Chronik 1957 - Das neue Wort: Republikflucht

Die Konkurrenz zwischen den Großmächten gewann an Brisanz, als die Sowjetunion nicht nur mit dem Start der ersten Interkontinentalrakete aufwartete, sondern auch den ersten Satelliten namens „Sputnik“ ins All schickte. Mit diesem sogenannten Sputnikschock löste sie den Wettlauf um wissenschaftliche Errungenschaften aus, der stellvertretend für den politischen Machtkampf ausgetragen wurde. Während die UdSSR weiter ihren Kurs der friedlichen Koexistenz vertrat, argwöhnten die USA bei allen Bestrebungen des Ostblocks eine kommunistische Unterwanderung, wie sie in der Eisenhower-Doktrin definiert worden war und wogegen sie massiv vorgingen.
Die DDR hatte mit einer beständigen Auswanderungswelle zu kämpfen, durch die sie wertvolle Arbeitskräfte verlor. Um dem entgegen zu wirken, wurde ein ungesetzliches Verlassen des Landes unter Strafe gestellt. Das Wort „Republikflucht“ war geboren. Es konnte die Menschen jedoch nicht derart schrecken, dass sie nicht weiterhin zahlreich in den Westen flüchteten, wo sie die Möglichkeit für ein freiheitlich-demokratisches Leben sahen.
Die USA konnten mit dem Film „Die zwölf Geschworenen“, einem erstklassigen Justizdrama mit Henry Fonda, einen Welterfolg erspielen. Der Film ist bis heute ein Klassiker. Und das eigens zur Weltausstellung in Brüssel erbaute Atomium wurde zum Wahrzeichen der belgischen Hauptstadt.
1999
2000
<< Das war 1956

Das war 1958 >>

Am meisten gefragt aus dem Jahr 1956...

Wer war 1957 Bundeskanzler?

Konrad Adenauer war Bundeskanzler 1957
Wer war 1957 Bundespräsident?
Theodor Heuss war Bundespräsident 1957
Wer war 1957 Präsident der DDR?
Wilhelm Pieck war 1957 Präsident der DDR
Wer war 1957 Ministerpräsident der DDR?
Otto Grotewohl war 1957 Ministerpräsident der DDR
Wer war 1957 Präsident der Vereinigten Staaten?
1957 war Dwight D. Eisenhower amerikanischer Präsident
Wer war 1957 deutscher Meister?
Borussia Dortmund war deutscher Meister 1957
Wer war 1957 Formel 1 Weltmeister?
Juan Manuel Fangio war mit Maserati Formel 1 Weltmeister 1957

Ereignisse & Schlagzeilen 1957


Januar 1957

Für die DDR begann das Jahr u. a. mit dem Inkrafttreten einer neuen Straßenverkehrsordnung. Das hatte zur Folge, dass in geschlossenen Ortschaften nun Höchstgeschwindigkeiten von 50 km/h statt wie bisher 40 km/h gefahren werden durfte. Auf den Schnellstraßen war die Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h heraufgesetzt worden. Außerhalb geschlossener Ortschaften war Pkw und Motorrädern nun 90 km/h und Lkw 60 km/h erlaubt. Auf den Autobahnen galt Tempo 100 km/h für Pkw und Motorräder. Für Lkw war 80 km/h erlaubt. Ebenfalls im Januar hatte die DDR-Volkskammer das Gesetz über die schrittweise Verkürzung der Arbeitszeit beschlossen, nachdem bereits zum Jahreswechsel in einigen Betrieben die 45-Stunden-Woche eingeführt worden war. Die Arbeitszeitverkürzung sollte ohne zusätzliche Arbeitskräfte und ohne Lohnreduzierung durchgeführt werden. Ähnliches hatten auch in der Bundesrepublik nach mehrmonatigen Verhandlungen die Ergebnisse zwischen den Arbeitgeberverbänden des Bauhauptgewerbes und IG Bau, Steine und Erden erbracht. Bei vollem Lohnausgleich war die 45-Stunden-Woche durchgesetzt worden. Derweil hatten in der Festhalle am Funkturm rund 3.000 Gäste den (West-)Berliner Presse- und Funkball gefeiert. Der erste Preis der Tombola: ein Volkswagen. Der Gewinner: der Besitzer eine Mercedes 300.
Alle Ereignisse im Januar 1957

