Juni 1961 - Uneinigkeit über Südtirol und Berlin

Kalender Juni 1961
Südtirol war immer wieder der Stein des Anstoßes. Die zahlreichen Anschläge in der Region machten die Klärung der Südtirol-Frage nicht leichter. Zum allen Unglück waren dann auch noch die Verhandlungen zwischen dem österreichischen Außenminister Bruno Kreisky und seinen italienischen Amtskollegen Antonio Segni über diese Frage gescheitert. Die Großmächte USA (Kennedy) und UdSSR (Chruschtschow) verhandelten derweil in Wien über Abrüstungsfragen und das Berlin-Problem. Die Sowjetunion hatte Kennedy ein Memorandum zur Umwandlung von West-Berlin in eine entmilitarisierte neutrale Stadt vorgeschlagen und einen Friedensvertrag gefordert. Die Entmilitarisierung Berlins hatte Bundeskanzler Konrad Adenauer abgelehnt. Auch die drei Westmächte zeigten eine ablehnende Haltung. Anders der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht. Er hatte die Neutralisierung ganz Deutschlands gefordert. Dies sei die Voraussetzung zur Lösung der Deutschland-Frage. Der Bau einer Mauer sei jedoch nicht geplant, hatte Ulbricht versichert.
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Wichtige Ereignisse im Mai 1961

1. Juni
Dominikanische Republik 1961 – Staatspräsident Joaquin Balaguer hatte Rafael Leonidas Trujillo zum neuen Oberbefehlshaber der Streitkräfte ernannt. Dieser war der Sohn des am 30. Mai ermordeten Diktators Rafael Leonidas Trujillo y Molina.
1. Juni
Polen 1961 – In seiner Fronleichnamspredigt hatte der Primas von Polen, Stefan Kardinal Wyszynski, die kommunistische Regierung seines Landes angegriffen.
1. Juni
Leichtathletik 1961 – Mit 86,74 m hatte in Mailand der italienische Speerwerfer Carlo Lievore den Weltrekord des US-Amerikaners Al Cantello von 1959 um 70 cm übertroffen.
1. Juni
BRD 1961 – Die ARD hatte mit der Ausstrahlung eines zweiten deutschen Fernsehprogramms begonnen. Die Frequenzen dieser Senderkette mussten 1963 dem Sendebetrieb des ZDF weichen.
1. Juni
BRD 1961 – In der Bundesrepublik hatte die Schering AG die Antibabypille auf den Markt gebracht.
2. Juni
BRD 1961 – Schwere Unwetter hatten in den Bundesländern Niedersachsen, Hessen und Rheinlang-Pfalz gewütet. Insbesondere in den Kreisen Göttingen und Duderstadt (Niedersachsen) waren die schlimmsten Hochwasserkatastrophen seit 100 Jahren verzeichnet worden. Der Fluss Leine hatte einen Wasserstand von 2,65 m (bei einem Normalstand von 1,10 m) erreicht.
3. Juni
USA/Sowjetunion 1961 – In der österreichischen Hauptstadt Wien hatten sich der US-amerikanische Präsident John F. Kennedy und der sowjetische Partei- und Regierungschef Nikita Chruschtschow zu einem Meinungsaustausch über Abrüstungsfragen und das Berlin-Problem getroffen.
3. Juni
BRD 1961 – In Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) hatte Bundespräsident Heinrich Lübke den Grundstein für das neue Haus der Ruhrfestspiele gelegt.
4. Juni
USA/Sowjetunion 1961 – Bei ihrem Treffen in Wien hatte Regierungschef Nikita Chruschtschow dem US-Präsidenten John F. Kennedy ein Memorandum zur Deutschlandpolitik überreicht. Darin hatte Chruschtschow die Umwandlung von Berlin in eine entmilitarisierte neutrale Stadt vorgeschlagen und den Abschluss eines Friedensvertrages gefordert. Das Memorandum war erst am 11. Juni veröffentlicht worden.
4. Juni
Südkorea 1961 – Nach der Machtübernahme des Militärs in Südkorea hatte ein Kriegsgericht in der Hauptstadt Seoul die ersten Todesurteile ausgesprochen. In einer nur dreistündigen Verhandlung waren drei Männer zum Tode, ein vierter zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Außerdem waren 1.385 Staatsbeamte und Offiziere wegen „ehrenrührigen Verhaltens“ fristlos entlassen worden.
