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Die 18. Oscarverleihung
Am 7. März fanden die "18th Annual Academy Awards"
in Los Angeles, erneut im Grauman's Chinese Theatre
statt. Die Oscarverleihung bezog sich auf das letzte
Kriegsjahr (1945) bzw. das Vorjahr und wurde neben
Bob Hope dieses Mal auch vom Schauspieler
James Stewart mitmoderiert. Billy Wilders
"Das verlorene Wochenende" ("The Lost Weekend")
gelang es gleich vier Oscars in den verschiedenen
Kategorien zu erzielen.
Die Oscars für "Das verlorene Wochenende" wurden in
den Kategorien "Bester Film", "Beste Regie", "Bester
Hauptdarsteller" und "Bestes adaptiertes Drehbuch"
vergeben. Neben dem Oscar für "Beste Regie" an Billy
Wilder selbst, konnte Ray Milland den Preis als
"Bester Hauptdarsteller" in der Rolle dieses Films
für sich entscheiden, so wie der Autor Charles
Brackett für das "Beste adaptierte Drehbuch". Billy
Wilder hatte den Autorenpreis außerdem ebenfalls
erhalten, da er daran selbst mitgeschrieben hatte.
Der Preis an die "Beste Hauptdarstellerin" ging in
diesem Jahr an Anne Revere für ihre Rolle im Film
"Kleines Mädchen, großes Herz" ("National Velvet").
Für das "Beste Originaldrehbuch" wurde Richard
Schweizer für "Marie-Louise" mit dem Oscar gekürt.
Die "Beste Originalgeschichte"stammt von Charles G.
Booth und wurde für "Das Haus in der 92. Straße" ("The
House on 92nd Street") vergeben.
In der Kategorie "Beste Kamera" erhielt Harry
Stradling Sr. für den Film "Das Bildnis des Dorian
Gray" ("The Picture of Dorian Gray") im Bereich
Schwarzweißfilm den Oscar, während Leon Shamroy in
dieser Kategorie im Bereich Farbfilm den Oscar für
den Film "Todsünde" ("Leave Her to Heaven") bekam.
Das "Beste Szenenbild" in einem Schwarzweißfilm ging
an A. Roland Fields und Wiard Ihnen für "Spionage in
Fernost" ("Blood on the Sun") und im Farbilm an Sam
Comer, Ernst Fegté und Hans Dreier für den Streifen
"Der Pirat und die Dame" ("Frenchman's Creek"). Für
den "Besten Ton" wurde Stepehen Dunn für den Film
"Die Glocken von St. Marien" ("The Bells of St.
Mary's") ausgezeichnet. Der "Beste Schnitt" ging an
Robert Kern und "Kleines Mädchen, großes Herz". Die
diesjährigen "Besten visuellen Effekte" stammen von
John P. Fulton und Arthur Johns in "Der Wundermann"
("Wonder Man"). Als "Bester Song" wurde "It Might as
Well Be Spring" von Oscar Hammerstein und Richard
Rodgers gekürt, der in dem Film "Jahrmarkt der
Liebe" ("State Fair") verwendet wurde. Bei der
"Besten Filmmusik" in den Bereichen Drama und
Komödie gelang es in diesem Jahr Miklós Rózsa für
"Ich kämpfe um dich" ("Spellbound") den Oscar zu
erringen. Im Bereich "Musikfilm" schaffte es George
E. Stoll für "Urlaub in Hollywood" ("Anchors Aweigh")
für die beste Filmmusik ausgezeichnet zu werden.
"Bester Kurzfilm" in der Unterkategorie "Eine
Filmrolle" wurde Herbert Moultons "Stairway to
Light" und bei "Zwei Filmrollen" gelang es "Star in
the Night" von Gordon Hollingshead". Die
Kurzfilm-Unterkategorie "Cartoon" gewann außerdem
Fred Quimbys "Quiet Please!". In der
Kurzfilmkategorie der Dokumentarfilme wurde "Hitlers
Lives" von den Warner Bros. mit einem Oscar gekürt
und als bester Dokumentarfilm außerdem "The True
Glory" vom Government of Great Britain und
Government of USA mit einem Oscar ausgezeichnet.
Der Ehrenoscar wurde während der diesjährigen
Verleihung sogar insgesamt neun Mal verliehen. Neben
dem Film "The House I Live" ging er außerdem an
Frank Ross, Walter Wagner, Daniel J. Bloomberg,
Mervyn LeRoy, Frank Sinatra, Lewis Allen, Albert
Maltz und Earl Robinson. Peggy Ann Garner erhielt in
diesem Jahr den "Juvenile Award". Der "Technical
Achievement Award" ging an Charles R. Daily, Michael
S. Leshing, Loren L. Ryder, Benjamin C. Robinson,
John G. Capstaff, Robert C. Stevens und Arthur B.
Chatelain.
Neuerscheinungen und Debüts
1946
Ava Gardner gab in "Rächer der Unterwelt"
Ihr Filmdebüt. |