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Die 15. Oscarverleihung
Die Verleihung der "15th Annual Academy Awards" fand
in diesem Jahr wie gewohnt in Los Angeles statt.
Ausgezeichnet wurden die Filme des Vorjahres (1942).
Die Moderation hatte Bob Hope, der schon 1940
moderiert hatte, im Ambassador Hotel inne. Aus
Gründen des herrschenden Krieges, bestanden die
Auszeichnungen in diesem Jahr zum ersten Mal aus
Gips. Dies wurde bis zum Kriegsende auch
beibehalten. Während der zeremoniellen Verleihung,
wurde dieses Mal erwähnt, dass insgesamt mehr als
27.000 Menschen aus der Filmindustrie in den Krieg
einberufen wurden.
Zum besten Film wurde dieses Jahr das Filmdrama
"Mrs. Miniver" vom Regisseur Sidney Franklin gekürt.
Der Oscar für die "Beste Regie" ging ebenfalls an
den Film "Mrs. Miniver", jedoch an den
deutschsprachigen Regisseur William Wyler, der Jahre
später mit dem Klassiker "Ben Hur" einen
internationalen Erfolg verzeichnen konnte. Auch der
Preis für die "Beste Hauptdarstellerin" bezog sich
auf den Film "Mrs. Miniver" und wurde der
Schauspielerin Greer Garson verliehen. Als "Bester
Hauptdarsteller" ging hingegen James Gagney für das
Filmmusical "Yankee Doodle Dandy" hervor. "Bester
Nebendarsteller" wurde Van Heflin für Johnny Eagers
Streifen "Der Tote lebt". Bei den
Nebendarstellerinnen gelang es Teresa Wright einen
weiteren Oscar für den Film "Mrs. Miniver" zu holen.
Der Preis für das "Beste Originaldrehbuch" wurde in
diesem Jahr an gleich zwei Autoren verliehen.
Ausgezeichnet wurde "Die Frau, von der man spricht"
("Woman of the Year") von Ring Lardner Jr. und
Michael Kanin. Das "Beste adaptierte Drehbuch" wurde
den Autoren Arthur Wimperis, Claudine West, James
Hilton und George Froeschel für den Erfolgsfilm
"Mrs. Miniver" vergeben. Die "Beste
Originalgeschichte" stammt von Emeric Pressburger,
der "49th Parallel" verfasste. Die "Beste Kamera"
für den Schwarzweißfilm ging an Joseph Ruttenberg
für "Mrs. Miniver" und für den Farbfilm an Leon
Shamroy für "Der Seeräuber" ("The Black Swan").
Für
das "Beste Szenenbild" des Schwarzweißfilms wurden
Richard Dary, Thomas Little und Joseph C. Wright für
"This Above All" ausgezeichnet und für den Farbfilm
ebenfalls die drei Szenenbildner, für den Film "Die
Königin vom Broadway" ("My Gal Sal"). Aus der
Kategorie "Bester Ton" ging dieses Jahr Nathan
Levinson für den Film "Yankee Doodle Dandy" als
Sieger hervor. Für den "Besten Schnitt" wurde Daniel
Mandell für "Der große Wurf" ("The Pride of the
Yankees") ausgezeichnet.
Der "Beste Song" wurde
dieses Jahr "White Christmas" aus dem Film "Musik,
Musik" ("Holiday Inn") des Komponisten Irving Berlin
gekürt. Als "Beste Filmmusik" in den Bereichen
Komödie und Drama, erhielt der Komponist Max Steiner
für "Reise aus der Vergangenheit" ("Now, Voyager")
den Preis.
In der Filmmusik-Kategorie "Musikfilm"
gelang es den Komponisten Ray Heindorf und Heinz Roemheld für "Yankee Doodle Dandy". Für die "Besten
visuellen Effekte" wurden dieses Mal Gordon
Jennings, Farciot Edouart, Louis Mesenkop und
William L. Pereira für "Piraten im karibischen Meer"
("Reap the Wild Wind") ausgezeichnet. Der "Beste
animierte Kurzfilm" im Bereich Cartoon ging an "Der
Fuehrer's Face" von Walt Disney. In der
Kurzfilm-Kategorie "Zwei Filmrollen" schaffte es "Beyond
the Line of Duty" von den Warner Bros. Im Bereich
"Eine Filmrolle" gewann "Speaking of Animals and
Their Families" von den Paramount Pictures. Außerdem
erhielten vier Dokumentationen den Oscar im Bereich
"Bester Dokumentarfilm". Dies waren "The Battle of
Midway" von der U.S. Navy, "Kokoda Front Line!" vom
Australian News and Information Bureau, "Moscow
Strikes Back" von Artkino und "Prelude to War" von
den U.S. Army Special Services.
Der Ehrenoscar wurde in diesem Jahr dem Komponisten
Noël Coward für "In Which We Serve" und dem
französischen Schauspieler "Charles Boyer"
zugesprochen. Der "Irving G. Thalberg Memorial Award"
wurde an den Regisseur Sidney Franklin verliehen.
Außerdem erhielten Carroll Clark, Daniel, B. Klar
und F. Thomas Thompson den "Scientific and
Engineering Award" im Zuge dieser Verleihung und
Daniel J. Bloomberg so wie Robert Henderson den "Technical
Achievement Award". |