4. Juni
BRD 1961 – Einer Mitteilung des Deutschen Camping-Clubs zufolge hatten 1960 mehr als zwei Millionen Campingreisende auf 596 Zeltplätzen in der Bundesrepublik Urlaub gemacht. Davon waren etwa 800.000 Besucher aus dem Ausland gekommen.
4. Juni
Fußball 1961 – Der Fußballklub Austria Wien war mit sieben Punkten Vorsprung vor Vienna Wien nach Abschluss der Fußballsaison 1960/61 Österreichischer Fußballmeister geworden.
4. Juni
BRD 1961 – Die ARD strahlte zum ersten Mal die „Sportschau“ aus, die von da an regelmäßig gesendet wurde.
5. Juni
Dominikanische Republik 1961 – Zusammen mit einem weiteren Verschwörer hatte die dominikanische Polizei den früheren General Juan Tomás Diaz in Ciudad Trujillo (Santo Domingo) entdeckt und ihn erschossen. Diaz war für das Attentat auf Rafael Leonidas Trujillo gemacht worden.
6. Juni
BRD 1961 – Mit Sitz in Mainz (Rheinland-Pfalz) war durch Staatsvertrag der Länder der BRD das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) als gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet worden.
6. Juni
BRD 1961 – Zum zweiten Mal war in der Bundesrepublik eine Volkszählung durchgeführt worden.
7. Juni
DDR 1961 – Nach dem die Wiener Gespräche zwischen US-Präsident John F. Kennedy und dem sowjetischen Regierungschef Nikita Chruschtschow beendet worden waren, hatte sich SED-Sekretär Walter Ulbricht für ein Gespräch zwischen der Bundesrepublik und der DDR eingesetzt. Auf einem Parteitag in der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin hatte Ulbricht betont, dass es für die Lösung der deutschen Frage nur den Weg der „militärischen Neutralisierung ganz Deutschlands“ geben dürfte.
7. Juni
BRD/Griechenland 1961 – In Nürnberg (Bayern) waren Vertreter der deutschen und der griechischen Arbeiterverwaltung übereingekommen, dass mehr griechische Arbeitskräfte in die BRD vermittelt und hier besser betreut werden sollten. Geplant war zudem die Einrichtung von Auskunftsbüros für die 40.000 griechischen Arbeitnehmer in Frankfurt am Main, München, Stuttgart und Köln.
7. Juni
BRD 1961 – Das Kabinett in Bonn hatte beschlossen, dass vom 1. August 1961 bis zum 31. Januar 1962 keine Beiträge mehr zur Arbeitslosenversicherung mehr gezahlt werden brauchten.
7. Juni
BRD 1961 – Einem Vorschlag des Weinbaumeisters von Rheinland-Pfalz, Oskar Stübinger, zufolge, sollte die Verpflegungsration der Bundeswehrsoldaten um 0,25 Liter Wein pro Tag bereichert werden. Dieser Vorschlag war am 14. Juni von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß abgelehnt worden.
8. Juni
Laos/International 1961 – Die USA, Großbritannien und Frankreich hatten erklärt, dass sie vorerst nicht mehr an der Genfer Laos-Konferenz teilnehmen würden angesichts des neuerlichen Bruchs der Waffenruhe durch die Pathet-Lao in Laos und des sowjetischen Zögerns, sich an Friedensregelungen zu beteiligen.
8. Juni
Großbritannien 1961 – In der mittelalterlichen Kathedrale von York war Prinz Edward George, Herzog von Kent, in Anwesenheit der britischen Königsfamilie die Ehe mit Catherine Worsley eingegangen.
9. Juni
UNO 1961 – Mit neun gegen null Stimmen bei zwei Enthaltungen (Frankreich und Großbritannien) hatte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York Portugal zur schnellstmöglichen Einstellung der Unterdrückungsmaßnahmen gegen die Bevölkerung der portugiesischen Kolonie Angola in Westafrika aufgefordert.
10. Juni
Südafrika 1961 – Die Regierung des Landes hatte dem Parlament einen Gesetzentwurf vorgelegt. Dieser hatte das Ziel, die Prohibition für die 12,7 Millionen umfassende farbige Bevölkerung abzuschaffen. Danach war es ab Juli möglich, dass neben Mischlingen und Indern auch alle über 18 Jahre alten Bantus in Südafrika alkoholische Getränke aller Art käuflich erwerben konnten.
10. Juni
Schweiz/Sowjetunion 1961 – Von der Zürcher Fremdenpolizei war dem sowjetischen Geiger David Oistrach die Erlaubnis zum Auftreten in der Zürcher Tonhalle verweigert worden.
