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Von Garfunkel und Presley
Die später als „Simon & Garfunkel“ bekannte Band
„Tom and Jerry“ begann im
Januar des Jahres 1956
eine Reihe von Auftritten und zusammen mit Big
Records realisierten sie ihre erste Single „Hey, Schoolgirl“. Auch der Folge-Hit „Dancin' Wild“
verkaufte sich gut. Die zwei jungen Musiker tourten
insgesamt acht Monate durch die USA, trennten sich
dann aber und begannen zu studieren. Anfang
Februar
nahm Bo Diddley seine beiden Erfolge „Hey Bo Didley“
und „Mona“ auf. In den
Billboard-Charts war Pat
Boone in der ersten Februarwoche in an der Spitze,
wurde dann von Tab Hunter mit „Young Love“ abgelöst.
In Deutschland fand zu dieser Zeit der zweite
offizielle
Eurovision Song Contest statt. Der
Niederländer Corry Brokken gewann die Veranstaltung
in Frankfurt am Main mit seinem Song „Net als toen“.
Elvis Presley nutzte derweil erstmals sein großes
Kapital und erstand auf der anderen Seite der Welt
eine Villa in Memphis - welche er liebevoll
„Graceland“ taufte. Hier sammelte er fortan Kraft
für die kommenden Anstrengungen. Nach seinem
Superhit „All Shook Up“ im April und „Teddy Bear“ im
juli hatte Presley die Ruhe seines neuen Refugiums
dringend nötig.
Von der Klassik zu den „Beatles“
Schon im Vorjahr hatte Heitor Villa-Lobos von sich
reden gemacht. Der brasilianische Komponist hatte
mehrere Titel komponiert, die weltweite Anerkennung
jenseits der Charts fanden. Seine Stücke aus der
Reihe „Bachiana Brasileira“ erfuhren durchweg
positive Kritiken. Von Mai bis Juli nahm Villa-Lobos
unter EMIs Obhut die „Bachiana Brasileira #4, #7 und
#4 auf. Er gilt bis heute als einer der begnadetsten
Komponisten der Neuzeit. In Liverpool begegneten
sich in dieser Zeit erstmals die Herren
John Lennon und
Paul McCartney in der St. Peter Kirche. Das zufällige
Treffen auf dem Kirchenfest gilt als der Startschuss
der berühmten Band „The Beatles“.
Weitere Neuheiten
Das erfolgreiche Show-Format „Bandstand“ feierte im
August weitere Erfolge im Fernsehen. Auch beendete
Leonard Bernstein sein neuestes Musical „West Side
Story“ und der charterprobte Musiker Pat Boone hatte
seine ersten Auftritten im Hollywood-Kino. Er
spielte eine Rolle in den Filmen „Bernadine“ und
„April Love“. Auf der Verleihung der Oscars wurde
der Song „Que Sera, Sera“ - gesungen von
Doris Day –
mit dem Titel des besten Filmsongs geehrt. Der Titel
wurde im Rahmen von
Hitchcocks Meisterwerk „The Man
Who Knew Too Much“ aufgenommen. Von November bis
Dezember waren in der Billboard-Top3 überwiegend
Elvis Presley, Sam Cooke und Pat Boone erfolgreich. |