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März 1974 - Es gab wieder Erdöl

Kalender März 1974
Nicht nur die Vereinigten Staaten bekamen wieder Erdöl, sondern auch die Bundesrepublik erhielt wieder Lieferungen in vollem Umfang. Das Embargo war von der OAPEC aufgehoben worden. Nur die Niederlande und Dänemark mussten noch warten, für diese Länder war die Aufhebung des Embargos erst im Sommer geplant. Die Schweden hatten in jenem Monat ein Wirtschaftsabkommen mit Libyen geschlossen. Das sicherte Schweden in jedem Jahr künftig zwei Millionen Tonnen Erdöl. Ein beruhigendes Gefühl. Nicht aber die Nachricht vom Absturz der DC 10 der Turkish Airlines in der Nähe der französischen Hauptstadt Paris. Das war eine entsetzliche Katastrophe, die als das bisher schwerste Unglück in der Geschichte der Luftfahrt eingestuft werden musste. Wenigstens eine gute Mitteilung in Sachen Tierschutz wärmte den Frühlingsmonat auf: Die Jagd auf Lamas wurde in Ecuador unter Strafe gestellt.
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Wichtige Ereignisse im März 1974

1. März
In der französischen Hauptstadt Paris stellte der Ministerpräsident des Landes, Pierre A. J. Messmer (1916-2007) das neue Kabinett vor. Zum neune Innenminister war der bisherige Landwirtschaftsminister Jacques René Chirac (*1932) ernannt worden.
1. März
Alle Flüge in den Verkehrsgebieten Europa, Mittlerer Osten und Afrika wurden um 7 Prozent teurer. Die behördlichen Aufsichtsorgane genehmigten aufgrund der steigenden Treibstoffkosten die bereits im Januar von der International Air Transport Association (IATA) beschlossene Preiserhöhung.
2. März
Das Geologische Institut in der britischen Hauptstadt London teilte mit, dass in North Oxfordshire ein großes Kohlenfeld entdeckt worden sei. Das neue Vorkommen könnte den Einschätzungen von Experten zufolge den britischen Bedarf der nächsten 70 Jahre decken.
2. März
Der Anarchist spanische Salvador Puig Antich (1948-1974) und der DDR-Flüchtling Georg Michael Welzel (1944-1974) wurden in Spanien hingerichtet.
3. März
Die äthiopischen Soldaten, die seit sechs Tagen revoltierten, kehrten in ihre Kasernen zurück. Kaiser Haile Selassie I. (1892-1975) hatte ihnen die Erfüllung ihrer Forderungen zugesagt.
3. März
In der Nähe von Paris, der französischen Hauptstadt, ereignete sich mit dem Absturz einer DC-10 der Turkish Airlines das bisher schwerste Flugzeugunglück der Luftfahrtgeschichte.
3. März
Die SPD verlor bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg die absolute Mehrheit.
4. März
Nach gescheiterten Koalitionsverhandlungen mit den Liberalen trat in Großbritannien das konservative Kabinett unter Premierminister Edward Heath (1916-2005) zurück. Unter dem neuen Premierminister Harold Wilson (1915-1995) übernahm die Labour Party die Regierung.
4. März
Das Römisch-Germanische Museum in Köln wurde nach siebenjähriger Bauzeit eröffnet.
5.März
In der Bundesrepublik hatte der Film „Angst essen Seele auf“ von Rainer Werner Fassbinder (1945-1982) Premiere. Das Melodrama beschreibt die ungewöhnliche Liebe zwischen einer 60-jährigen Putzfrau und einem jungen Marokkaner, die durch das gesellschaftliche Umfeld chancenlos war.
5. März
Der neue US-amerikanische Botschafter in der Sowjetunion, Walter Stoessel (1920-1986), übergab dem Staatsoberhaupt der UdSSR, Nikolai Wiktorowitsch Podgorny (1903-1983) sein Beglaubigungsschreiben.
5. März
Die Regierung von Ecuador stellte die Jagd auf Lamas unter Strafe. Damit sollte die Kamelart vor dem Aussterben geschützt werden. Der Verstoß gegen die Verordnung wurde mit einem Bußgeld von umgerechnet rund 700 DM und sechs Monaten Gefängnis bestraft.
5. März
Die Costa-E-Silva-Brücke, die über die Bucht von Guanabara hinweg Rio de Janeiro mit Niteról verbindet, wurde in Brasilien eröffnet.