10. Juni
Großbritannien 1961 – Anlässlich der offiziellen Feier des Geburtstages der Königin Elisabeth II. erhielten rund 2.300 Briten Orden und Titel verliehen. Außerdem feierte an diesem Tag der Gemahl der Queen, Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, seinen 40. Geburtstag.
10. Juni
Fußball 1961 – In der ungarischen Hauptstadt Budapest hatte Österreich gegen den Gastgeber Ungarn 1:2 in einem Fußball-Länderspiel gewonnen.
11. Juni
Kongo 1961 – Zwischen Vertretern der kongolesischen Provinz Katanga und der Zentralregierung hatten in Mailand (Italien) Geheimverhandlungen stattgefunden. Über die Freilassung des Präsidenten von Katanga, Moise Tschombé, konnte Einigung erzielt werden. Tschombé war wegen des Todes von Patrice Lumumba, des Ex-Ministerpräsidenten, inhaftiert worden.
11. Juni
BRD/Sowjetunion 1961 – Das Deutschland-Memorandum vom 4. Juni von dem sowjetischen Regierungschef Nikita Chruschtschow war veröffentlicht worden. Der Vorschlag einer Entmilitarisierung Berlins, wie Chruschtschow ihn gemacht hatte, war von Bundeskanzler Konrad Adenauer abgelehnt. Eine ablehnende Haltung hatten auch die drei Westmächte gezeigt.
11. Juni
Südtirol 1961 – Es war in der Nacht zu einer Serie von Sabotageakten gekommen. Dabei waren 19 Telefon- und Hochspannungsmasten gesprengt worden.
11. Juni
DDR 1961 – Für die Kreise Gotha, Sondershausen und Weimar in Thüringen sowie für die Bezirke Karl-Marx-Stadt und Zwickau in Sachsen musste Hochwasseralarm gegeben werden nach anhaltenden Regenfällen. Das kürzlich in Betrieb genommene Rückstaubecken bei Straußfurt war bis zum Rand gefüllt. Es konnte bis zu 20 Millionen Liter Wasser stauen.
11. Juni
Radrennsport 1961 – Nach drei Wochen war in Mailand der Giro d‘Italia mit einem Sieg des Italieners Armaldo Pambianco beendet worden, das am 20. Mai begonnen hatte. Der Kölner Hans Junkermann hatte den sechsten Platz belegt.
11. Juni
Automobilrennsport 1961 – Das Team Olivier Gendebien (Belgien) und Phil Hill (USA) auf Ferrari hatte das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewonnen. Dabei hatten sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 186,5 km/h erreicht.
12. Juni
Laos/International 1961 - In Genf (Schweiz) war die internationale Laos-Konferenz wieder einberufen worden. Auch die Führer der drei laotischen Parteien, die im Streit lagen, wollten sich am 18. Juni in Zürich treffen.
12. Juni
BRD 1961 – Der Wissenschaftsrat hatte wegen des Mangels an Ausbildungsmöglichkeiten für Medizinstudenten die Gründung von sieben neuen medizinischen Akademien in der Bundesrepublik empfohlen. Zudem war der Ausbau der bestehenden medizinischen Fakultäten vorgesehen.
12. Juni
West-Berlin 1961 – Die Zahl der Studenten an der Freien Universität war im Sommersemester 1961 zum ersten Mal auf mehr als 13.000 angestiegen. Für das Sommersemester 1961 hatte die Technische Universität rund 8.500 Studenten ausgewiesen. Zusammen mit den Studierenden der Hochschule für Bildende Kunst, der Pädagogischen und der Kirchlichen Hochschule hatte es in West-Berlin insgesamt rund 25.000 Studenten gegeben.
12. Juni
BRD 1961 – Bei Gaubüttelbrunn in der Nähe von Kirchheim in Unterfranken (Bayern) fand zum ersten Mal das internationale Bildhauersymposium statt. Es dauerte bis zum 15. September.
13. Juni
Südvietnam 1961 – In der südvietnamesischen Hauptstadt Saigon waren 70 Experten für Guerilla- und Dschungelkrieg aus den Vereinigten Staaten eingetroffen. Sie sollten den Streitkräften des Präsidenten Ngo Dinh Diem im Kampf gegen die oppositionellen Vietcong-Verbände Unterstützung leisten.
