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Von Jazz und Klassik
Das Musikjahr 1943 wurde von einem noch nie dar
gewesenen Ereignis eingeleitet. Am 18. Januar wurde
erstmals ein Jazzkonzert im Metropolitan Opernhaus
in New York City abgehalten. Hier traten beinahe
alle bekannten Jazzgrößen der 50-er Jahre zusammen
auf. Unter ihnen auch Louis Armstrong, Lionel
Hampton, Roy Eldridge, Benny Goodman, Artie Shaw und
Jack Teagarden. Der Andrang war riesig und die
seriösen Kritiken durchweg positiv. Am 20. Januar
feierte Paul Hindemith sein Debüt in New York City.
Die Erstaufführungen der „Symphonischen
Metamorphosen“ der Titel Webers sorgten oft für
ausverkaufte Vorstellungen in verschiedenen
Theatern. Tragisch war der Februar für das Leipzig
Gewandhaus Orchester. Dieses verlor bei einem
Angriff der Alliierten Bombenangriff ihre
Konzerthalle und lösten sich zwangsweise auf.
Musik in Deutschland
In Deutschland war zu dieser Zeit die junge
Marika Rökk sehr begehrt. Sie schaffte es gleich mit
mehreren Titeln aus dem Farbfilm „Frau meiner
Träume“ in die Herzen der Hörer. Die Songs „Ich
warte auf dich“ und „In der Nacht ist der Mensch
nicht gern alleine“ wurden noch viele Jahre lang
gehört. Aber auch die Klassiker aus dem Vorjahr, wie
das aus der Feder von Heinz Rühmanns stammende „Ich
brech' die Herzen der stolzesten Frau'n“ und Ilse
Werners „Wann wirst du wieder bei mir sein?“
verschwanden nicht aus den Geistern des deutschen
Publikums. Etwas ruhiger wurde es hingegen um den
einstigen Superstar Zarah Leander. Nachdem sie mit
„Davon geht die Welt nicht unter“ aus dem Film „Die
große Liebe“ Weltberühmtheit erlangt hatte, machten
ihr die zunehmenden Drangsalierungen des Regimes
zunehmend Probleme.
Das Jahr des Bing Crosby
Es ist ein wenig Langweilig sich die Zahlen der
Top-Stars des Jahres 1943 anzusehen, denn diese
werden vornehmlich von Bing Crosby dominiert. Er
belegt die ersten vier Plätze der Verkaufscharts.
Einmal wird er hierbei allerdings als „Bing Crosby &
The Andrews Sisters“ geführt. Aus der Zusammenarbeit
ging der 2. Platz der Jahrescharts „Don't Fence Me
In“ hervor. „Ella Fitzgerald & The Ink Spots“
schaffte es leicht abgeschlagen auf dem fünften
Platz. Mit „I'm Making Believe“ schaffte sie es im
November für einige Wochen an die Spitze der
Verkaufszahlen und erregte leichte Aufmerksamkeit im
internationalen Markt. Nicht so kommerziell
erfolgreich, aber dennoch geliebt waren in diesem
Jahr: Andy Russel, Nat King Cole, Duke Ellington und
Jimmy Dorsey. |