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Filmwirtschaft
Die Ufa erreichte einen Umsatz in Höhe von 142,4
Mio. RM. 1938 waren es noch 118,47 Mio. RM.
Insgesamt wurden 30 große Spielfilme, 6 ausländische
Filme, 15 Kurzfilme, 156 Wochenschauen und 125
Werbefilme gedreht. Die Ufa-Theater verzeichneten 47
Millionen Besucher. Die 11. Oscarverleihung
In diesem Jahr fanden die Auszeichnungen der "11th
Annual Academy Awards" in Los Angeles statt. Die
Auszeichnungen für die Filme aus dem Vorjahr (1938)
wurde im Biltimore Hotel verliehen.
Als "Bester Film" ging Frank Capras "Lebenskünstler"
("You Can't Take It with You") hervor. Für die
"Beste Regie" wurde Frank Capra für selbigen Film
ausgezeichnet. Den Oscar für den "Besten
Hauptdarsteller" erhielt Spencer Tracy für seine
Rolle in "Teufelskerle" ("Boys Town"). Als "Beste
Hauptdarstellerin" konnte sich Bette Davis für "Jezebel
- Die boshafte Lady" hervorheben. Als "Bester
Nebendarsteller" hatte sich Walter Brennan in
"Kentucky" erwiesen und die "Beste
Nebendarstellerin" wurde Fay Bainter in "Jezebel -
Die boshafte Lady". Die "Beste Originalgeschichte"
stammt von den Autoren Eleanore Griffin und Dore
Shary in "Teufelskerle". Das "Beste Drehbuch"
brachte George Bernard Shaw, Ian Dalrymple, Cecil
Lewis und W.P. Lipscomb für "Pygmalion: Der Roman
eines Blumenmädchens" den Oscar. In der Kategorie
"Beste Kamera" gewann Joseph Ruttenberg für den Film
"Der große Walzer" ("The Great Waltz"). In der
Kategorie "Beste Ausstattung" wurde Carl Jules Weyl
für "Robin Hood, König der Vagabunden" ("The
Adventures of Robin Hood") ausgezeichnet. Der "Beste
Ton" ging an Thomas T. Moulton in dem Film "Mein
Mann, der Cowboy". Der "Beste Schnitt" stammt von
Ralph Dawson und ebenfalls aus dem Film "Robin Hood,
König der Vagabunden". Zum "Besten Song" wurde Ralph
Raingers und Leo Robins "Thanks for the Memory" aus
dem Film "The Big Broadcast of 1938" gewählt. Für
die "Beste Original-Filmmusik" wurde Erich Wolfgang
Korngold aus dem Film "Robin Hood, König der
Vagabunden" ausgezeichnet. Die "Beste Filmmusik"
stammt von Alfred Newman aus "Alexander's Ragtime
Band". Der "Beste Kurzfilm - eine Filmrolle" wurde "The
Mothers Might Live" von Metro-Goldwyn-Mayer. Als
"Bester Kurzfilm - zwei Filmrollen" gelang es "The
Declaration of Independence" von Warner Bros. In der
Kurzfilm-Kategorie "Bester Cartoon" gewann Walt
Disneys "Ferdinand, der Stier" ("Ferdinand the
Bull") den Oscar.
Den Ehrenoscar erhielten Harry M. Warner (Produktion
patriotischer Kurzfilme), Walt Disney (Erster
Zeichentrickspielfilm, "Schneewittchen und die
sieben Zwerge"), Oliver Marsh und Allen Davey für
die Farbaufnahmen in Sweethearts. Des Weiteren der
Film "Raubfischer in Alaska" für besondere
Toneffekt- und Filmaufnahmen und J. Arthur Ball für
die Verdienste um den Farbfilm. Den Ehrenoscar in
Form des "Juvenile Awards" bekamen außerdem Deanna
Durbin und Mickey Rooney für ihre besonderen
Leistungen als Jugenddarsteller. Außerdem erhielt
der Produzent Hal B. Wallis im Zuge dieser
Oscarverleihung den "Irving G. Thalberg Memorial
Award" und John Aalberg so wie Byron Haskin den "Technical
Achievement Award".
Internationale Filmfestspiele von Venedig
Die Internationalen Filmfestspiele haben in diesem
Jahr in dem Zeitraum 8. August bis 1. September in
Venedig stattgefunden. In diesem Jahr wurde von der
Jury allerdings nur der Preis für den "Besten Film"
vergeben. Dieser ging an Goffredo Alessandrinis "Abuna
Messias".
New York Film Critics Circle Award
Der "New York Film Critics Circle Award" ging in der
Kategorie "Bester Film" in diesem Jahr an William
Wylers "Sturmhöhe". Den Preis für die "Beste Regie"
erhielt John Ford für sein filmisches Werk "Ringo".
Als "Bester Hauptdarsteller" ging James Stewart für
seine Rolle in "Mr. Smith geht nach Washington"
hervor. Als "Beste Hauptdarstellerin" wurde Vivien
Leigh für "Vom Winde verweht" gekürt. Als "Bester
ausländischer Film" wurde "Ernte" von Geza von
Bolvary ausgezeichnet.
Weitere Filmpreise
Der diesjährige "Dircetors Guild of America Award"
ging an den Regisseur Mabel Willebrandt. Den
französischen "Louis-Delluc-Preis" erhielt Marcel
Carnés Film "Hafen im Nebel". Der "National Board of
Review Award" für den "Besten Film" ging an Anatole
Litvaks "Ich war ein Spion der Nazis", während
Marcel Carnés "Hafen im Nebel" als "Bester
fremdsprachiger Film" ausgezeichnet wurde. Victor
Flemings "Vom Winde verweht" erhielt außerdem in
diesem Jahr den "Photoplay Award".