13. Juni
China/Nordvietnam 1961 – Auf seinem Empfang zu Ehren einer nordvietnamesischen Regierungsdelegation hatte der chinesische Ministerpräsident Chou En-Lai heftige Angriffe gegen den „amerikanischen Imperialismus in Südostasien“ gerichtet.
13. Juni
Österreich 1961 – Die am 31. Mai von Otto Habsburg-Lothringen geleistete Loyalitätserklärung war vom österreichischen Ministerrat abgelehnt worden. Otto Habsburg-Lothringen war der Sohn des letzten österreichischen Kaisers.
13. Juni
Algerien/Frankreich 1961 – Die Verhandlungen in Evian (Frankreich) über die Zukunft Algeriens waren auf unbestimmte Zeit unterbrochen worden. Der Grund waren die Terroranschläge in Algerien.
13. Juni
BRD 1961 – Bei Esslingen-Mettingen in der Nähe von Stuttgart (Baden-Württemberg) war es zu einem Zusammenstoß zweier Vorortzüge gekommen. Bei dem Unglück waren 35 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 36 Menschen erlitten schwere Verletzungen.
13. Juni
Pferderennsport 1961 – In Anwesenheit der britischen Königin Elisabeth II. und ihrer Schwester, Prinzessin Margaret, war im englischen Ascot die Rennsaison eröffnet worden.
14. Juni
BRD 1961 – Gegen den Leiter der Ringberg-Klinik in Rottach-Egern, Josef Issels, hatte der Prozess vor der Strafkammer des Münchner Landgerichts begonnen. Dem Arzt war die fahrlässige Tötung von vier Patienten vorgeworfen worden, die an Krebs erkrankt waren.
14. Juni
Großbritannien/West-Berlin 1961 – Der britische Verteidigungsminister Harold Watkinson hatte die Vorräte der britischen Truppen in West-Berlin überprüfen, für den Fall, dass es zu einer Krise kommen sollte. Außerdem hatte Watkinson erneut versichert, dass die Truppen in West-Berlin bleiben würden, solange ihre Anwesenheit nötig sein würde.
15. Juni
DDR/International 1961 – Der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht hatte die Neutralisierung von West-Berlin auf einer internationalen Pressekonferenz in der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin gefordert. Die Frage, ob der Bau einer Mauer in Berlin geplant wäre, hatte Ulbricht verneint.
15. Juni
BRD 1961 – In Köln war von den Ford-Werken AG die Ausschüttung einer ungewöhnlich hohen Dividende von 50 Prozent geplant. Der Betrag hatte sich aus der Tatsache erklärt, dass der Ford-Konzern steuerliche Vorteile so weit wie möglich ausgenutzt hatte. Im Besitz freier Aktionäre war nur 1 Prozent des Aktienkapitals der deutschen Ford-Werke.
16. Juni
BRD 1961 – Nach Anrufung des Vermittlungsausschusses war das Steueränderungsgesetz zur Entlastung der Steuerzahler durch den Bundesrat in Bonn endgültig verabschiedet worden.
16. Juni
Sowjetunion/Frankreich 1961 – Auf dem Flughafen Le Bourget hatte der sowjetische Ballettänzer Rudolf Nurejew, der in Paris auf Gastspiel war, um politisches Asyl gebeten.
16. Juni
BRD 1961 – Im Deutschen Theater in München (Bayern) fand die Erstaufführung des Musicals „West Side Story“ des US-amerikanischen Komponisten Leonard Bernstein in der BRD statt.
17. Juni
Frankreich 1961 – Auf der Strecke von Paris nach Straßburg war bei Ventry-le-François ein Schnellzug entgleist. Bei dem Unglück waren 24 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 109 Menschen hatten Verletzungen erlitten. Ursache war ein Bombenanschlag gewesen, vermutlich der OAS.
17. Juni
BRD 1961 – In Kahl am Main (Bayern) hatte der erste Leistungsreaktor der Bundesrepublik nach drei Jahren Bauzeit erstmals Atomstrom geliefert.
18. Juni
Fußballmeister 1961 – Vor Young Boys Bern war Servette Genf mit einem Vorsprung von zehn Punkten Schweizer Fußballmeister 1961 geworden.
19. Juni
Großbritannien/Kuwait 1961 – Kuwait war ein von Großbritannien unabhängiges Emirat geworden. Abdallah As Salim As Sabah war das erste Staatsoberhaupt.
19. Juni
Südtirol 1961 – Im italienischen Südtirol war es zu einer weiteren Zuspitzung der Lage gekommen. Es hatte in mehreren Orten Schießereien italienischer Wachtposten gegeben. Dabei waren zwei junge Südtiroler ums Leben gekommen.
