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Januar 1974 - Besorgter Jahresbeginn

Kalender Januar 1974
Die Staaten des Persischen Golfs hatten schon zum Ende des Vorjahres drastische Preiserhöhungen für Erdöl beschlossen. Eine Energiekrise bereitete nun den europäischen Ländern Sorgen und Kopfzerbrechen. Dann fiel in der Bundesrepublik auch noch die Preisbindung. Aber alles konnte noch nicht so schlecht sein, immerhin gewährte die BRD Italien einen Milliardenkredit. In der DDR begann das Jahr selbstbewusst und zwar mit der Abschaffung des Autokennzeichens „D“. Stattdessen fuhren die Autobesitzer nun mit einem „DDR“-Kennzeichen. In Schweden leuchteten des Nachts keine Reklameschilder mehr. Es war die erste Phase der Stromrationierung in Kraft getreten. Doch immerhin gestand die schwedische Regierung einem Elternteil der frischgebackenen Mütter und Väter einen sechsmonatigen Urlaub für wahlweise einen von ihnen zu. Das war neu und ein Zeichen von gelebter Gleichberechtigung.
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Februar 1974 >>

Wichtige Ereignisse im Januar 1974

1. Januar
NEUJAHR
1. Januar
Der deutsche Bundeskanzler Willy Brandt (1913-1992) zeigte sich angesichts des beherrschenden Thema der Ansprachen zum Jahreswechsel – die weltweit drohende Ausweitung der Energiekrise – dennoch optimistisch, obwohl wirtschaftliche Probleme zu erwarten waren.
1. Januar
In Schweden trat eine Elternversicherung in Kraft, nach der wahlweise ein Elternteil bei der Geburt eines Kindes künftig bis zu sechs Monate Urlaub nehmen konnte. Bislang war das ausschließlich den Müttern vorbehalten gewesen.
1. Januar
Der Schweizer Politiker Ernst Brugger (1914-1998) übernahm für das Jahr 1974 das Amt des Bundespräsidenten seines Landes.
1. Januar
Nach den Beschlüssen Libyens und der Staaten des Persischen Golfs vom Dezember 1973 wurden die Erdölpreise drastisch erhöht.
1. Januar
Unter dem Vorsitz von Brian Faulkner (1921-1977) wurde in der nordirischen Hauptstadt Belfast eine neue Koalitionsregierung aus protestantischen Unionisten, katholischen Sozialdemokraten und der überkonfessionellen Alliance Party vereidigt.
1. Januar
Die Preisbindung für die Markenartikelindustrie in der Bundesrepublik Deutschland wurde aufgehoben. Die Hersteller gingen ab sofort zu unverbindlichen Preisempfehlungen über.
1. Januar
Finnland schloss ein Freihandelsabkommen mit der EG.
1. Januar
Zwischen der Bundesrepublik und Botswana wurde ein Rahmenabkommen über die Entwicklungshilfe geschlossen.
1. Januar
Im Rat der Europäischen Gemeinschaft (EG) übernahm die Bundesrepublik Deutschland den Vorsitz.
1. Januar
Die deutsche Bundesregierung gewährte Italien einen Kredit von 5 Milliarden DM.
1. Januar
Das Autokennzeichen „D“ wurde in der DDR durch das Kennzeichen „DDR“ ersetzt.
2. Januar
In Spanien wurde der neue Ministerpräsident Carlos Arias Navarro (1908-1989) vereidigt. Er trat die Nachfolge des am 20. Dezember 1973 von Angehörigen der baskischen Untergrundorganisation ETA ermordeten Luis Carrero Blanco (1904-1973) an.
2. Januar
Aufgrund anhaltender Streiks im Kohlebergbau und bei der Eisenbahn führte die britische Regierung die Dreitage-Woche ein.
