Was war wann? 1900 >> 30er Jahre >> Filmjahr 1936 Spielfilme
Filme 30er Jahre
1930
1931
1932
1933
1934
1935
1936
1937
1938
1939
Filme der 30er Jahre
 
1930 1931 1932 1933 1934 1935 1936 1937 1938 1939

Das Filmjahr 1936 Kinofilme

Die 8. Oscarverleihung
Am 5. März finden die Verleihungen der "8th Annual Academy Awards" in Los Angeles statt. Die Moderation für die Auszeichnungen der Filme aus dem Jahre 1935 hat Frank Capra im Biltmore Hotel inne. Erstmals wird die Zählung der Stimmen einer externen Firma übertragen. Das deutsche Unternehmen "PriceWaterhouseCoopers" erhält den Auftrag für die Auszählung. Die meisten Oscars, insgesamt 4, erhält in diesem Jahr John Fords "Der Verräter" ("The Informer"). Mit 8 Benennungen wird Frank Lloyds "Meuterei auf der Bounty" ("Mutiny on the Bounty") am häufigsten nominiert.

Zum "Besten Film" wird das von Frank Llyod und Metro-Goldwyn-Mayer stammende Werk "Meuterei auf der Bounty" ernannt. Für die "Beste Regie" erhält John Ford für "Der Verräter" einen Oscar. Ebenso für "Der Verräter" wird Victor McLaglen zum "Besten Hauptdarsteller" gekürt. "Beste Hauptdarstellerin wird Bette Davis für den Film "Dangerous". Die "Beste Regieassistenz" wird Clem Beauchamp und seinem Kollegen Paul Wing für den Film "Bengali" zuerkannt. Die "Beste Originalgeschichte" stammt in diesem Jahr von den Autoren Ben Hecht und Charles MacArthur für "Ein charmanter Schurke". Das "Beste adaptierte Drehbuch" wird Dudley Nichols für den mehrfach ausgzeichneten Film "Der Verräter" zugesprochen. In der Kategorie "Beste Kamera" kann sich Hal More für den Film "Ein Sommernachtstraum" beweisen. Im Bereich das "Beste Szenenbild" geht Richard Day für "Der Weg im Dunkel" hervor. Den Oscar für den "Besten Ton" erhält Douglas Shearer für "Tolle Marietta". Im "Besten Schnitt" schneidet Ralph Dawson für "Ein Sommernachtstraum" am besten ab. Zum "Besten Song" wird "Lullaby of Broadway" aus dem Film "Der Goldgräber von 1935" ("Gold Diggers of 1935") gekürt. Die "Beste Filmmusik" ist dieses Mal von Max Steiner in dem Film "Der Verräter". Der "Beste Kurzfilm - Cartoon" ist "Die drei kleinen Waisenkätzchen" ("Three Orphan Kittens") von Regisseur Walt Disney. Zur "Besten Kurzfilm - Komödie" wird "How to Sleep" von Jack Chertok ernannt. Die "Beste Novelle" in der Kurzfilm-Kategorie wird "Wings over Everest" von Gaumont British und den Skibo Productions. Und in der neusten Kategorie, "Beste Tanzregie" erhält Dave Gould für die Filme "Broadway-Melodie 1936" und "Folies Bergere de Paris" den Oscar.

Den Ehrenoscar erhält in diesem Jahr David Wark Griffith für seine besonderen Leistungen als Regisseur und Produzent. Den Preis für Wissenschaft und Entwicklung erhalten die "Agfa-Ansco Corporation" (Agfa-Infrarot-Film) und die "Eastman Kodak Corporation" (Eastman-Pola-Screen). Außerdem werden die Preise für Technische Verdienste an Douglas Shearer und "Metro-Goldwyn-Mayer", "Electrical Research Products Inc." und "Paramount Productions" und des Weiteren an Nathan Levinson verliehen.

Internationale Filmfestspiele von Venedig
Im Zeitraum vom 10. bis zum 31. August finden die Internationalen Filmfestspiele von Venedig ("Mostra internazionale d'arte cinematografica di Venezia") statt. Wie bereits im Vorjahr, ermittelt auch dieses Mal eine internationale Jury die Sieger. Dies ist in der Kategorie "Bester ausländischer Film" Luis Trenkers filmisches Werk "Der Kaiser von Kalifornien". Der "Beste italienische Film" wird dieses Jahr "Squadrone bianco" vom Regisseur Augusto Genina. Als "Bester Schauspieler" wird Paul Muni für seine Rolle als "Louis Pasteur" gekürt und als "Beste Schauspielerin" Annabelle für den Film "Veille d'armes". Außerdem erhält Jacques Feyder den Preis als "Bester Regisseur".