6. März
Der bisherige Ministerpräsident von Italien, Mariano Rumor (1915-1990), dessen Kabinett am 2. März zurückgetreten war, wurde von Staatschef Giovanni Leone (1908-2001) mit der Regierungsbildung beauftragt. Den Auslöser der Krise hatte der Amtsverzicht des Schatzministers und Führers der Republikaner, Ugo La Malfa (1903-1979), gebildet, dessen Partei daraufhin ihre Vertreter in der Regierung abberief.
6. März
Die israelische Ministerpräsidentin Golda Meir (1898-1978) widerrief ihr Rücktrittsgesuch vom 3. März. Kurz darauf gaben die Minister für Verteidigung und Verkehr, Moshe Dajan (1915-1981) und Schimon Peres (*1923) ihre bisher ablehnende Haltung gegenüber einer erneuten Regierungsbeteiligung auf.
6. März
Das österreichische Parlament beschloss, ab 1975 den Zivildienst auf Antrag einzuführen. Wie der Wehrdienst dauere der Ersatzdienst acht Monate und wurde in sozialen Einrichtungen abgeleistet.
6. März
In Großbritannien wurde nach zwölfstündigen Verhandlungen der seit dem 10. Februar andauernde Bergarbeiterstreik beendet. Die Kohlebehörde einigte sich mit der Delegation der Bergarbeitergewerkschaft auf Lohnerhöhungen um rund 30 Prozent pro Jahr. Am 9. März kehrte Großbritannien zur Fünftagewoche zurück.
6. März
Die nordrhein-westfälische Landesregierung beschloss in Düsseldorf die Gründung der ersten bundesdeutschen Fernuniversität in Hagen. Damit sollten die überfüllten Hochschulen des Landes entlastet werden. Die Aufnahme der Lehrtätigkeit war für das Wintersemester 1975/76 vorgesehen.
6. März
In der bayerischen Landeshauptstadt München gewannen Irina Rodnina (*1949) und Alexandr Saizew (*1952) aus der Sowjetunion im Paarlauf von ihren Landsleuten Ljudmila Smirnowa (*1947) und Alexej Ulanow (*1947) bei den Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf.
7. März
In Äthiopien begann der erste Generalstreik der Landesgeschichte. Die Gewerkschaften wollten damit unter anderem bessere Arbeitsbedingungen, Lohnerhöhungen und die Sicherung der Arbeitsplätze durchsetzen. Der Streik dauerte bis zum 10. März. Die Regierung hatte alle Forderungen angenommen.
7. März
In der schwedischen Hauptstadt Stockholm unterzeichneten der libysche Ministerpräsident Abdul Salam Dschallud (*1944) und Schwedens Ministerpräsident Olof Palme (1927-1986) ein Wirtschaftsabkommen. Libyen liefert dem Abkommen zufolge bis 1984 im Austausch gegen Stahl, Holz, Papier, Zement und Schiffe jährlich 2 Millionen Tonnen Erdöl an Schweden.
7. März
Als positive Folge der Energiekrise gab die New Yorker Behörde für Umweltschutz bekannt, dass sich das Verkehrsaufkommen in New York in den letzten Monaten verringert habe. Der Kohlenmonoxidgehalt der Luft habe um 20 Prozent abgenommen.
7. März
Die Bundesrepublik und die DDR konnten sich über die Einrichtung ständiger Vertretungen in Bonn und in der DDR-Hauptstadt Berlin (Ost) einigen.
7. März
Den Slalom-Weltcup gewann die bundesdeutsche Skiläuferin Christa Zechmeister (1957).
8. März
Um der illegalen Kapitalflucht zu begegnen, beschränkte die italienische Regierung den Währungsverkehr mit dem Ausland. Sowohl Einheimische als auch Touristen durften bei der Ein- und Ausreise nicht mehr als 20.000 Lire mitführen. Das waren umgerechnet rund 80 DM.
8. März
In der französischen Hauptstadt Paris wurde der dritte Flughafen der Stadt eröffnet – der „Aéroport Charles de Gaulle“. Das erste Linienflugzeug landete am 13. März auf der bisher einzigen Landebahn.
9. März
Die Deutsche Bundesbahn teilte mit, dass sie für die Steuerung von Signalanlagen Computer einsetzen werde. Vier Bahnhöfe auf der Strecke Hannover-Bremen wurden erstmals in der Geschichte der Bundesbahn 28 bis 47 km weit elektronische ferngesteuert.