2. Januar
In Schweden trat die erste Phase einer „Stromrationierung“ in Kraft, die im Rahmen eines umfassenden Energiesparprogramms beschlossen worden war. Unter anderem waren Reklame- und Fassadenbeleuchtungen ab sofort grundsätzlich untersagt.
3. Januar
Das erste Regierungsabkommen seit 1945 wurde von dem japanischen Außenminister Masayoshi Ohira (1910-1980) und seinem chinesischen Amtskollegen, Ji Pengfei (1910-2000) in Peking (China) unterzeichnet. Die Vereinbarungen sicherten beiden Ländern handelspolitische Vorteile.
3. Januar
In Pakistan untersagte die Regierung unter Premierminister Zulifikar Ali-Khan Butto (1928-1979) ausländischen Behörden die Eröffnung neuer Filialen.
3. Januar
Die erste Tournee seit acht Jahren des US-Rockstars Bob Dylan (*1947) begann mit einem Konzert in Chicago (US-Bundesstaat Illinois).
4. Januar
In San Clemente (US-Bundesstaat Kalifornien) unterzeichnete US-Präsident Richard M. Nixon (1913-1994) das Auslandshilfe-Gesetz, das 1974 Ausgaben in Höhe von 5,78 Milliarden Dollar (15 Milliarden DM) vorsah. Der Hauptanteil (5,7 Milliarden DM) war als Ausgleich für Verluste aus dem Jom-Kippur-Krieg für Israel bestimmt.
4. Januar
Erstmals seit 1967 wurden wieder US-amerikanische Diplomaten nach Syrien entsandt. Das teilte das US-Außenministerium in Washington mit. Diese Entscheidung war das Ergebnis der Gespräche, die US-Außenminister Henry A. Kissinger (*1923) im Dezember 1973 mit Präsident Hafiz al-Asad (1930-2000) in Damaskus geführt hatte.
4. Januar
In Birma trat am 26. Jahrestag der Unabhängigkeit eine neue Verfassung in Kraft. Birma wurde zur „Sozialisten Republik“ mit einer Einheitspartei. Bei einer Volksabstimmung im Dezember 1973 hatten laut Abstimmungskommission 90 Prozent der Bevölkerung für die neue Verfassung gestimmt.
4. Januar
In London trafen die britischen Regierung und die Bäckerinnung die Vereinbarung, die Produktion von Backwaren ab sofort um fünf Prozent zu senken.
5. Januar
Die Gruppen der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft wurden im Sendesaal des Hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main ausgelost.
5. Januar
Die erste Auflage des US-amerikanischen Pen-&-Paper-Rollenspiels „Dungeons an Dragon“ erschien auf dem Markt.
6. Januar
Die Herausgabe der vom US-amerikanischen Senats-Sonderausschuss im Zusammenhang mit der „Watergate“-Affäre als Beweismaterial angeforderten Dokumente und rund 500 Tonbänder wurde von US-Präsident Richard M. Nixon (1913-1994) verweigert.
6. Januar
Der Bau der Trabantenstadt Billwerder-Allermöhe wurde auf dem Hamburger SPD-Wahlparteitag von 80 Prozent der Delegierten befürwortet. Dieses größte Stadtentwicklungsprojekt seit 1949 wurde jedoch 1977 trotz bis dahin erfolgter Investitionen in Höhe von 119 Millionen DM von der Bürgerschaft abgelehnt.
6. Januar
Vom Bund gegen Alkohol im Straßenverkehr (Hamburg) wurde bekannt gegeben, dass die Einnahme von Hustenmitteln „die Unfähigkeit, ein Kraftfahrzeug sicher zu führen“ zur Folge haben könnte. Rechtsmediziner der Universität Mainz stellten für 78 von 94 Hustenmitteln einen Alkoholanteil bis zu 40 Prozent fest.
6. Januar
In Neusüdwales (Australien) stellte die 13-jährige Australierin Jenny Turall mit 8:50,10 min über 800 m Freistil einen Weltrekord auf.