20. Juni
BRD/Frankreich 1961 – Bundespräsident Heinrich Lübke war zu einem Staatsbesuch nach Frankreich gereist, wo er sich bis zum 23. Juni aufhielt. Es war Lübkes erster Staatsbesuch im Ausland. Zugleich war zum ersten Mal ein Staatsoberhaupt der BRD in Frankreich gewesen.
20. Juni
Großbritannien 1961 – In einer Schuhfabrik in Sudheim bei Northeim (Niedersachsen) war ein Großbrand ausgebrochen, der einen Sachschaden von vier Millionen DM verursachte und die Schuhfabrik fast völlig zerstört hatte. Die Hauptproduktionsstätten und das Lager der Firma waren total ausgebrannt. Lediglich die in einem eigenen Gebäude untergebrachte Stepperei war erhalten geblieben.
21. Juni
Sowjetunion/DDR 1961 – Für Ende 1961 hatte der sowjetische Regierungschef Nikita Chruschtschow den Abschluss eines Separatfriedens mit der DDR angekündigt.
21. Juni
Südtirol/Italien 1961 – Die Südtiroler Volkspartei hatte sich von den Terroranschlägen in Italien distanziert.
22. Juni
Kongo 1961 – Die Zentralregierung des Kongo (Zaire) hatte nach zwei Monaten Haft den Ministerpräsidenten der kongolesischen Provinz Katanga, Moise Tschombé, auf freien Fuß gesetzt.
22. Juni
Laos/International 1961 – Auf ihrer Gipfelkonferenz in Zürich (Schweiz) hatten sich die drei Führer der laotischen Parteien über die Bildung einer „Regierung der nationalen Einheit“ in Laos geeinigt.
23. Juni
Ägypten 1961 – Die Umwandlung der Al-Azhar-Moschee in der Hauptstadt Kairo in eine moderne Universität war von der Nationalversammlung der Vereinigten Arabischen Republik (VAR) gebilligt worden.
23. Juni
West-Berlin/International 1961 – Der Regierende Bürgermeister von West-Berlin, Willy Brandt, hatte in der Berliner Kongresshalle die XI. Internationalen Berliner Filmfestspiele eröffnet. Die Festspiele dauerten bis zum 4. Juli. Es hatten sich 47 Länder an der Veranstaltung beteiligt.
23. Juni
International 1961 – Der Antarktisvertrag vom 1. Dezember 1959 war in Kraft getreten.
24. Juni
BRD/West-Berlin 1961 – Für die nächsten fünf Jahre hatte die Bundesregierung rund 225 Millionen DM für einen großzügigen Ausbau der Untergrundbahn in West-Berlin bereitgestellt. Das bereits fünfte geplante U-Bahn-Projekt der Nachkriegszeit konnte dadurch in Angriff genommen werden. Das U-Bahn-Projekt betraf eine Verbindungslinie zwischen dem Bezirk Tempelhof und dem neuen großen Verwaltungszentrum am Fehrbelliner Platz.
24. Juni
BRD/International 1961 – Im Ausland war das Interesse an der deutschen Sprache gewachsen. Dies hatte der Deutsche Akademische Austauschdienst mitgeteilt. Das Goethe-Institut, das sich der Pflege der deutschen Sprache und Kultur im Ausland widmet, bot derzeit Lernmöglichkeiten der deutschen Sprache für mehr als 35.000 eingeschriebene Hörer in der ganzen Welt an.
24. Juni
Fußball 1961 – Mit einem 3:0-Sieg gegen Borussia Dortmund war der 1. FC Nürnberg Deutscher Fußballmeister geworden.
25. Juni
Österreich/Italien 1961 – Die Verhandlungen zwischen dem österreichischen Außenminister Bruno Kreisky und seinem italienischen Amtskollegen Antonio Segni über die Südtirol-Frage, die am Vortag in Zürich (Schweiz) begonnen hatten, waren gescheitert.
25. Juni
Frankreich 1961 – In größerem Umfang hatten die Bauernunruhen in der Bretagne und Nordfrankreich auch auf Südfrankreich übergegriffen. Durch Ausmaß und Heftigkeit hatte die Bewegung die Autorität des französischen Staates bedroht.
25. Juni
Irak/Kuwait 1961 – Gegen den Widerstand von Großbritannien und Jordanien hatte der Irak die Eingliederung des Emirates Kuwait beansprucht. Kuwait hatte am 19. Juni seine Unabhängigkeit von Großbritannien erhalten.