10. März
In Belgien gewannen bei den Parlamentswahlen die christlichen Parteien mit 32,6 Prozent der abgegebenen Stimmen vor den Sozialisten mit 26,7 Prozent. Im Jahr 1971 kamen die christlichen Parteien auf 30,1 Prozent, die Sozialdemokraten auf 27,2 Prozent.
10. März
Die Internationale Buchmesse 1974 wurde in Leipzig (DDR) von dem stellvertretenden Kultusminister der DDR, Klaus Höpcke (*1933), eröffnet. Zum ersten Mal nahmen an der Leipziger Buchmesse neben Verlagen aus mehr als 20 Ländern auch die UNO und die UNESCO mit einer Ausstellung ihrer Verlagsproduktion teil.
10. März
Ein Guerillakämpfer der ehemaligen kaiserlich-japanischen Armee ergab sich auf der philippinischen Insel Lubang.
10. März
Bei den Handball-Weltmeisterschaften in der DDR-Hauptstadt Berlin (Ost) schlug die Mannschaft Rumäniens mit 14:12 die Nationalmannschaft der DDR.
11. März
Auf der Basis des Friedensvertrages von 1970 verabschiedete die irakische Baath-Partei ein Autonomiegesetz für die kurdischen Einwohner, ohne jedoch die vereinbarten Voraussetzungen für eine politische Partizipation geschaffen zu haben. Daraufhin nahmen die Kurden den bewaffneten Kampf gegen die Regierung wieder auf.
11. März
Zum Wiederaufbau der zerstörten Städte am Suezkanal und auf der Sinai-Halbinsel beschloss die Regierung Ägyptens einen Fünfjahresplan. Die USA, Europa, Japan und die arabischen Erdölstaaten übernahmen den Hauptanteil der Kosten, insgesamt rund 26,1 Milliarden DM.
11. März
Die Kreditvergabe an die Sowjetunion wurde von der US-amerikanischen Export-Import-Bank gestoppt. Die Bank reagierte damit auf einen Vorwurf seitens des US-Kongresses, ein 1968 verabschiedetes Gesetz ignoriert zu haben, das für Kredite an kommunistische Länder die Zustimmung des Präsidenten vorschrieb.
11. März
Per Schaltkonferenz beschlossen die ARD-Intendanten eine Filmdokumentation über eine Abtreibung kurzfristig aus dem Programm zu nehmen.
12. März
Der neue Präsident von Venezuela, Carlos Andrés Pérez Rodriguez (1922-2010), der im Dezember 1973 als Sieger aus den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen hervorgegangen war, stellte sein Kabinett vor. Pérez Rodriguez, der Führer der „Acción Democrática“, war Nachfolger von Rafael Caldera (1916-2009).
13. März
Vom US-amerikanischen Senat wurde ein neues Gesetz verabschiedet, das festlegte, bei welchen Delikten die Verhängung der Todesstrafe möglich sei.
13. März
Ab dem 15. März trat eine Verordnung des Bundeskabinetts in Bonn in Kraft, derzufolge auf Autobahnen einen unverbindliche Richtgeschwindigkeit von 130 km/h galt. Das vorgesehene verbindliche Limit von 100 km/h, das Bundesverkehrsministerium angestrebt hatte, konnte nicht durchgesetzt werden.
13. März
Im Rahmen eines Wirtschaftsabkommens sicherte die französische Regierung dem Irak Kredite in Höhe von 500 Millionen Dollar (1,3 Milliarden DM) zu. Diese Darlehen dienten der Finanzierung von Industrieprojekten.
14. März
In Washington gab das Weiße Haus den Rücktritt von Finanzminister George P. Shultz (*1920) bekannt. Er führte bis zum Amtsantritt seines Amtsnachfolgers die Geschäfte weiter.
14. März
Der Generalstabschef Francisco da Costa Gomes (1914-2001) und dessen Stellvertreter António Sebastião Riberio de Spinola (1910-1996) wurden von der portugiesischen Regierung entlassen. Der Grund war ein Buch Spinolas, das im Februar erschienen war und dem bezweifelt wird, dass die portugiesischen Kolonien militärisch zu halten seien.