7. Januar
In der konstitutionellen Monarchie Lesotho scheiterte ein Aufstand der oppositionellen Kongresspartei unter Ntsu Mokhele (1918-1999) gegen das Regime des Premierministers Leabua Jonathan (1914-1987). Jonathan hatte die Opposition seit den letzten Wahlen 1970 massiv zu unterdrücken versucht.
7. Januar
Als erste bundesdeutsche Versicherung honorierte die Alte Leipziger Versicherungs-AG das Anlegen von Sicherheitsgurten. Die Leistungen bei einem Unfall erhöhten sich um 25 Prozent, wenn Fahrer und Beifahrer einen Gurt trugen.
8. Januar
In der britischen Hauptstadt London richtete Premierminister Edward Heath (1916-2005) ein Ministerium für Energie ein. Er übergab die Leitung dem bisherigen Verteidigungsminister, Peter Alexander Carrington (*1919). Die Nachfolge für das Amt des Verteidigungsministers übernahm der bisherige Stellvertreter Carringtons, Ian Gilmour (1926-2007).
8. Januar
In Jerusalem (Israel) wurde das amtliche Endergebnis der israelischen Parlamentswahlen vom 31. Dezember 1973 bekanntgegeben. Mit 51 Sitzen blieb der Arbeiterblock stärkste Fraktion vor dem rechtsoppositionellen Likud-Block, der 39 Sitze errang.
9. Januar
Zum Abschluss ihrer dreitägigen Konferenz in Genf (Schweiz) garantierten die Regierungsvertreter von 14 der OPEC angehörenden Staaten stabile Ölpreise bis zum 1. April 1974 zu.
9. Januar
Die Bundesregierung entschloss sich gegen das im Dezember 1973 geplante Wochenendfahrverbot für Januar und Februar. Da die erwartete Zuspitzung in der Erdölversorgung nicht eingetreten sei, hatte sich diese Maßnahme erübrigt.
9. Januar
Zur besseren und sparsameren Verwendung von Energie beschloss die Bundesregierung das „Rahmenprogramm Energieforschung“.
10. Januar
In Washington (USA) gab der US-Verteidigungsminister James R. Schlesinger eine Veränderung der Nuklearstrategie der Vereinigten Staaten bekannt. Neben der Zerstörung von Industriegebieten und Städten sei künftig auch der auf militärisch wichtige Einzelziele beschränkte Angriff möglich.
10. Januar
Wegen eines Verkaufsrückgangs beschloss BMW eine zweiwöchige Arbeitspause im Februar.
10. Januar
In der DDR-Hauptstadt Berlin (Ost) wählte der Zentralrat der Freien Deutschen Jugend (FDJ) den 37-jährigen Egon Krenz (*1937) zum neuen Vorsitzenden der Jugendorganisation.
11. Januar
Die französische Regierung erhöhte die Preise für Erdölprodukte. Beispielsweise kostete ab sofort ein Liter Normalbenzin 1,62 statt 1,25 Franc (0,87 DM statt bisher 0,68 DM). Besonders hart traf es die Verbraucher von Heizöl. Sie mussten statt bislang 36,40 Franc (19,65 DM) nun 52,98 Franc (28,60 DM) pro 100 Liter zahlen.
12. Januar
Die im November 1973 von der chilenischen Militärregierung aufgehobene Vorzensur wurde wieder eingeführt. Ab sofort mussten alle Zeitungen vor ihrem Erscheinen einer staatlichen Stelle zur Genehmigung vorgelegt werden.
12. Januar
In der sizilianischen Ortschaft Villabate (Italien) traten die Straßenkehrer ihre Arbeit in Unterhosen an. Damit brachten sie gegenüber der Stadtverwaltung ihre Forderung nach kostenloser Arbeitskleidung zum Ausdruck.
13. Januar
Für drei Monate richtete der bundesdeutsche Verband der Chemischen Industrie eine Vermittlungsstelle für erdölabhängige Rohstoffe aus deutscher Produktion ein. Angesichts des zu erwartenden Fehlbedarfs sollte eine gerechtere Verteilung dieser Stoffe gewährleistet werden.