Februar 1957

Für die DDR begann das Jahr u. a. mit dem Inkrafttreten einer neuen Straßenverkehrsordnung. Das hatte zur Folge, dass in geschlossenen Ortschaften nun Höchstgeschwindigkeiten von 50 km/h statt wie bisher 40 km/h gefahren werden durfte. Auf den Schnellstraßen war die Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h heraufgesetzt worden. Außerhalb geschlossener Ortschaften war Pkw und Motorrädern nun 90 km/h und Lkw 60 km/h erlaubt. Auf den Autobahnen galt Tempo 100 km/h für Pkw und Motorräder. Für Lkw war 80 km/h erlaubt. Ebenfalls im Januar hatte die DDR-Volkskammer das Gesetz über die schrittweise Verkürzung der Arbeitszeit beschlossen, nachdem bereits zum Jahreswechsel in einigen Betrieben die 45-Stunden-Woche eingeführt worden war. Die Arbeitszeitverkürzung sollte ohne zusätzliche Arbeitskräfte und ohne Lohnreduzierung durchgeführt werden. Ähnliches hatten auch in der Bundesrepublik nach mehrmonatigen Verhandlungen die Ergebnisse zwischen den Arbeitgeberverbänden des Bauhauptgewerbes und IG Bau, Steine und Erden erbracht. Bei vollem Lohnausgleich war die 45-Stunden-Woche durchgesetzt worden. Derweil hatten in der Festhalle am Funkturm rund 3.000 Gäste den (West-)Berliner Presse- und Funkball gefeiert. Der erste Preis der Tombola: ein Volkswagen. Der Gewinner: der Besitzer eine Mercedes 300.
Alle Ereignisse im Februar 1957

März 1957

Ein harter Schlag für die Kölner Bevölkerung war die Anhebung der Straßenbahntarife auf 45 Pfennig je Fahrt oder 1,80 DM für sechs Fahrten. Damit gehörten diese Tarife innerhalb der Bundesrepublik zu höchsten Fahrpreisen. Wenigsten hatte die Bundesregierung auf einer Sondersitzung energisches Vorgehen gegen unberechtigte Preiserhöhungen bei Lebensmitteln angekündigt. Es waren Maßnahmen gegen den Preisauftrieb bei Brot, Fleisch, Fett und anderen wichtigen Nahrungsmitteln beraten worden. Das Thema hatte auch Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhardt in seiner Eröffnungsrede zur Frankfurter Frühjahrsmesse aufgegriffen und vor weiteren Preissteigerungen gewarnt. Dennoch wurde im März der Brotpreis um drei Pfennig je Kilo angehoben. Dieser Maßnahme hatten die Bundesminister für Wirtschaft und Ernährung, Ludwig Erhardt und Heinrich Lübke zugestimmt. Hauptsache, die Abgeordneten wurden mit Diäten-Erhöhungen zufriedengestellt. Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hatte eine Erhöhung der monatlichen Diäten der Abgeordneten von 300 auf 500 DM beschlossen. Dazu gab es bundesweit neue 2-DM-Stücke, deren Prägung von 200 Millionen Stück vom Bundeskabinett gebilligt worden war. Die neue Münze unterschied sich von denen, die im Umlauf waren, durch das Bildnis auf der Vorderseite. Es war das des Physikers und Nobelpreisträgers Max Planck.
Alle Ereignisse im März 1957