Uraufführung und Premiere
Am 12. August findet die Uraufführung von Victor
Flemings "Das zauberhafte Land" statt. Der Film,
welcher die bekannte Geschichte "Der Zauberer von
Oz" erzählt, erreichte einen wahren Kultstatus im
Laufe der amerikanischen Filmgeschichte. Die UNESCO
nahm ihn sogar im Jahre 2007 in ihre Liste des
Weltdokumentenerbes auf. Des Weiteren hat der
berühmte Filmklassiker "Vom Winde verweht" am 15.
Dezember seine Premiere. Dieser Film ist bis dato
das kommerziell erfolgreichste Werk der Geschichte.
Sonstige Ereignisse des Spielfilms
Am 29. März hat das Hollywood-Traumpaar Carole
Lombard und Clark Gable geheiratet. Veit Harlan, der
Nazi-Propagandaregisseur ehelichte am 5. April seine
Protagonistin Kristina Söderbaum. Ebenfalls ein
offensichtliche Traumpaar Hollywoods, Robert Taylor
und Barbara Stanwyck begingen am 13. Mai die
Eheschließung. Hein Rühmann heiratete außerdem am 1.
Juli Hertha Feiler, nach dem er sich von seiner
jüdischen Frau hat scheiden lassen.
Filme die im Jahr 1939 an den Start gingen:
"Die Abenteuer des Huckleberry Finn" (Richard
Thorpe) mit Mickey Rooney.
"Die Abenteuer des Sherlock Holmes" (Alfred Werker)
mit Basil Rathbone und Nigel Bruce.
"Auf Wiedersehen, Mr. Chips" (Sam Wood) mit Robert
Donat und Greer Garson.
"Aufstand in Sidi Hakim" (George Stevens) mit Cary
Grant.
"Babes in Arms" (Busby Berkeley) mit Mickey Rooney
und Judy Garland.
"Bachelor Mother" (Garson Kanin) mit Ginger Rogers
und David Niven.
"Beau Geste" (William A. Wellman) mit Gary Cooper
und Ray Milland.
"Enthüllung um MItternacht" (Mitchell Leisen) mit
Claudette Colbert und Don Ameche.
"Es war eine rauschende Ballnacht" (Carl Froelich)
mit Zarah Leander und Marika Rökk.
"Der Florentiner Hut" (Wolfgang Liebeneiner) mit
Heinz Rühmann.
"Frankensteins Sohn" (Rowland V. Lee) mit Basil
Rathbone und Boris Karloff.
"Die Frauen" (George Cukor) mit Norma Shearer und
Rosalind Russell.
"Der Glöckner von Notre Dame" (William Dieterle) mit
Charles Laughton und Maureen O'Hara.
"Der große Bluff" (George Marshall) mit Marlene
Dietrich und James Stewart.
"Günstling einer Königin" (Michael Curtiz) mit Bette
Davis und Errol Flynn.
"Hotel Sacher" (Erich Engel) mit Willy Birgel und
Wolf Albach-Retty.
"Der Hund von Baskerville" (Sidney Lanfield) mit
Richard Greene und Basil Rathbone.
"Intermezzo" (Gregory Ratoff) mit Leslie Howard und
Ingrid Bergman.
"Jesse James, Mann ohne Gesetz" (Henry King) mit
Tyrone Power und Henry Fonda.
"Juarez" (William Dieterle) mit Paul Muni und Bette
Davis.
"Der junge Mr. Lincoln" (John Ford) mit Henry Fonda.
"Die kleine Prinzessin" (Walter Lang) mit Shirley
Temple.
"Die Marx-Brothers im Zirkus" (Edward Buzzell) mit
den Marx-Brothers.
"Mr. Smith geht nach Washington" (Frank Capra) mit
Jean Arthur und James Stewart.
"Ninotschka" (Ernst Lubitsch) mit
Greta Garbo und Melvyn Douglas.
"Opfer einer großen Liebe" (Edmund Goulding) mit
Bette Davis, George Brent und Humphrey Bogart.
"The Rains Came" (Clarence Brown) mit Myrna Loy und
Tyrone Power.
"Die Reise nach Tilsit" (Veit Harlan) mit Kristina
Söderbaum.
"Riff-Piraten" (Alfred Hitchcock) mit Charles
Laughton.
"Ringo" (John Ford) mit John Wayne.
"Robert Koch" (Hans Steinhoff) mit Emil Jannings.
"Die Rückkehr des dünnen Mannes" (W. S. Van Dyke)
mit William Powell und Myrna Loy.
"Ruhelose Liebe" (Leo McCarey) mit Irene Dunne und
Charles Boyer.
"Schneider Wibbel" (Viktor de Kowa) mit Erich Ponto.
"SOS – Feuer an Bord" (Howard Hawks) mit Cary Grant
und Jean Arthur.
"Die Spielregel" von Jean Renoir.
"Die Sturmhöhe" (William Wyler) mit Merle Oberon und
Laurence Olivier.
"Trommeln am Mohawk" (John Ford) mit Claudette
Colbert und Henry Fonda.
"Union Pacific" (Cecil B. DeMille) mit Joel McCrea
und Barbara Stanwyck.
"Das unsterbliche Herz" (Veit Harlan) mit Heinrich
George und Kristina Söderbaum.
"Vier Federn" von Zoltan Korda.
"Vom Winde verweht" (Victor Fleming) mit Vivien
Leigh und Clark Gable.
"Von Mäusen und Menschen" (Lewis Milestone) mit
Burgess Meredith und Betty Field.
"Die wilden Zwanziger" (Raoul Walsh) mit James
Cagney und Humnphrey Bogart.
"Das zauberhafte Land" (Victor Fleming) mit Judy
Garland. |