25. Juni
BRD 1961 – In der Nacht zum Sonntag hatte es auf dem Rhein bei Königswinter eine Schiffskollision gegeben. Dabei waren sechs Menschen ums Leben gekommen.
25. Juni
BRD 1961 – Am Wochenende hatte es bei der ersten Hitzewelle des Jahres eine Serie von Badeunfällen gegeben. Insgesamt hatten 30 Menschen ihr Leben verloren. Allein in Bayern waren sieben Personen beim Baden umgekommen.
26. Juni
Osteuropa 1961 – In den meisten osteuropäischen Staaten gab es einen Lebensmittelmangel. Vor allem Fleisch war Mangelware. Besonders in der DDR, in Polen, der Tschechoslowakei und in Bulgarien herrschten gravierende Versorgungsmängel.
26. Juni
USA/BRD 1961 – Die Luftpostverbindung von der BRD nach New York dauerte nicht länger als innerhalb der Bundesrepublik, vorausgesetzt, die Sendungen wurden bis 12.30 Uhr bei der Luftpostleitstelle des Flughafens Köln-Bonn eingeliefert. Dann trafen sie noch am gleichen Nachmittag in New York ein. Am nächsten Tag konnten sie zugestellt werden. Allerdings begünstigte hier vor allem die Zeitverschiebung zwischen den USA und der BRD diese Schnelligkeit.
27. Juni
Kuwait 1961 – Der Scheich, Abdallah As Salim Sabah, hatte den Ausnahmezustand über das Land verhängt und die 6.000 Mann starke Armee an der Grenze zum Irak Verteidigungsstellung beziehen lassen. Falls der Irak seine Annexionspolitik gegenüber Kuwait nicht aufgeben würde, war Großbritannien entschlossen, militärisch einzugreifen.
27. Juni
USA 1961 – Für die amerikanische Weltraumforschung im nächsten Finanzjahr hatte der Weltraum-Ausschuss des US-Senats die von Präsident John F. Kennedy geforderte Summe von 1,7 Milliarden US-Dollar (mehr als sieben Milliarden DM) gebilligt.
28. Juni
BRD 1961 – Der Bundestag hatte gegen die Stimmen von SPD und FDP das Familienrechts-Änderungsgesetz verabschiedet. Mit diesem Gesetz wurden die Scheidungen erschwert.
28. Juni
BRD 1961 – Das Gesetz zur Verbesserung der wirtschaftlichen Sicherung der Arbeitnehmer im Krankheitsfall war nach der Beratung im Vermittlungsausschuss vom Bundestag einstimmig verabschiedet worden.
28. Juni
BRD/Ägypten 1961 – Die Bundesrepublik beabsichtigte die Bereitstellung von 500 Millionen DM für den Bau eines Staudamms am Euphrat zu günstigen Bedingungen.
28. Juni
Portugal/Angola 1961 – In den Überseeprovinzen hatte Portugal 40.000 Mann seiner Streitkräfte stationiert. Der größte Teil davon war in Angola stationiert worden.
28. Juni
Kanada 1961 – Mehr als 25.000 Morgen Wald waren in Winnipeg durch Waldbrände vernichtet worden. Die Feuerwehr war im Kampf gegen die Brände von Einheiten der kanadischen Armee unterstützt worden.
29. Juni
BRD 1961 – Wenn das Jahreseinkommen der Eltern eine Summe von 7.200 DM nicht überstieg, kam es für die Arbeitnehmer künftig zu Zahlungen von monatlich 25 DM Kindergeld für jedes zweite Kind aus Steuergeldern.
30. Juni
BRD 1961 – Der deutsche Bundesrat billigte mit Mehrheit eine Verordnung über die Sonntagsarbeit in der Eisen- und Stahlindustrie.
30. Juni
BRD 1961 – Vor dem deutschen Bundestag hatte Bundespräsident Eugen Gerstenmaier eine Erklärung im Namen des ganzen Hauses über die Deutschland-Frage abgegeben.
30. Juni
BRD 1961 – Im ersten Halbjahr 1961 hatte die Wirtschaft der Bundesrepublik einen Ausfuhr-Überschuss von 3,6 Milliarden DM, gegenüber 2,2 Milliarden DM im gleichen Zeitraum 1960 erzielt. Trotz der Aufwertung der DM am 6. März war der Ausfuhr-Überschuss gestiegen.
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