April 1957

Atomwaffen waren ein heißes Diskussionsthema weltweit. Bundeskanzler Konrad Adenauer hatte die taktischen Atomwaffen als eine Weiterentwicklung der Artillerie bezeichnet, auf die in der Bundeswehr nicht verzichtet werden könnte. Das sahen Wissenschaftler ganz anders. In der „Göttinger Erklärung“ hatten sich Atomwissenschaftler, unter ihnen Otto Hahn, Max Born und Werner Heisenberg, gegen eine atomare Bewaffnung der Bundeswehr gewandt. Derweil war in der Sowjetunion die bislang schwerste Atombombenexplosion ausgelöst worden und weltweit wurde emsig geforscht. Jeder wollte am besten gerüstet sein. Immerhin hatten sich der Bundeskanzler Adenauer und fünf Mitunterzeichner der „Göttinger Erklärung“ in einer gemeinsamen Erklärung nach mehrstündigem Gespräch gegen die Atombewaffnung in Ost und West ausgesprochen. Zu diesem Thema hatte sich auch Albert Schweitzer geäußert. In einer Ansprache, die fast 150 Rundfunkanstalten weltweit übertrugen, hatte der Friedensnobelpreisträger vor den Gefahren durch Atomstrahlen gewarnt und ein weltweites Abkommen über die Einstellung der Atomwaffen-Versuche gefordert. Ungarn hatte seine Art Demokratie inzwischen auf besondere Art verdeutlicht. Mit Todesurteilen für drei der elf Angeklagten war in Budapest der erste Prozess gegen die Beteiligten des Volksaufstandes 1956 zu Ende gegangen.
Alle Ereignisse im April 1957

Mai 1957

Vielleicht hatten sich schon viele Wiener auf einen Auftritt der Star-Sopranistin Maria Callas gefreut. Doch der kam nicht zustande, denn die Wiener Staatsoper hatte den Vertrag mit „der Callas“ gekündigt, weil deren Gagenforderungen zu hoch gewesen waren. So sehr ihre Stimme weltweit geliebt wurde, so sehr waren ihre Launen gefürchtet. Und eben auch ihre Gagenforderungen. Aber vielleicht sollte man ihr die Forderungen nachsehen, denn sie kannte ja zu jenem Zeitpunkt den griechischen Reeder und Milliardär Aristoteles Onassis noch nicht. Das Darmstädter Publikum erlebte derweil im Mai eine deutsche Erstaufführung des Einakters „Opfer der Pflicht“ von Eugène Ionesco. Aber sehr aufgeschlossen für Neues waren die Darmstädter nicht, denn sie reagierten mit schrillen Pfiffen und empörten Zwischenrufen auf Vorstellung. Viel Beifall fand sicher auch nicht die Tatsache, dass sich die Eisheiligen bereits eine Woche vor ihrem kalendarischen Beginn eingestellt hatten. Die Folge waren Schneefall und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in weiten Teilen der Bundesrepublik. Einen Lichtblick gab es dennoch, wenn auch nicht in Sachen Wetter. Doch immerhin hatte man in Frankfurt am Main geplant, 20 neue Parkhäuser für insgesamt 8.000 Autos am Rande der City zu bauen, um das Parkproblem in der Frankfurter Innenstadt damit zu lösen.
Alle Ereignisse im Mai 1957

Juni 1957

Das war eine großartige Leistung, über die nicht nur die Bevölkerung in Österreich in Begeisterung geriet. Erstmals war es gelungen, den Broad Peak zu bewältigen. Diese Erstbesteigung hatte eine kleine Salzburger Expedition geschafft, zu der vier Alpinisten gehörten: Hermann Buhl, Kurt Diemberger, Fritz Wintersteller und der Expeditionsleiter Marcus Schmuck. Drei Jahre zuvor war eine Expedition unter der Leitung des Deutschen Karl Herrligkoffer an diesem Achttausender gescheitert. Nun waren es die Österreicher, die am 9. Juni den 8051 m hohen, den zwölfhöchsten Berg der Erde erklommen, der auf der Grenze zwischen Pakistan und der Volksrepublik China liegt. Das Besondere an der „Gipfelerstürmung“ war zudem, dass die Bergsteiger diese Leistung im Westalpenstil vollbrachten: Sie hatten weder Hochträger dabei, die sie beim Gepäck unterstützten noch Flaschensauerstoff. Derweil hatten die Menschen in Europa mit einer starken Hitzewelle zu kämpfen, durch die allein in der Bundesrepublik mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen waren. Dies war hauptsächlich durch das Baden in Flüssen und Seen durch Ertrinken geschehen. Die Hitzewelle hatte Italien verschont, dafür litt das Land, vor allem Oberitalien, unter heftigen Unwettern und Starkregen, wodurch es in weiten Gebieten zu Überschwemmungen kam.
Alle Ereignisse im Juni 1957

