konzert. Die Band selber war erst
zwei Monate zuvor gegründet worden. Bis heute gelten
die „Ramons“ international als die Mitbegründer des
Punk-Rocks.
Trauriges Jahresende
Nachdem 1971 der berühmte „The Doors“-Sänger Jim
Morrison von den Lebenden geschieden wurde, verstarb
am 25. April 1974 nun auch seine Frau Pam Morrison.
Sie wurde tot in ihrer Wohnung in Hollywood
gefunden. Als Todesursache wurde eine Überdosis
Heroin angegeben. Nicht ganz so dramatisch war der
Austritt von Mick Taylor aus der Band „The Rolling
Stones“. Er quittierte seine Karriere nach sechs
Jahren der Treue. Die „Stones“ hatten bereits ein
Tonstudio in München für ihre neuen Projekte
gebucht, als Taylor kurzerhand die Band verließ. Er
hatte nach eigener Aussage „die Schnauze voll“.
Personelle Veränderungen gab es auch bei „Alice
Cooper“. Die Band löste sich zunächst vollständig
auf. Frontmann Vincent Furnier entschloss sich
kurzfristig dazu, sich in „Alice Cooper“
umzubenennen und begann unter diesem Synonym seine
Solo-Karriere. Vom Grand Prix
Eurovision zur Weltkarriere
Die 1971 gegründete Band
ABBA
siegte beim Grand Prix Eurovision mit "Waterloo"
ganz deutlich vor den anderen Teilnehmern, danach
folgte eine Beispiellose Kariere mit zahlreichen
Hits. Debüts und
Neuerscheinungen
Tina Turner bringt Ihr erstes
Soloalbum "Tina Turns the Country On" auf den Markt.
Chris de Burgh veröffentlichte sein erstes
Studioalbum "Far Beyond These Castle Walls". |