14. März
In der bundesdeutschen Hauptstadt Bonn unterzeichneten Staatssekretär Günter Gaus (1929-2004) und der stellvertretende DDR-Außenminister Kurt Nier (*1927) das Protokoll über die Errichtung Ständiger Vertretungen der Bundesrepublik und der DDR.
15. März
Das neue Bundespersonalvertretungsgesetz stärkte die Unabhängigkeit der Personalräte und die Position der Gewerkschaften.
15. März
Beim Bezirksgericht von Baton Rouge (US-Bundesstaat Louisiana) erhob das US-Justizministerium Anklage gegen die Behörden dieses Bundesstaates. Gegenstand der Anklage war die Rassentrennung an den Universitäten Louisianas, die der Anklageschrift zufolge im Widerspruch zur US-Bürgerrechtsgesetzgebung von 1964 stand.
15. März
Wegen Unrentabilität wurde in der französischen Hauptstadt Paris „der schönste Schlachthof der Welt“ – „La Villette“ – geschlossen.
16. März
Der griechische Zentrumspolitiker Georgios Mawros (1909-1995) wurde der Hauptstadt Athen verhaftet. Er wurde in das Konzentrationslager Jaros verbannt. Seit der Errichtung der Militärdiktatur (1968) hatte Mawros für die Wiederherstellung der Demokratie gekämpft. Er war deshalb mehrfach von der griechischen Polizei in Haft genommen worden.
16. Mär
In der Hauptstadt Brasiliens, Brasilia, wurde der neue Präsident des Landes, General Ernesto Geisel (1907-1996) vereidigt.
16. März
Von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde wurde die „Pille danach“ für den Markt freigegeben.
16. März
Zehntausende demonstrierten in zahlreichen Großstädten der Bundesrepublik für die ersatzlose Streichung des Abtreibungsparagraphen 218. Die Demonstranten forderten außerdem die Kostenübernahme für Schwangerschaftsabbrüche und Verhütungsmittel durch die Krankenkassen.
17. März
Weil bei einem weiteren Zustrom ausländischer Arbeitnehmer der Lebensstandard der in Norwegen tätigen Ausländer nicht aufrechtzuerhalten sei, beschloss die norwegische Regierung ein Einreiseverbot für Gastarbeiter.
17. März
Im Stadion von San Pedro Sula (Honduras) zerstörten die 15.000 Besucher aus Wut über ein abgebrochenes Fußballspiel die gesamte Sportanlage.
18. März
In der chilenischen Hauptstadt Santiago demonstrierten tausende Menschen gegen die Militärjunta, die seit September 1973 die Macht im Lande übernommen hatte. Sie klagten Regierung des Mordes am früheren Innenminister José Tohá (1927-1974) an. Offiziell war ein Selbstmord als Todesursache angegeben worden.
18. März
Die britische Königin Elisabeth II. (*1926) und ihr Gemahl, Prinz Philipp (*1921), trafen zu ihrem ersten Staatsbesuch in Indonesien ein. Der Besuch währte fünf Tage.
18. März
Die Organisation der arabischen Erdöl exportierender Länder (OAPEC) beschloss die Aufhebung des Ölembargos gegen die Vereinigten Staaten. Die Lieferungen in Staaten wie der Bundesrepublik Deutschland fanden wieder in vollem Umfang statt. Bis Juli 1974 blieb das Embargo für die Niederlande und Dänemark noch bestehen.
19. März
Mehr als 700 Regierungssoldaten und 2.000 Aufständische kamen bei Kämpfen zwischen kambodschanischen Truppen und Roten Khmer um die Stadt Oudong (Kambodscha) ums Leben.
19. März
Das Verwaltungsgericht in der bayerischen Landeshauptstadt München untersagte dem Allgemeinen Studentenausschuss (AStA) der Universität unter anderem die Mitgliedschaft im Verband deutscher Studentenschaften.
20. März
Die britische Prinzessin Anne (*1950) entging in London unverletzt einem Attentat, bei dem sie mit Waffengewalt entführt werden sollte.
20. März
Die Sportbundpräsidenten der Bundesrepublik Deutschland und der DDR paraphierten in Frankfurt am Main (Hessen) ein Abkommen über die sportlichen Beziehungen ihrer Länder.
21. März
Vom Bonner Bundestag wurde ein Gesetz verabschiedet, das festlegte, dass die Krankenkassen in Zukunft die ärztliche Beratung über Empfängnisverhütung (nicht aber die Mittel dafür), über legale Schwangerschaftsabbrüche und über die freiwillig Sterilisation von Frauen und Männer bezahlen mussten.