Juli 1957

Die Vorbereitungen für die Bundestagswahl am 15. September liefen bereits auf Hochtouren und der Wahlkampf ebenso. Doch der geriet ein wenig zu einer Schlammschlacht. Die Wahlreden des Bundeskanzlers Konrad Adenauer waren vom SPD-Vorsitzenden Erich Ollenhauer als eine Verwilderung der politischen Sitten bezeichnet worden. Er sagte weiterhin, dass der Wahlkampf auf das Niveau der Unanständigkeit abgleiten würde. Auf einer Wahlversammlung hatte Adenauer behauptet, dass ein Wahlsieg der Sozialdemokraten den Untergang für Deutschland bedeuten würde. Das letzte Wort dazu hatten letztendlich die Wähler. Im Übrigen hatte eine Umfrage des sozialwissenschaftlichen Instituts Emnid in Bielefeld ergeben, dass 55 Prozent der Befragten die Bundesrepublik gern als ein neutrales Land sehen würden. Das waren längst nicht mehr so viele Menschen wie im Jahr davor. Da hatten noch 62 Prozent der Befragten eine Neutralität der Bundesrepublik befürwortet. Inzwischen konnten sich immer weniger Menschen die BRD als neutral vorstellen. Es stand ja auch nicht ernsthaft zur Debatte. Derweil hatte der Bundestag eine Änderung des Kindergeldgesetzes gebilligt. Danach gab es vom dritten Kind an eine monatliche Erhöhung von 25 DM auf 30 DM. Ärgerlich für alle Familien, die nur zwei Kinder hatten.
Alle Ereignisse im Juli 1957

August 1957

Es war erfreulich, dass in der Bundesrepublik die Arbeitslosenzahl weiter gesunken war. Nun waren es nur noch 365.002 Menschen, die keine Arbeit hatten. Die Zahl teilte sich in 187.610 Männer und 177.392 Frauen auf. Immerhin waren es insgesamt 25.248 weniger als im Vormonat. Eine Erfolgsnachricht kam auch aus der Sowjetunion. Dort war der erfolgreiche Test ihrer ersten Interkontinentalrakete gemeldet worden. Ähnliche Versuche, die von Seiten der US-Amerikaner unternommen worden waren, hatten bisher keinen Erfolg gehabt. Auch kein Erfolg, sondern eher bedenklich war der erste Bericht, der über die Gefahren radioaktiver Verseuchung informierte und vom wissenschaftlichen UN-Komitee vorgelegt worden war. Darin war die Vermutung deutlich geworden, dass radioaktive Strahlen genetische Veränderungen auslösen könnten und auch bestimmten Krebsarten Vorschub leisten würden. Derweil war die Bundesregierung dabei, die deutsche Vergangenheit aufzuarbeiten. Auch ohne Erfolg. Die Regierung hatte acht europäischen Staaten, die während der Zeit des Nationalsozialismus von Deutschland besetzt waren, Vorschläge zur Entschädigung politischer Häftlinge unterbreitet. Diese Vorschläge waren von den acht Ländern unter Protest abgelehnt worden. 
Alle Ereignisse im August 1957

September 1957

Es war kaum vorstellbar, wie sehr in den Vereinigten Staaten noch die Rassentrennung in den Köpfen der Menschen verankert war. Was zu Beginn des Monats internationale Schlagzeilen machte, war ungeheuerlich. Wegen neun schwarzen Schülern, denen aus Gründung der Rassentrennung der Zutritt zur örtlichen Schule verwehrt werden sollte, hatte der Gouverneur in Little Rock im US-Bundesstaat Arkansas, Orval Faubus, die Schule von bewaffneten Nationalgardisten umstellen lassen. Eigentlich sollte im neuen Schuljahr dort die Rassenintegration der Schüler beginnen und zwar entsprechend einer Entscheidung des Obersten Bundesgerichts über die Verfassungswidrigkeit der Rassentrennung an öffentlichen Schulen. Die Ereignisse in Little Rock wirbelten viel Staub auf. Und aus Protest gegen diese Vorgänge hatte der schwarze Jazz-Musiker Louis Armstrong eine von der US-amerikanischen Regierung veranstaltete Reise in die Sowjetunion abgesagt. Am Morgen des 23. September hatten die neun farbigen Schüler die Schule durch den Hintereingang betreten, was vor der Schule zu blutigen Auseinandersetzungen weißer Demonstranten führte. Am Folgetag wurde der Besuch der neun Schüler, die inzwischen die „Little Rock Nine“ benannt wurden, möglich, weil US-Präsident Dwight D. Eisenhower 1000 Mann der 101. US-Luftlandedivision nach Little entsandt hatte.
Alle Ereignisse im September 1957