14. Januar
Die Vereinigte Partei der Seychellen forderte von Großbritannien die Entlassung in die Unabhängigkeit. Seit 1903 war die Inselgruppe im Indischen Ozean britische Kolonie.
14. Januar
Der Staatschef von Tunesien, Habib Bourguiba (1903-2000), ersetzte den Außenminister des Landes, Mohammed Masmoudi (*1925 oder 1922 bzw. 1923) durch Habib Chatty (1916-1991). Inoffiziellen Angaben zufolge, hatte Masmoudi bei Verhandlungen zu der im Januar beschlossen Fusion Libyens und Tunesiens libysche Interessen zu stark berücksichtigt.
14. Januar
Die Werke der Komponisten Ludwig van Beethoven (1770-1827) und Franz Schubert (1797-1828) wurden in der Volksrepublik China wegen „bourgeoiser kapitalistischer Mentalität“ verboten.
14. Januar
Ab sofort mussten in Österreich alle privaten Kraftfahrzeugführer an einem selbstgewählten Tag in der Woche ihr Auto stehenlassen. Zudem wurde die zulässige Geschwindigkeit auf 100 km/h begrenzt.
14. Januar
Der Landesverband Hessen im Deutschen Verband für Freikörperkultur (FKK) forderte für die FKK-Vereine die Anerkennung der Gemeinnützigkeit. Es könnte nicht mehr davon ausgegangen werden, dass eine Mehrheit der Bevölkerung Freikörperkultur ablehne.
15. Januar
In Brasília, der Hauptstadt von Brasilien, bestätigte ein Wahlkollegium General Ernesto Geisel (1907-1996) als neuen Staatspräsidenten des Landes. Der neue Präsident war Mitte vergangenen Jahres vom amtierenden Präsidenten General Emílio Garrastazú Médici (1905-1985) zum Nachfolger bestimmt worden.
15. Januar
Tausende von Sizilianern, die im Januar 1968 durch ein Erdbeben obdachlos geworden waren, protestierten in der italienischen Hauptstadt Rom gegen die Verschleppung des Wiederaufbaus. Von 3.200 angekündigten Sozialwohnungen standen bisher nur 302 Wohnungen zur Verfügung. Die Mehrzahl der Betroffenen lebte noch immer in Barackenstädten.
16. Januar
Das britische Pfund sank an der US-amerikanischen Börse mit 2,16 US-Dollar (5,59 DM) auf den bis dahin niedrigsten Stand aller Zeiten. Verantwortlich dafür waren die bis zu jenem Zeitpunkt gescheiterten Verhandlungen im Bergbau.
16. Dezember
Die Polizei nahm in Kalabrien (Süditalien) drei der Entführer des Milliardär-Enkels Paul Getty III. (1956-2011) fest.
17. Januar
In Frankfurt an der Oder wurde vom DDR-Bezirksgericht ein West-Berliner Fluchthelfer zu zwölf Jahren Haft verurteilt wegen „staatsfeindlichen Menschenhandels und Missbrauchs des Transitabkommens“.
17. Januar
Der israelische Bühnenmagier Uri Geller (*1946) sorgte in der ZDF-Unterhaltungssendung „Drei Mal Neun“ für Aufregung, weil er Gabeln verbog, ohne sie zu berühren.
17. Januar
Der niederländische Fußballclub Ajax Amsterdam besiegte im zweiten Endspiel um den Supercup der Europapokal-Gewinner den AC Mailand mit 6:0 (Hinspiel 0:1) in Amsterdam.
18. Januar
Nach Vermittlungen des US-amerikanischen Außenministers Henry A. Kissinger (*1923) einigten sich die kriegführenden Staaten Ägypten und Israel auf ein Truppenentflechtungsabkommen für die Suezfront.
