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Emil und die Detektive
Marilyn Monroe
Verdammt in alle Ewigkeit
08/15
Vorhang auf
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Das Filmjahr 1954 Kinofilme

Ein echtes Film-Abenteuer brachte Regisseur Robert A. Stemmle im Kinojahr 1954 auf die deutschen Leinwände: Emil und die Detektive! Die abenteuerliche Story stammt aus dem gleichnamigen Roman von Erich Kästner: Emil bekommt die Gelegenheit, sich einer (Kinder)Bande anschließen zu können. Dafür ist allerdings eine gefährliche Mutprobe zu bestehen! Die Aufgabe für Emil: er soll helfen, einen

Seelöwen zu befreien. Das gelingt ihm und seinen Helfern auch, gleichzeitig aber kommt alles heraus. Kurz darauf fährt er mit dem Zug nach Berlin, um seine Cousine Pony Hütchen zu besuchen. Für die Zeit hatte ihm die Mutter 140 Mark mitgegeben – und die werden dem Kleinen schon im Zug geklaut. Doch anstelle, dass Emil „den Kopf hängen“ lässt, macht er sich mit Gustav mit der Hupe und anderen Freunden auf, die Verbrecher durch ganz Berlin zu verfolgen. Erstmals wurde der Film im Jahre 1931 verfilmt – damals hatte Billy Wilder eigens dafür das Drehbuch verfasst. Die farbige Neuverfilmung 1954 gehört zu den 10 erfolgreichsten Filmen des Jahres. Absolut spannend!
Im selben Jahr würde von Kästner auch "Das fliegende Klassenzimmer verfilm". In diesem Film hatte Peter Kraus seinen ersten Auftritt als Schauspieler.
Um die Models Pola – Tschicki und Tütü geht es in der US-amerikanischen Komödie „Wie angelt man sich einen Millionär?“ im Filmjahr 1954. Der Streifen war übrigens einer der ersten weltweit, der im neuen CinemaScope-Technikverfahren produziert wurde. Zu sehen sind die Schauspielerinnen Betty Grable – Marilyn Monroe und Lauren Bacall. Die Geschichte des Films: die drei wunderschönen Models leben mitten in der Großstadt New York – zu dem sind sie ständig auf der Suche nach geeigneten (Ehe)Männern. Und die sollten möglichst aus gutem Hause kommen und unbedingt Geld haben. Damit das Umfeld stimmt, mieten sich die Mädchen ein luxuriöses Appartement. Nur, die richtigen Männer lassen sich scheinbar nicht so einfach kennenlernen. Fakt ist, dass sich die jungen Frauen die Super-Wohnung nicht mehr lange leisten können. Kurzerhand fangen sie damit an, die Möbel nacheinander zu verpfänden. Übrigens: Bei der Premiere des Kinofilms soll die junge Marilyn Monroe total aufgeregt gewesen sein. Und deshalb hatte sie sich wohl „Mut antrinken wollen“. Und dann war es wohl doch ein Glas Champagner zu viel!? Es heißt, dass sie mit schwankenden Schritten „geführt“ werden musste.

Das Kinojahr 1954 zeigte u.a. auch das Meisterwerk „Verdammt in alle Ewigkeit“ von Regisseur Fred Zinnemann. Der Film ist mit erstklassigen Schauspielern besetzt: z.B. Burt Lancaster Montgomery Clift – Deborah Kerr und Frank Sinatra. Die Geschichte spielt im Sommer 1941 – in einer US-Kaserne auf Hawaii. Als gnadenlos ist hier Captain Holmes bekannt – sein Regiment zeichnet sich durch Strenge und Härte aus. Widerspruch ist Holmes nicht gewohnt – doch Ex-Boxer Prewitt „tanzt“ nicht sofort nach seiner „Pfeife“ und will nicht – wie gefordert - in die Box-Staffel eintreten. Dadurch gerät er in die „Schusslinie“ des Captains und wird von dem schikaniert – wo es auch nur geht. Der US-amerikanische Kriegsfilm wurde gleich für 13 Oscars nominiert – insgesamt acht bekam er dann auch: u.a. für den „Besten Film“ – die „Beste Regie“ – „Beste Kamera“ und „Bester Schnitt“. Dazu gab es dann noch zwei Golden-Globe-Awards – u.a. für Frank Sinatra in der „Besten Nebenrolle“.