21. März
In der sowjetischen Hauptstadt Moskau unterzeichnete ein bundesdeutsches Firmenkonsortium einen Vertrag über die Lieferung eines Stahlwerkes nach Kursk (UdSSR).
22. März
In Bonn beschloss der Deutsche Bundestag die Herabsetzung des Volljährigkeitsalters ab dem 1. Januar 1975 auf 18 Jahre. Vordem war die Altersgrenze der Volljährigkeit 21 Jahre gewesen. Außerdem beschloss der Bundestag die Rücktrittsmöglichkeit vom Teilzahlungskauf.
22. März
In der finnischen Hauptstadt Helsinki unterschrieben die sieben Anliegerstaaten ein weltweit bisher einmaliges Abkommen über den Meeresschutz. Es sah die Bekämpfung sämtlicher Verschmutzungen in dem internationalen Gewässer vor.
23. März
Auf Anordnung der UdSSR-Behörden musste der sowjetische Schriftsteller Wiktor P. Nekrassow (1911-1987) die Hauptstadt Moskau verlassen und sich in Kiew niederlassen. Der Grund für die Verbannung war Nekrassows Engagement für den politischen Schriftsteller Alexandr I. Solschenizyn (1918-2008) sowie den Physiker und Bürgerrechtler Andrei D. Sacharow (1921-1989).
23. März
Die Weltbank bekam von der Regierung des Iran ein Darlehen in Höhe von 200 Millionen US-Dollar (518 Millionen DM). Damit sollte vor allem den durch Erdölpreiserhöhungen betroffenen Entwicklungsländern geholfen werden.
24. März
Tausende Menschen protestierten in der israelischen Hauptstadt Jerusalem gegen Ministerpräsidentin Golda Meir (1898-1978) und Verteidigungsminister Moshe Dajan (1915-1981). Ihnen wurde die Schuld am Jom-Kippur-Krieg (6. bis 22.10.1973) gegeben. Die Demonstranten forderten politische Konsequenzen.
24. März
Aus Altersgründen trat der 72-jährige Ministerpräsident Rumäniens, Ion Gheorghe Maurer (1902-2000) von seinem Amt zurück. Sein Nachfolger wurde Manea Mănescu (1916-2009).
24. März
Nach einer Dürrperiode von sechs Jahren kam es in Äthiopien zu sintflutartigen Regenfälle. Tausende Menschen wurden dadurch obdachlos.
25. März
Der US-amerikanische Außenminister Henry A. Kissinger (*1923) und der sowjetische Parteichef Leonid I. Breschnew (1906-1982) nahmen in Moskau Gespräche über eine Begrenzung der strategische Rüstung auf.
25. März
Die türkische Nationalversammlung in Ankara hob das Verbot zum Anbau von Mohn auf. Wegen zunehmendem Opiumschmuggel war das Verbot 1971 erlassen worden.
26. März
Auf dem Parteitag in der rumänischen Hauptstadt Bukarest änderte das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Rumäniens die Verfassung. Dem Staats- und Parteichef Nicolae Ceausescu (1918-1989) wurde dadurch auch das Amt des Präsidenten von Rumänien übertragen.
26. März
Bundespräsident Gustav Heinemann traf in der belgischen Hauptstadt Brüssel ein. Sein dreitägiger Staatsbesuch war die erste Visite eines deutschen Staatsoberhauptes in Belgien seit 64 Jahren.
26. März
Die Öllieferungen in die USA wurden von Saudi-Arabien offiziell wieder aufgenommen. Damit war ein nach dem Ende des Jom-Kippur-Krieges (6. bis 22. Oktober 1973) verhängter Boykott beendet.
26. März
Die Sowjetunion startete in Kasachstan mit „Kosmos 637“ ihren ersten geostationären Nachrichtensatelliten. Der Raumflugkörper war in 36.000 km Höhe über dem Äquator verankert worden.
26. März
Die Forderungen der Entführer seiner Tochter Patricia an den US-amerikanischen Zeitungsverleger Randolph A. Hearst (1915-2000) wurden von diesem erfüllt. Tatsächlich verteilte er Nahrungsmittel im Wert von umgerechnet 5 Millionen DM an bedürftige Personen.
