Was war wann? 1900 >> Mode 50er Jahre >> Modejahr 1958
Mode 50er Jahre
1950
1951
1952
1953
1954
1955
1956
1957
1958
1959
Mode1959
Mode der 50er Jahre
 
 
1950 1951 1952 1953 1954 1955 1956 1957 1958 1959

Das Modejahr 1959 Mode

Ein Jahr zuvor, präsentierte Yves Saint-Laurent die Trapezlinie. Doch nun, im Jahr 1959, kündigte er eine neue Kollektion an, welche die Taille betonen würde. Seine neue Linie war anspruchsvoll und extravagant. Ein Doppelrock wurde mit der Fasslinie kombiniert. Über einem engen, knielangen Rock wurde ein Fasslinien-Rock getragen, welcher nach innen eingeschlagen war. Die Taille wurde durch einen breiten Gürtel betont und Farben wie Schwarz, Grau oder Anthrazit waren beliebt.

Beide Stile, Fasslinie und Trapezlinie, wurden miteinander kombiniert obgleich sie so gegensätzlich waren. Oft wurden die Zelt- oder Trapezlinie, vorn durch einen Gürtel zusammengefasst und im Rücken wurde die Weite betont. Der Doppelrock war besonders bei Cocktailkleidern oft anzutreffen. Der Empire-Stil war bei Tageskleidern vorhanden, die über eine sehr hohe Taille verfügten und an denen der Fasslinien-Stil angekraust war. Der Saum reichte gerade bis zum Knie und war somit bedeutend kürzer als im Vorjahr. Abendkleider und sommerliche Kleider für den Nachmittag, waren im Dekolleté tief ausgeschnitten und mit einem breiten Kragen versehen. Weiterhin war der Bolero aktuell - ein Überjäckchen mit langen Ärmel, welches allerdings nur bis zur Taille reichte. Auch Kostüme wurden mit taillenlangen Jacken versehen und Röcke waren eng und gerade. Besonders das Chanel-Kostüm wurde sehr aktuell.


Die Stoffe die für Kleider verwendet wurden, waren meist rau und aus Woll-Crepe, Look-Mohau oder Cotelé. Im Sommer wurden Stoffe wie Popeline, Gabardine oder Leinen bevorzugt. Im Frühjahr war ein leichtes Violett beliebt und im Herbst gedeckte Töne, die besonders oft in den Kollektionen von Yves Saint-Laurent zu sehen waren. Hüte glichen Lampenschirmen, da sie enorm groß und auffällig waren. Vorne waren sie mit einer großen Rosette versehen und mit einem breiten Hutband. Wenn kunstvolle Frisuren getragen wurden, griff man zu einem leichten Tuch, dass über die Frisur gelegt wurde und sie so nicht zerstörte. Hinten wurden sie verknotet und vorne um den Hals geschlungen.

Die italienische Alta Moda und die französische Haute Couture waren zwar nach wie vor top aktuell und maßgebend, allerdings gewannen die Kreationen von Designern aus Westdeutschland an Bedeutung. Designer wie Uli Richter, Hans Seger, Gerd Staebe oder Heinz Oestergaard stammten aus Berlin und brachten neuen Wind in die Modeszene Westberlins. Aus München kamen Werner Wunderlich und Heinz Schulze-Varell, die besonders jugendliche Mode entwarfen.
Sportmode entwarf Bogner, die ihre Wellen bis nach Amerika Schlug. Seine Keilhosen wurden dort schlicht als "the Bogner's" bezeichnet. Teenager griffen zu Petticoat, in Kombination mit einem Pferdeschwanz oder aber einer Mausezähnchen-Frisur mit einer schlichten Jeans. Weiterhin war schwarze Kleidung aus Leder beliebt.  weraprw42

<< Modejahr 1958

Modejahr 1960 >>