18. Januar
Der Präsident von Südkorea, Park Chung-hee (1917-1979) bot Nordkorea einen Nichtangriffspakt an. Langfristig sollte so eine Wiedervereinigung durch Dialog, Handel und Zusammenarbeit ermöglicht werden.
18. Januar
Der Deutsche Bundestag verabschiedete ein Immissionsschutzgesetz. Es stellte das Kernstück der Umweltschutzgesetzgebung dar. Technische Anlagen mussten danach so betrieben werden, dass die Bevölkerung nicht durch Lärm belästigt wurde. Das Gesetz ermöglichte die Erhebung umweltschützender Auflagen für Industrie- und Gewerbebetriebe, Heizwerke und Müllverbrennungsanlagen und auch für Baumaschinen und Fahrzeuge.
18. Januar
In Philadelphia (US-Bundesstaat Pennsylvania) proklamierte die US-amerikanische Antiraucher-Organisation eine „Bill of Rights“ für Nichtraucher.
19. Januar
Die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO widersetzte sich dem Truppenentflechtungsabkommen zwischen Ägypten und Israel. PLO-Chef Jassir Arafat (1929-2004) distanzierte sich jedoch von den Äußerungen, für die er nicht verantwortlich zeichnete.
19. Januar
In Belgien traten die sozialistischen Minister des Parlaments zurück, weil sich die Koalitionsregierung aus Christsozialen, aus Sozialisten und aus Liberalen nicht über ein Raffinerieprojekt einigen konnte.
19. Januar
Die französische Regierung änderte als Reaktion auf die nachteiligen Auswirkungen der Rohölverteuerung für die französische Wirtschaft ihre Währungspolitik. Das Land ging vom System fester Wechselkurse zum sogenannten Floating (Freigabe des Franc-Wechselkurses) über. Damit war Frankreich aus dem europäischen Währungsverbund der Europäischen Gemeinschaft (EG) ausgetreten.
19. Januar
Nach dreijähriger Bauzeit wurde der 6,4 km lange Tauernautobahn-Tunnel fertiggestellt.
20. Januar
Chinesische Truppen besetzten nach zweitägigen Kämpfen die von ihrem Land und Süd-Vietnam beanspruchten Paracelinseln in der Südchinesischen See. Bei dem Konflikt drehte es sich unter anderem um das Verfügungsrecht über die Erdölreserven in der Region.
20. Januar
Im schweizerischen St. Moritz wurden die bundesdeutschen Bobfahrer Peter Utzschneider (*1946) und Wolfgang Zimmerer (*1940) Weltmeister im Zweierbob.
21. Januar
Die britische Regierung erlaubte als Reaktion auf das ägyptisch-israelische Truppenentflechtungsabkommen wieder Waffenexporte in kriegführende Staaten im Nahen Osten.
21. Januar
An der Londoner Börse stieg durch die Unruhen um die Freigabe des Franc-Wechselkurses der Preis für eine Feinunze Gold auf 140 US-Dollar (363 DM) und damit auf den bisher höchsten Stand aller Zeiten.
21. Januar
Das staatliche Reisebüro der DDR und das Deutsche Reisebüro der Bundesrepublik schlossen einen Vertrag über Touristenreisen von West-Berlinern in die DDR-Hauptstadt Berlin (Ost). Künftig sollte dadurch der Zwangsumtausch entfallen. Die Bedingungen dafür galten mit der Bezahlung des Reisepreises als erfüllt.
22. Januar
Aufgrund der Rohölverteuerung beschlossen die bundesdeutschen Mineralölgesellschaften eine drastische Erhöhung der Benzinpreise.
22. Januar
Neues Mitglied in der Internationalen Bank für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und in der Internationalen Investitionsbank wurde die Republik Kuba.
23. Januar
In der DDR gab Horst Dohlus (1925-2007), Sekretär des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), in der Parteizeitung „Neues Deutschland“ bekannt, dass jeder sechste DDR-Einwohner (von 17 Millionen) Mitglied der Einheitspartei sei.