26. März
Von der ARD wurde der Fernsehfilm „Die Verrohung des Franz Blum“ ausgestrahlt. Der Film war nach dem autobiografischen Roman von Burkhard Driest (*1939) entstanden.
In Caracas (Venezuela) verteidigte der Boxweltmeister im Schwergewicht George Foreman (*1949) seinen Titel gegen Ken Norton (1943-2013).
27. März
Der Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages legte in Bonn seinen Bericht zur Bestechungsaffäre um die Abgeordneten Julius Steiner (1924-1927) von der CDU und Karl Wienand (1926-2011) von der SPD vor.
27. März
In Peking (China) schlossen die Volksrepublik China und die Bundesrepublik Deutschland ihr bis dato größtes Einzelhandelsgeschäft ab. Deutsche Firmen erhielten demzufolge einen Bauauftrag in Höhe von rund 500 Millionen DM für ein Kaltwalzwerk in China.
27. März
In Turin (Italien) gab die Geschäftsführung des italienischen Autokonzerns „Fiat“ bekannt, dass die Firma erstmals 1973 in die roten Zahlen geraten war. Das Defizit betrug rund 66 Milliarden Lire (264 Millionen DM).
27. März
US-Außenminister Henry A. Kissinger (*1923) gab beendete seinen mehrtägigen Gesprächsbesuch in der sowjetischen Hauptstadt Moskau.
28. März
Ein 22-tägiger Streik der rund 60.000 Metallarbeiter im Unterwesergebiet wurde beendet. Im Tarifkompromiss waren Lohn- und Gehaltserhöhungen von 12,25 Prozent vorgesehen.
28. März
Erste Fernsehbilder des sonnennahen Planeten Merkur wurden von der US-amerikanischen Raumsonde „Mariner 10“ zur Erde gesandt.
28. März
In Bonn wurde von der Bundesregierung eine Ratgeberbroschüre für Frauen herausgegeben.
29. März
Der General der Bundesluftwaffe, Johannes Steinhoff (1913-1994), trat in den Ruhestand. Steinhoff war seit 1972 als erster deutscher Offizier Vorsitzender im Militärkomitee der NATO gewesen.
29. März
In Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) wurde die erste Diamanten- und Edelsteinbörse der Bundesrepublik Deutschland eröffnet.
29.März
Anstelle von Maßnahmen gegen die Bevölkerungszunahme forderte Papst Paul VI. (1897-1978) in Rom eine gerechtere Verteilung der natürlichen Erdreichtümer. Das Kirchenoberhaupt betonte ausdrücklich das in der Enzyklika „Humanae Vite“ 1968 ausgesprochene Verbot von empfängnisverhütenden Mitteln.
30. März
Die liberalkonservative Partei in Westaustralien gewann die Landeswahlen. Sie löste damit die seit 1970 regierende Labour Party unter Premierminister John Tonkin (1902-1995) ab.
30. März
In der spanischen Hauptstadt Madrid gab die Regierung des Landes ihren Beschluss bekannt, den Mindesttageslohn für Arbeiter von 186 auf 225 Peseten (von 8,40 DM auf 10,10 DM) zu erhöhen. Die Maßnahme kam rund 500.000 Werktätigen zugute.
31. März
In der ecuadorianischen Hauptstadt Quito verhaftete das Militärregime des Landes den Christdemokraten Osvaldo Hurtado Larrea und verbannte den Sozialisten Gonzalo Oleas Zambrano in den Dschungel. Beide Politiker wurden beschuldigt, Kritik an der Regierung geübt zu haben, ebenso diese und die Streitkräfte des Landes beleidigt zu haben.
31. März
Das Parlament in Jugoslawien erließ ein Gesetz, das bei Autofahrern einen Höchstwert von 0,5 Promille Blutalkohol erlaubte. Für Berufsfahrer war der Genuss von Alkohol im Dienst absolut verboten.
31. März
In Johannesburg (Südafrika) gewann der argentinische Rennfahrer Carlos Reutemann (*1942) den Großen Preis von Südafrika in der der Formel-1. Er fuhr die 320 Kilometer lange Strecke in 1:42 h auf einem Brabham.
März 1974 in den Nachrichten
März 1974 - Beckenbauer - Tor des Monats
sportschau.de
Franz Beckenbauer (Bayern München) am 30.03.1974 im Spiel "MSV Duisburg - Bayern München" in der 23. Min. zum 0:1 (Endstand 0:4)..... >>>  
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