Oktober 1957

Als das traditionelle und weltweit bekannte Oktoberfest in der bayerischen Landeshauptstadt München zu Ende gegangen war, gab es ein hochinteressantes Fazit. In den zwei Wochen – das Oktoberfest hatte am 21. September begonnen – waren insgesamt 2,71 Millionen Liter ausgeschenkt und auch getrunken worden. Nicht bekannt war, wie viele Besucher die Unmengen Bier schlecht vertragen hatten, weil sie des Guten zu viel genossen hatten. Ebenfalls im Oktober hatte die Chemie Grünenthal GmbH etwas in Umlauf gebracht, das zwar keinen Alkohol enthielt, aber dennoch in der Folgezeit Schlagzeilen machen sollte, allerdings negative. Es war das Medikament Thalidomid (Contergan), das aus dem rheinländischen Stolberg seinen Weg in die bundesdeutschen Apotheken nahm. Kaum eine Medizin half allerdings gegen die asiatische Grippe, die im Lande grassierte. Allein in Bayern waren seit Mitte des Monats mehr als 300.000 Menschen davon infiziert worden. Bereits 244 Menschen waren bereits an dieser Krankheit gestorben. Eine international gute Nachricht war, dass sich der US-amerikanische Jazzmusiker Louis Armstrong nach anfänglicher Protest-Weigerung nun dennoch entschlossen hatte, auf die von der Regierung veranstalteten Reise in die Sowjetunion zu gehen. Armstrong glaubte, dass Präsident Dwight D. Eisenhower sich tatsächlich für den Rassengemeinschaftsunterricht in den Schulen der Südstaaten einsetzen würde.
Alle Ereignisse im Oktober 1957

November 1957

Der Name Christian Dior ist ein Symbol für exklusive Mode, die zwar nicht ganz billig ist, mit der aber jede Frau eine gute Figur macht. Der Modemacher Dior, der am 24. Oktober wahrscheinlich an einem Herzinfarkt gestorben war, hinterließ eine große Lücke, besonders in seinem Modehaus in Paris, das er 16. Dezember 1946 gegründet hatte. Mitte November nun die beruhigende Meldung aus der französischen Hauptstadt: Das Modehaus Dior wird künftig durch ein Team unter der Leitung des 21-jährigen Chefzeichners Yves Saint-Laurent weiterhin für Furore auf den Laufstegen sorgen. Laurent übernahm die künstlerische Verantwortung innerhalb des Modehauses Dior. Meldungen aus der Bundesrepublik befassten sich u. a. damit, dass zehnjährige Schulkinder mit Unterricht, Hausaufgaben und dem Schulweg durchschnittlich 46 Stunden in der Woche beschäftigt waren. Laut Angaben der ärztlichen Pressestelle in Baden-Württemberg waren es bei den 16-Jährigen sogar 56 Wochenstunden. Das würden die lernbereiten Kinder in Indonesien sicher gern in Kauf nehmen. Etwa 1000 Schüler demonstrierten dort gegen eine Schulgelderhöhung um 100 Prozent. Gegen diesen Protest ging die Polizei mit Schusswaffen vor, wobei ein 15-jähriger Schüler getötet wurde. Ein weiterer Schüler wurde verletzt. Wie viel Angst machte der Wunsch nach Bildung eigentlich?
Alle Ereignisse im November 1957

