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Die Zeit des klassischen
Swings
Für die erste Überraschung im Musikjahr 1940 sorgte
Frank
Sinatra, der bekannt gab dem Tommy Dorsey
Orchester beizutreten. Fortan sang er mit der
voluminösen Unterstützung vieler Instrumente in
einer noch strahlendere Atmosphäre. Der erfolgreiche
Künstler startete hier seine Big-Band-Karriere erst
so richtig durch und war in aller Munde. Erstmals
eingeführt wurden 1940 auch die Billboard-Charts,
welche von dem gleichnamigen Magazin, dem „Billboard
Magazin“, veröffentlicht wurden. Damit hatten
Künstler und Interpreten erstmals eine alternative
Möglichkeit ihre eigenen Verkaufserfolge nicht nur
einzusehen, sondern auch zu vergleichen. Am 27 Mai.
feierten „Quartetto Egie“ ihr Debüt und gaben ihren
ersten größeren Auftritte. Sie feierten einige
Erfolge, nannten sich aber noch im selben Jahr um,
nachdem die Band einige Mitglieder gegen neue
Talente austauschte.
“Easy Listening“
Während in der großen Öffentlichkeit überwiegend Big
Bands zentrales Thema der Musikbewegung waren,
mauserten sich am Rande auch einige Blues- und
Swingmusiker zu echten Alternativen. So spielten
sich neben Tommy Dorsey und Frank Sinatra auch
Doris Day
und Thelonious Monk in die Herzen der Zuhörer. Die
Musikbewegung in den 40-er Jahren wird auch als die
Zeit des „Easy Listenings“ bekannt - was auf Deutsch
soviel heisst wie „lockeres Zuhören“. Klänge die
stark an
Dean Martin's „That's Amore“ erinnern
setzen sich zunehmend durch. Auch der später noch
sehr bekannte Musiker Woody Guthrie begründete in
diesem Jahr seine Karriere und veröffentlichte sein
Debütalbum „Dust Bowl Ballads“. Später wurde
bekannt, dass dieses Album Inspiration für Künstler
wie Bob
Dylan,
Bruce Springsteen und Pete Seeger war.
Weitere Aufführungen und Veröffentlichungen
Mozart und Beethoven verschwanden aus den Regalen
des Durchschnittsbürgers und wurden gegen die
modernen Musikstile ausgetauscht. Einzige Ausnahme
bildeten Dmitir Shostakovichs „Piano-Quintet“ und
Arnold Schoenbergs „Violinen-Concerto“. Beide wurden
in diesem Jahr für herausragende kompositionellen
Leistungen geehrt. George Gerwish veröffentlichte
ungefähr zu diesem Zeitpunkt seine Auswahl von
Stücken aus der Volksoper „Porgy and Bess“. Die
ungeschlagenen Nummer-1-Interpreten waren laut den
begrenzt vorhandenen
Charts aber
Glenn
Miller mit „In the Mood“, Artie Shaw mit dem
Titel „Frenesi“, Bing Crosby mit „Only Forever“,
Tommy Dorsey mit „I'll Never Smile Again“ und Cliff
Edwards mit „When You Wish Upon A Star“ |