Was war wann? 1900 >> Filmjahr 1970 Spielfilme
Share |
Filme 70er Jahre
1970
1971
1972
1973
1974
1975
1976
1977
1978
1979
Filme 1970
Airport 1970
Woodstock Festival 1969
DDR Filme
 
1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979

Das Filmjahr 1970 Kinofilme Film Nominierungen 1970

Alfred Hitchcocks Kino-Thriller „Topas“ eröffnete das Filmjahr 1970 – der Name steht für einen international agierenden Spionagering. Hintergrund (und Zeitpunkt) der Geschichte ist die Kuba-Krise 1962. Story: Oberst Boris Kusenow – Leiter beim sowjetischen KGB – entscheidet sich, zu den Amerikanern überzulaufen. Um an Informationen zu kommen, soll der André Devereaux (französischer Geheimdienst) Kubas Delegations-Chef Rico Parra „anzapfen“. Der wiederum verschafft ihnen ein geheimes Dokument, das beweist, dass die Russen eigene Raketen nach Kuba bringen. Auch in Sachen „Tragikomödie“ war 1970 einiges zu sehen: „Alice´s Restaurant“ taucht in die (scheinbar) heile Welt der „Blumenkinder“ ein. In einer solch´ faszinierenden Art und Weise, die Regisseur Arthur Penn die Nominierung für den „Beste-Regie“-Oscar eingebracht hatte. Der US-Filmkritiker und Pulitzer-Preisträger Roger Ebert schrieb damals in der „Chicago Sun-Times“ über den Film: „Alice´s Restaurant sei kein großartiger Film, man habe aber nie das Gefühl, dass er das sein wolle“. Die Story spielt in den USA der 1960er: Der College-Student Arlo Guthrie will sich geschickt aus der Verantwortung des Wehrdienstes entziehen. Kurzerhand macht er sich auf, um zu den Freunden (und Hippies) Alice und Ray zu trampen. Der Film endet übrigens mit einem Brautkleid und einem alles andere als glücklichen Gesicht. 1970 hat auch einen Kino-Klassiker geschaffen: „Airport“. Inhalt: Ein offenbar Geistesverwirrter Bombenleger befindet sich an Bord eines Passagierflugzeuges. Er droht damit, die Fluggäste samt Crew „in die Luft“ zu sprengen. Gleichzeitig kommt ein schwerer Schneesturm auf – und der Lincoln International Airport scheint bald eingeschneit zu sein. Trotzdem: der Manager versucht genauso vehement, den „Airport“ trotz aller Widrigkeiten offen zu halten. Dank toller Schauspieler wie Dean Martin († 25. Dezember 1995) und Burt Lancaster († 20. Oktober 1994) gehört der Streifen auch heute noch zu einem spannenden Filmeabend! In „Patton – Rebell in Uniform“ geht es um das Leben eines US-Generals während des Zweiten Weltkriegs.

Fans und Kritiker waren vor allem von der schauspielerischen Leistung des verstorbenen Hauptdarstellers George C. Scott angetan. Diese Leistung brachte ihm den Oscar als bester Hauptdarsteller ein. Diesen lehnte Scott damals allerdings ab – und damit war er der erste Schauspieler in der Oscar-Geschichte, der eine Annahme verweigerte. Ein weiteres Kinohighlight von 1970 ist die amerikanische Filmkomödie „M.A.S.H.“. Altmeister und Regisseur Robert Altmann hat diese Satire gedreht – diese handelt von drei zynischen Armeeärzten eines Mobile-Army-Surgical-Hospitals während der Zeit des Koreakrieges. Der ernste Hintergrund: in diesen Camps arbeiteten Chirugen unter schwierigsten und schlimmsten Bedingungen – u.a. versorgten sie verwundete Soldaten. Kritiken von damals: „Altmans umstrittener Film versteht sich als grausige Satire gegen den Krieg. Und die stößt den Zuschauer auf schockierende Weise zugleich ab und unterhält.“. Übrigens: auch heute noch! Auch „Woodstock“ stammt aus dem Filmjahr 1970 – der Dokumentarfilm zeigt live das Geschehen auf dem Woodstock-Festival. Übrigens: damals waren über 20 Kameras gleichzeitig auf dem Festival unterwegs. Aus dem mehr als 100 Farbfilmaufnahmen wurde ein dreistündiger Kinofilm im Breitbandformat gefertigt. Interessant: die Veranstalter selbst waren von dem Festival mehr als enttäuscht. Der Grund: finanziell war das ganze ein Flop. Der Film allerdings spielte allein in nur 18 Wochen über fünf Millionen US-Dollar ein – und das war ein Mega-Erfolg! Der Dank dafür: „Woodstock“ bekam als „Bester Dokumentarfilm“ einen der begehrten Oscars. Glückwunsch! Mit einer Hommage an die (19)68er-Bewegung präsentierte Regisseur Michelangelo Antonioni sein Roadmovie „Zabriskie Point“ – benannt nach einem Naturdenkmal im Death Valley in Kalifornien/USA. Die Story: der ehemalige Student Mark nimmt an einer Informationsveranstaltung teil. Diese wird von der Polizei gewaltsam aufgelöst – ein Polizist wird dabei erschossen. Mark wird verdächtig und „klaut“ ein Flugzeug, mit dem er seine Flucht antritt. Übrigens: Hollywood-Superstar Harrison Ford hatte in diesem Film sogar eine Rolle. Die Szenen mit ihm sind vor der Veröffentlichung allerdings herausgeschnitten worden – sie gelten heute als „verloren“! Interessant, oder!?
Ein gewisser Arnold Strong gab 1970 in dem Streifen Hercules in New York sein Filmdebüt. 33 Jahre später wird Mr. Strong oder besser Arnold Schwarzenegger Gouverneur von Kalifornien.

Filmdebüts und Neuerscheinungen
Susan Sarandon startete in dem Film "Joe – Rache für Amerika" Ihre Filmkarriere. Tommy Lee Jones gab sein Filmdebüt in "Love Story". Diane Keaton war zum ersten Mal in "Liebhaber und andere Fremde" zu sehen.

<< Kinojahr 1969

Kinojahr 1971 >>