Der deutsche Spielfilm 08/15 feierte ebenfalls Premiere in den Lichtspielhäusern des Filmjahres 1954 - der basiert auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Hans Hellmut Kirst. In der Geschichte geht es um die Gefreiten Asch (gespielt von Joachim Fuchsberger) und Kanonier Vierbein (Paul Bösiger) – beide gehören während des Zweiten Weltkriegs einer Korporalschaft an. Allerdings wird Vierbein immer wieder von seinem Zugführer Platzek gequält und geschunden. Dazu kommen weitere Strafdienste, mit denen der Kanonier zusätzlich schikaniert wird. Dann aber lässt Vierbein bei einer Schießübung Munition „mitgehen“. Für Asch steht fest: jetzt ist die Zeit der Rache gekommen! Beide beginnen, das
Verhalten von Platzek & Co. etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Und das bleibt natürlich nicht unentdeckt! Übrigens: der Autor des Bestseller-Romans, Hans Hellmut Kirst, war selbst Soldat im Zweiten Weltkrieg und hatte dafür seine persönlichen Erfahrungen „zu Papier“ gebracht. Für den Schauspieler Joachim Fuchsberger war die Rolle des Gefreiten Asch die erste überhaupt. Kurz danach entstanden zwei weitere Fortsetzungen: „08/15 im Krieg“ und „08/15 in der Heimat“. Das Kinojahr 1954 brachte einen zweiten Film mit der Super-Frau Marilyn Monroe heraus: „Blondinen bevorzugt!“. Die US-amerikanische Komödie zeigt die beiden äußerst hübschen Showgirls Lorelei und Dorothy. Und während Lorelei eher berechnend und materialistisch veranlagt ist, spielt für Dorothy Geld keine große Rolle. Eigentlich haben beide alles, was man sich als Mädchen erträumen kann – außer: ihnen fehlt der richtige Mann an ihrer Seite! Und wo könnte frau diesen besser kennen lernen, als auf einem Luxusdampfer!? Also machen sich die beiden Frauen auf und stechen in See: von Amerika nach Paris. Doch die Wirklichkeit sieht manchmal dann ganz anders aus: Probleme tauchen auf und Abenteuer müssen bestanden werden. Ob am Ende der Reise der Hafen der Ehe wartet!? Die Zuschauer dürfen gespannt sein. Einer der Titelsongs „Diamonds Are a Girl´s Best Friend“ stammte aus dem Film – das American Film Institute wählte ihn auf Platz 12 der 100 besten amerikanischen Filmsongs! Neben Marilyn Monroe war Jane Russel zu bewundern – die Presse fand beide Schauspielerinnen attraktiv und alles andere als „Blond = Blöd“.
Extrem Taktvoll ging es bei „Vorhang auf“ zu – in der Hauptrolle des Musikfilms war eines der größten Tanzgenies der Filmgeschichte: Fred Astaire! Der Mann war dafür bekannt, perfekte Choreografien zu Tanzen: mit Eleganz und einer scheinbaren Leichtigkeit – pure Unterhaltung und echter (Tanz)Spaß. In „Vorhang auf“ tanzt Astaire z.B. in einem Bahnhof – in einer Spielhalle und im New Yorker Central Park (Studio-Kulisse). Viele bekannte Songs sind dabei zu hören: u.a. „By Myself“ – „A Shine On Your Shoes“ – „Dancing In The Dark“ oder auch „Girl Hunt“.

Auszeichnungen 1954
Grace Kelly bekam für den Film „Ein Mädchen vom Lande“ einen Oscar.

Neuerscheinungen und Filmdebüts
Mit dem Heimatfilm „Rosen-Resli" begann die Karriere von Christine Kaufmann.

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