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Alfred Hitchcocks Kino-Thriller
„Topas“ eröffnete das Filmjahr 1970 – der Name steht für
einen international agierenden Spionagering. Hintergrund
(und Zeitpunkt) der Geschichte ist die Kuba-Krise
1962. Story:
Oberst Boris Kusenow – Leiter beim sowjetischen KGB –
entscheidet sich, zu den Amerikanern überzulaufen. Um an
Informationen zu kommen, soll der André Devereaux
(französischer Geheimdienst) Kubas Delegations-Chef Rico
Parra „anzapfen“. Der wiederum verschafft ihnen ein
geheimes Dokument, das beweist, dass die Russen eigene
Raketen nach Kuba bringen. Auch in Sachen „Tragikomödie“
war 1970 einiges zu sehen: „Alice´s Restaurant“ taucht
in die (scheinbar) heile Welt der „Blumenkinder“ ein. In
einer solch´ faszinierenden Art und Weise, die Regisseur
Arthur Penn die Nominierung für den „Beste-Regie“-Oscar
eingebracht hatte. Der US-Filmkritiker und
Pulitzer-Preisträger Roger Ebert schrieb damals in der
„Chicago Sun-Times“ über den Film: „Alice´s Restaurant
sei kein großartiger Film, man habe aber nie das Gefühl,
dass er das sein wolle“. Die Story spielt in den USA der
1960er: Der
College-Student Arlo Guthrie will sich geschickt aus der
Verantwortung des Wehrdienstes entziehen. Kurzerhand
macht er sich auf, um zu den Freunden (und Hippies)
Alice und Ray zu trampen. Der Film endet übrigens mit
einem Brautkleid und einem alles andere als glücklichen
Gesicht. 1970 hat auch einen Kino-Klassiker geschaffen:
„Airport“. Inhalt: Ein offenbar Geistesverwirrter
Bombenleger befindet sich an Bord eines
Passagierflugzeuges. Er droht damit, die Fluggäste samt
Crew „in die Luft“ zu sprengen. Gleichzeitig kommt ein
schwerer Schneesturm auf – und der Lincoln International
Airport scheint bald eingeschneit zu sein. Trotzdem: der
Manager versucht genauso vehement, den „Airport“ trotz
aller Widrigkeiten offen zu halten. Dank toller
Schauspieler wie
Dean Martin (†
25. Dezember 1995) und
Burt Lancaster (†
20. Oktober 1994) gehört der Streifen auch
heute noch zu einem spannenden Filmeabend! In „Patton –
Rebell in Uniform“ geht es um das Leben eines
US-Generals während des
Zweiten Weltkriegs.
Fans und Kritiker waren vor
allem von der schauspielerischen Leistung des
verstorbenen Hauptdarstellers George C. Scott angetan.
Diese Leistung brachte ihm den Oscar als bester
Hauptdarsteller ein. Diesen lehnte Scott damals
allerdings ab – und damit war er der erste Schauspieler
in der Oscar-Geschichte, der eine Annahme verweigerte.
Ein weiteres Kinohighlight von 1970 ist die
amerikanische Filmkomödie „M.A.S.H.“. Altmeister und
Regisseur Robert Altmann hat diese Satire gedreht –
diese handelt von drei zynischen Armeeärzten eines
Mobile-Army-Surgical-Hospitals während der Zeit des
Koreakrieges. Der ernste Hintergrund: in diesen Camps
arbeiteten Chirugen unter schwierigsten und schlimmsten
Bedingungen – u.a. versorgten sie verwundete Soldaten.
Kritiken von damals: „Altmans umstrittener Film versteht
sich als grausige Satire gegen den Krieg. Und die stößt
den Zuschauer auf schockierende Weise zugleich ab und
unterhält.“. Übrigens: auch heute noch! Auch „Woodstock“
stammt aus dem Filmjahr 1970 – der Dokumentarfilm zeigt
live das Geschehen auf dem Woodstock-Festival. Übrigens:
damals waren über 20 Kameras gleichzeitig auf dem
Festival unterwegs. Aus dem mehr als 100
Farbfilmaufnahmen wurde ein dreistündiger Kinofilm im
Breitbandformat gefertigt. Interessant: die Veranstalter
selbst waren von dem Festival mehr als enttäuscht. Der
Grund: finanziell war das ganze ein Flop. Der Film
allerdings spielte allein in nur 18 Wochen über fünf
Millionen US-Dollar ein – und das war ein Mega-Erfolg!
Der Dank dafür: „Woodstock“ bekam als „Bester
Dokumentarfilm“ einen der begehrten Oscars. Glückwunsch!
Mit einer Hommage an die (19)68er-Bewegung präsentierte
Regisseur Michelangelo Antonioni sein Roadmovie „Zabriskie
Point“ – benannt nach einem Naturdenkmal im Death Valley
in Kalifornien/USA. Die Story: der ehemalige Student
Mark nimmt an einer Informationsveranstaltung teil.
Diese wird von der Polizei gewaltsam aufgelöst – ein
Polizist wird dabei erschossen. Mark wird verdächtig und
„klaut“ ein Flugzeug, mit dem er seine Flucht antritt.
Übrigens: Hollywood-Superstar Harrison Ford hatte in
diesem Film sogar eine Rolle. Die Szenen mit ihm sind
vor der Veröffentlichung allerdings herausgeschnitten
worden – sie gelten heute als „verloren“! Interessant,
oder!?
Ein gewisser Arnold Strong gab 1970 in dem Streifen
Hercules in New York sein Filmdebüt. 33 Jahre später
wird Mr. Strong oder besser
Arnold Schwarzenegger Gouverneur von
Kalifornien. Filmdebüts und
Neuerscheinungen
Susan Sarandon
startete in dem Film "Joe – Rache für Amerika" Ihre
Filmkarriere.
Tommy Lee Jones gab sein Filmdebüt in "Love
Story".
Diane Keaton war zum ersten Mal in "Liebhaber
und andere Fremde" zu sehen. |