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Das Aussterben einer Ära
1970 gilt in der Geschichte der internationalen
Musik als das Jahr in dem die Generation „Love &
Peace“ ausstarb. Der erste Schock traf die Welt, als
sich
Paul McCartney von der Erfolgsband „The
Beatles“ trennte. Er gab offiziell bekannt,
dass die internen Differenzen zwischen ihm und der
Band nicht länger zu ertragen seien. Mit dem am 8.
Mai erschienenen Abschiedsalbum „Let it be“ und der
dazu folgenden autobiografischen Dokumentation mit
selben Namen, gaben die Beatles offiziell auf. Der
nächste schwere Schlag lies aber nicht lange auf
sich warten, als bekannt wurde, dass Rock 'n'
Roll-Legende
Jimi
Hendrix aufgrund einer Überdosis gestorben
sei. Mit Songs wie „Hey Joe“ und „Watchtower“ hatte
er viel zur friedlichen Verständigung auf der ganzen
Welt beigetragen. Er war außerdem für seine extremen
Improvisationen auf der Gitarre bekannt. Der kurz
drauffolgende Tod von
Janis
Joplin leitete den endgültigen Niedergang
der Flower-Power-Szene ein.
Ein neuer Trend
Die Welt drehte sich weiter und neue Bands eroberten
den Musikmarkt. So schaffte es die amerikanische
Band „Creedence
Clearwater Revival“ vermehrt in die Herzen
der Hörer. Die Veröffentlichung „Cosmo's Factory“
schaffte es gleich mit mehreren Titeln in die Top-5
der US-Charts.
Zwei ihrer bekanntesten Hits waren „Travelin' Band“
und „Run Through The Jungle“. Zudem erschien ein
neuer Stern namens „Led
Zeppelin“ am Horizont. Die Band war gerade
im Beatclub in Deutschland aufgetreten, als auch
schon die dritte Scheibe in die Fachläden kam. Die
Vorreiter des Hard- und Bluesrocks schmetterten sich
mit emotionalen Folklore-Hits wie „Tangerin“ und „Gallows“
in die Ohren der Fans. In den 70-er Jahren hat kaum
eine Band soviel Aufsehen auf sich gezogen wie „Led
Zeppelin“
Alte Klänge und neue Sounds
Ein kleiner Wermutstropfen für die Anhänger der
Hippie-Bewegung war das Studioalbum von „Simon
and Garfunkel“. Sie ließen die alten Werte
in ihren Liedern aufleben und erfreuten mit alten
Klängen und neuen Texten. Der Hit „El condor pasa“,
der auf „Bridge over Troubled Water“ zu hören war,
schaffte es auf den ersten Platz der Englischen
Charts. Neben
Garfunkel dominierte gerade der Welterfolg von „Mungo
Jerrys“ Song „In the summertime“ den Musikmarkt. In
Deutschland präsentierte
Roy Black
derweil den Titel „Dein schönstes Geschenk“ und
konnte sich über neun Wochen an der Spitze der
Deutschen Single-Charts behaupten. Im selben Jahr
brachte
Lena Valaitis Ihre erste single "Halt das
Glück für uns fest" auf den Markt. Das Jahr 1970 war
ein wechselhaftes Jahr in der Musikwelt und
bereitete den einen oder anderen Aufstieg vorher
unbekannter Klänge.
Neugründungen und Debüts
Die sozialkritische Band
Ton Steine Scherben wurde in
West-Berlin von R.P.S. Lanrue,
Rio
Reiser , Kai Sichtermann und Wolfgang Seidel
gegründet.
Nach zwei Singles veröffentlichen
Barclay James Harvest ihr selbstbetiteltes
Debütalbum.
Eric
Clapton veröffentlichte seine erste
gleichnamige Solo-Schallplatte. Deutschland hat ein
neues Schlager-Duo, die
Amigos
gründen sich. |