23. Januar
Die Bundesregierung beschloss nach Demonstrationen in zahlreichen Städten, die finanziellen Leistungen der Ausbildungsförderung um rund 20 Prozent zu erhöhen.
23. Januar
In Österreich verabschiedete das Parlament ein neues Strafgesetzbuch. Es trat zum 1. Januar 1975 in Kraft.
23. Januar
In Bonn beschloss der Deutsche Bundestrag die Novellierung des Filmförderungsgesetzes. Danach sollten künftig u. a. Projekte gefördert werden, die „die Qualität des deutschen Films zu verbessern“ schienen.
24. Januar
Der Bundeskanzler Willy Brandt (1913-1992) legte dem Bonner Parlament den Bericht zur Lage der Nation vor. Darin warnte Brandt die Regierung der DDR vor dauernden Störungen der Entspannungsbemühungen zwischen den beiden deutschen Staaten.
24. Januar
Durch Warnstreiks und Protestbewegungen, vor allem seitens der Arbeitnehmer bei Bahn und Post, spitzte sich der Tarifstreit im öffentlichen Dienst der Bundesrepublik zu. Die Gewerkschaft forderte Gehaltserhöhungen um 15 Prozent.
24. Januar
In Kiel stellte die Landesregierung von Schleswig-Holstein per Gesetz 140.000 Hektar Wattenmeer in Nordfriesland unter Naturschutz.
25. Januar
Der Vorsitzende der Republikanischen Volkspartei in der Türkei, Bülent Ecevit (1925-2006), und der Chef der islamisch-konservativen Nationalen Heilspartei, Necmettin Erbakan (1926-2011), bildeten eine Koalitionsregierung.
25. Januar
In Österreich erklärte die sozialistische Regierung die Fristenlösung zum Gesetz. Damit blieb die Abtreibung in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten straffrei.
25. Januar
In der Bundesrepublik beschloss der Postverwaltungsrat für den 1. Juli eine Gebührenerhöhung im Schriftverkehr und im Telefonbereich.
25. Januar
In die von den Israelis frei gemachten Stellungen am Suezkanal rückten UN-Truppen ein.
26. Januar
Die DDR-Behörden reagierten auf die geplante Errichtung eines Umweltbundesamtes im West-Berlin mit verschärften Kontrollen und Störungen auf der Transitstrecke zwischen der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin.
26. Januar
Der Absturz einer „Fokker F-88“ der Turkish Airlines nach dem Start in Izmir (Türkei) forderte 63 Todesopfer. Die Berichte, die auf Sabotage hinwiesen, wurden von der türkischen Regierung dementiert.
26. Januar
Von Hollywoods Auslandspresse in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) wurde der US-amerikanische Film „Der Exorzist“ als bester Film des Jahres 1973 mit dem „Golden Globe“ ausgezeichnet.
27. Januar
Im indischen Gliedstaat Gujarat kam es aus Protest gegen die Nahrungsmittelknappheit zu Geschäftsplünderungen. Die Polizei eröffnete das Feuer gegen die Anführer. Bei den Kämpfen kamen 39 Menschen ums Leben.
27. Januar
Auf ihrem Bundeskongress in München (Bayern) wählten die Jungsozialisten Heidemarie Wieczorek-Zeul (*1942) zur neuen Vorsitzenden.
27. Januar
Im südafrikanischen Königreich Swasiland vermählte sich Prinzessin Dlalasile, eine der etwa hundert Töchter von König Sobhuza II. (1899-1982) mit dem Millionärssohn David Vusi Tshabalala.
27. Januar
Bei einer Überschwemmung im australischen Brisbane kamen mindestens 14 Menschen ums Leben. Es entstand zudem ein Schaden von mehr als 200 Millionen Australische Dollar (AUD).