Dezember 1957

Der Weihnachtsmonat hatte die Bevölkerung in der Bundesrepublik trotz der bitteren Kälte in die Geschäfte getrieben. In beiden deutschen Staaten wurden Minustemperaturen um die 30 Grad gemessen, jedenfalls in einigen Gegenden. In Magdeburg (DDR) hatten die Meteorologen solche Minus-Temperaturen verzeichnet und im niedersächsischen Flachland hatte man derartige Kälte zuletzt am Weihnachtstag 1876 gemessen. Wetter hin, Wetter her – allein der 8. Dezember war zu einem „Kupfernen Sonntag“ geworden. Die Leute kauften vor allem Glas und Porzellan, Hausratsartikel aller Art und hochwertigen Schmuck. Auch Fernsehgeräte hätten die Menschen gekauft, sofern die Händler die unerwartet große Nachfrage hatten decken können. Aber da mussten sich die Menschen bis ins neue Jahr hinein gedulden, denn erst dann war mit neuen Lieferungen zu rechnen. Besonders ausgiebig war dann noch einmal der 23. Dezember für Einkäufe genutzt worden. Die Geschäftsleute nannten diesen letzten Einkaufstag vor Heiligabend den „Goldenen Montag“. Und damit die Verwandten und Bekannten in der DDR auch etwas abbekamen, hatten 29 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung Pakete und Päckchen in Richtung Osten geschickt. Das jedenfalls hatte eine Umfrage des Bielefelder Emnid-Instituts für Meinungsforschung ergeben.
Alle Ereignisse im Dezember 1957
Die Geschenkidee
Das ideale Geschenk. Eine Zeitung von 1957. Was war los in Politik, Sport oder Kultur? Als Geschenk eine original historische Tageszeitung oder Illustrierte z.B. als Geburtstagszeitung zum Geburtstag oder Hochzeitszeitung zur goldenen Hochzeit. Zeitschriften von 1957.
Originalzeitung 1957

Die beliebtesten Vornamen im Jahre 1957
Mädchennamen:
Birgit, Angelika, , Gabriele, Monika, Renate, Angelika, Petra, Karin, Susanne, Barbara, Jutta,
Jungennamen:

Michael, Thomas, Hans, Peter, Andreas, Klaus, Ulrich, Manfred, Joachim, Wolfgang, Holger
Bedeutung der Vornamen
Die beliebtesten Vornamen, von ausgefallen bis beliebt. Vornamenlexikon

Nobelpreise 1957 Nobelpreisträger

Nobelpreis Physik: Chen Ning Yang und Tsung-Dao Lee
Nobelpreis Chemie: Alexander Robert Todd
Nobelpreis Medizin: Daniel Bovet
Nobelpreis Literatur: Albert Camus
Friedensnobelpreis: Lester Bowles Pearson

Nachrichten 1957 in der Presse

.....>>>
...  >>>
Werbung 1957 Reklame

Bücher und Informationen zum Jahrgang 1957
Kindheit und Jugend in der DDR 1957
Lucky Luke Gesamtausgabe 01:1955-1957
Satelliten: seit 1957 Der Typenkompass
Chevy 1957 - Bildband der Marke Chevrolet
Jahrgang 1957 Kindheit und Jugend in der Bundesrepublik
Tag für Tag in Wort und Bild
Jahrgangs-Quiz 1957. Quizkarten für Jahrgänge der 50er
Bilder 1957 - der Bildband
Filmchronik 1957 - Alle Spielfilme des Jahres 1957 
<< Das geschah 1956

Das geschah 1958 >>

Was passierte 1957
Autojahr 1957
Charts 1957
Filme 1957
Filmjahr 1957
Modejahr 1957
Musikjahr 1957
Politikjahr 1957
Sportjahr 1957
Geburtstage 1957
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Benzinpreis 1959
0,56 DM/l
Bierpreis 1959
0.63 DM/0,5l
Brotpreis 1959
0,72 DM/kg
Butterpreis 1959
7,25 DM/kg
Goldpreis 1959
35,13 $/oz
Monatslohn 1959
398,00 DM/Monat
Sonstiges
Vornamen 1957
Nobelpreise 1957
Geschenkideen
Originalzeitung 1957
Jahrgangswein 1957
Jahrgang 1957
Jahrgang 1957
DDR 1957
DDR 1957
Wochenschau 1957
Wochenschau 1957
Weitere Infos
Kirchensteuer
 


 

Thalidomid (α-Phthalimidoglutarimid) ist der Wirkstoff des Schlaf- und Beruhigungsmittels Contergan®,