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Literatur 1941 Das literarische Jahr |
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Die Jahre 1933 bis 1945, in denen die Nationalsozialisten an der Macht waren und Hitler sein Regime mehr und mehr ausbreitete, wirkten sich auch auf den Kultur- und Literaturbetrieb aus. Kultur wurde funktionalisiert und zu ideologischen und politischen Zwecken missbraucht, sie konnte nicht mehr auf Autonomie beharren und unterstand ständiger Beobachtung, so wurde beispielsweise Die Kunstanschauung des Dritten Reiches richtete sich gegen avantgardistische Bestrebungen in Kunst, Musik und Literatur, was als "Entartete Kunst" galt, wurde im Jahr 1937 in einer Ausstellung in München gezeigt. Kunstwerke der expressionistischen Künstlervereinigung "Der blaue Reiter" oder Werke von Künstlern wie Max Beckmann oder Max Ernst wurden öffentlich an den Pranger gestellt, um zu demonstrieren, was unter dem Regime der NSDAP als nicht erwünscht galt. Vor allem jüdische Kunstschaffende waren verpönt, die Werke verstorbener Schriftsteller jüdischer Abstammung wurden zusammen mit in politischer oder ästhetischer Hinsicht als zweifelhaft geltender Autoren öffentlich im Rahmen einer inszenierten Bücherverbrennung symbolisch dem Feuer übergeben. Deutschland als geistige Landschaft spaltete sich, ein Teil der die deutsche Literatur prägenden Kopfe floh vor dem Nazi-Regime ins Ausland. Unter diesen während der Zeit des Dritten Reiches im Exil lebenden Autoren befanden sich Künstler wie Thomas Mann, Heinrich Mann, Alfred Döblin, Elias Canetti oder Stefan Zweig. Die Dichter und Künstler, die im Land blieben, sich jedoch der ideologisch prägenden Anschauungen der Nationalsozialisten verweigerten, gingen in die Geschichtsbücher ein als die Künstler der "Inneren Emigration", sie flüchteten sich in eine Art geistiges Exil, verließen jedoch die Heimat nicht. Zu dieser Gruppe zählen beispielsweise Gottfried Benn, Ricarda Huch und Werner Bergengruen. Die unter Hitlers Herrschaft anerkannte Literatur wurde weitgehend für politische Zwecke missbraucht, Autoren wie Wolter von Plettenberg oder Hans Friedrich Plunk verfassen historische Romane, die sich vergangenen Schlachten widmeten, um durch die Kriegsmetaphorik literarisch die Legitimation des Dritten Reiches zu untermauern. Auch Siedlerromane entstanden, die den Expansionstrieb der herrschenden Partei rechtfertigen sollten, ein Beispiel hierfür wäre Josef Pontens "Volk auf dem Weg" (1930-1942). Ein Rückblick auf den Ersten Weltkrieg erfolgte in Kriegsromanen, welche die schauderhaften Ereignisse rückblickend verklären und verherrlichen sollten, um den Frontsoldaten Auftrieb zu geben. Im Jahr 1941 erschien als ein dieser Sparte zuzurechnendes Werk Edwin Erich Dwingers "Panzerführer. Tageblätter vom Frankreichfeldzug". Das Literaturjahr 1941 kann rückblickend betrachtet werden als das Jahr einer Literatur, die ihre geistige Heimat verloren hatte und versuchte, sich eine neue zu erschreiben, die führenden Autoren hatten Deutschland den Rücken zugekehrt, die im Land Verbliebenen hatten größtenteils Schreibverbot oder hielten sich aus Angst vor Sanktionen bedeckt. |
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