27. Januar
Auf dem Interlagoskurs bei São Paulo (Brasilien) gewann der brasilianische Formel-1-Autorennfahrer Emerson Fittipaldi (*1946) den Großen Preis von Brasilien.
28. Januar
Der erste Jahrestag des Waffenstillstandsabkommens für Vietnam wurde von heftigen Kämpfen überschattet. In Saigon starben bei den Gefechten 62 Vietcong-Angehörige und 15 südvietnamesische Soldaten.
28. Januar
Die UdSSR testete den neuen Flugkörper mit Mehrfachsprengkopf „SS 29“, der einzelne Geschosse unabhängig voneinander auf verschiedene Ziele richten konnte.
28. Januar
Im gesamten Sendegebiet der ARD wurde die erste Folge der Fernsehserie von Wolfgang Menge (1924-2012) „Ein Herz und eine Seele“ ausgestrahlt. Das sonst meist im Fernsehen dargestellte Familienidyll wurde in dieser Serie persifliert.
28. Januar
Der Ex-Weltmeister Muhammad Ali (*1942) gewann in einem Weltmeisterschafts-Qualifikationskampf im Schwergewichtsboxen gegen den US-Amerikaner Joe Frazier (1944-2011) nach zwölf Runden durch einen Punktsieg.
28. Januar
Im jugoslawischen Zagreb begannen die einwöchigen Eiskunstlauf-Europameisterschaften.
29. Januar
Der belgische König Baudoin I. (1930-1993) löste nach dem Scheitern der Verhandlungen um die Bildung einer Minderheitsregierung aus Christsozialen und Liberalen das belgische Parlament auf.
29. Januar
Der Staatspräsident von Bolivien, General Hugo Banzer Suárez (1926-2002) verhängte den Belagerungszustand über sein Land. Er reagierte damit auf die Arbeiterproteste gegen staatlich angeordnete Preiserhöhungen von mehr als 100 Prozent für Lebensmittel.
29. Januar
Der Polizeipräsident von Koblenz (Rheinland-Pfalz), Peter Malmen, ordnete für seine Vollzugsbeamten einen „angemessenen Haarschnitt“ an.
30. Januar
Erstmals flog eine „Iljuschin 62“ der chinesischen Fluggesellschaft „CAAC“ ogne Zwischenlandung von Peking nach Moskau. In Zukunft sollten die beiden Hauptstädte einmal in der Woche nonstop angeflogen werden.
31. Januar
In einer Kongressbotschaft erklärte US-Präsident Richard M. Nixon (1913-1994), dass er keine Rücktrittsabsichten wegen der „Watergate“- Affäre habe. Seiner Überzeugung nach würde er bis 1976 im Amt bleiben.
31. Januar
Der Ätna, der mit 3340 Metern der höchste Vulkan Europas im Nordosten Siziliens (Italien) ist, wurde nach drei Jahren Pause erneut aktiv.
31. Januar
Auf die japanische Botschaft in Kuwait wurden Überfälle von Mitgliedern der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) verübt und von der Japanischen Roten Armee (JRA) auf eine Shell-Anlage in Singapur. Beim Überfall an der Tankanlage ließen sich mehrere Regierungsmitarbeiter Singapurs freiwillig gefangennehmen, unter ihnen war auch der spätere Präsident Sellapan Ramanathan (*1924). Die Geiseln wurden gegen Zahlung eines Lösegeldes und sicheren Flug mit einer japanischen Maschine in den Südjemen freigelassen.
Januar 1974 in den Nachrichten
„Pussy Riot“-Sängerin Tolokonnikowa Nachrichten aus dem GULag
FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung
Fest schrieb das im Januar 1974. Alexander Solschenizyn war zum Ende des Zweiten Weltkriegs verschleppt worden, bis Mitte der fünfziger Jahre saß er im Straflager, er wurde verbannt, später rehabilitiert. Seine Erlebnisse flossen in die Erzählung „Ein ... >>>  
 ... >>>
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