New York Film Critics Circle Award
Auch in diesem Jahr wird der "New York Film Critics Circle Award" verliehen und kürt Frank Capras "Mr. Deeds geht in die Stadt" zum "Besten Film". Den Preis für die "Beste Regie" erhält Rouben Mamoulian für senen Film "The Gay Desperado". "Bester Hauptdarsteller" wird Walter Huston für "Zeit der Liebe, Zeit des Abschieds" und "Beste Hauptdarstellerin" Luise Rainer für den Film "Der große Ziegfeld".

NBR und Photoplay Award
Der "National Board of Review Award" wird in diesem Jahr an Frank Capras "Mr. Deeds geht in die Stadt" als "Bester Film" und Jacques Feyders "Die klugen Frauen" als "Bester fremdsprachiger Film" verliehen. Außerdem erhält W. S. Van Dykes Werk "San Francisco den "Photoplay Award".

Weitere Ereignisse der Filmbranche
In Großbritannien wird in diesem Jahr mit den ersten Ausstrahlungen von Fernsehsendungen begonnen. Die Schauspielerin Maureen O'Sullivan ehelicht am 12. September den Regisseur John Farrow. Und die Algefa-Filmgesellschaft wird von E.W. Emo, Paul Hörbiger und einem Konsul aus Österreich in Berlin ins Leben gerufen.

Filme die im Jahr 1936 an den Start gingen:
"Allotria" (Willi Forst) mit Heinz Rühmann und Renate Müller.
"Anthony Adverse" (Mervyn LeRoy) mit Fredric March und Olivia de Havilland.
"Les Bas-fonds" (Jean Renoir) mit Jean Gabin.
"La Belle équipe" (Julien Duvivier) mit Jean Gabin.
"Der Bettelstudent" (Georg Jacoby) mit Marika Rökk und Johannes Heesters.
"Blinde Wut" (Fritz Lang) mit Sylvia Sidney und Spencer Tracy.
"Born to Dance" (Roy Del Ruth) mit Eleanor Powell und James Stewart.
"Bullets or Ballots" (William Keighley) mit Edward G. Robinson.
"César" von Marcel Pagnol.
"Der Verrat des Surat Khan" (Michael Curtiz) mit Errol Flynn und Olivia de Havilland.
"Come and Get It" (Howard Hawks) mit Edward Arnold und Joel McCrea.
"Le Crime de Monsieur Lange" von Jean Renoir.
"Dodsworth" (William Wyler) mit Walter Huston.
"Durch die Wüste" von Johannes Alexander Hübler-Kahla.
"Follow the Fleet" (Mark Sandrich) mit Fred Astaire und Ginger Rogers.
"Der Garten Allahs" (Richard Boleslawski) mit Marlene Dietrich und Charles Boyer.
"Geheimagent" (Alfred Hitchcock) mit John Gielgud und Peter Lorre.
"The General Died At Dawn" (Lewis Milestone) mit Gary Cooper.
"The Gorgeous Hussy" (Clarence Brown) mit Joan Crawford und Robert Taylor.
"The Great Ziegfeld" (Robert Z. Leonard) mit William Powell und Myrna Loy.
"Hitori musuko" von Yasujiro Ozu.
"Intermezzo" (Gustaf Molander) mit Gösta Ekman und Ingrid Bergman.
"Die Kameliendame" (George Cukor) mit Greta Garbo und Robert Taylor.
"Eine Landpartie" von Jean Renoir.
"Der Letzte der Mohikaner" (George B. Seitz) mit Randolph Scott.
"Libeled Lady" (Jack Conway) mit Jean Harlow und William Powell.
"Little Lord Fauntleroy" (John Cromwell) mit Freddie Bartholomew und Dolores Costello.
"Lloyd's of London" (Henry King) mit Freddie Bartholomew.
"Mayerling" (Anatole Litvak) mit Charles Boyer und Danielle Darrieux.
"Mein Mann Godfrey" (Gregory La Cava) mit William Powell und Carole Lombard.
"The Milky Way" (Leo McCarey) mit Harold Lloyd und Adolphe Menjou.
"Moderne Zeiten" (Charlie Chaplin) mit Charlie Chaplin und Paulette Goddard.
"Mr. Deeds geht in die Stadt" (Frank Capra) mit Gary Cooper und Jean Arthur.
"Nach dem dünnen Mann" (W. S. Van Dyke) mit William Powell und Myrna Loy.
"One in a Million" (Sidney Lanfield) mit Sonja Henie.
"Our Relations" (Harry Lachman) mit Stan Laurel und Oliver Hardy.
"Pennies from Heaven" (Norman Z. McLeod) mit Bing Crosby.
"Perlen zum Glück" (Frank Borzage) mit Marlene Dietrich und Gary Cooper.
"Poppy" (A. Edward Sutherland) mit W. C. Fields.
"The Prisoner of Shark Island" (John Ford) mit Warner Baxter.
"The Petrified Forest" (Archie Mayo) mit Leslie Howard und Bette Davis.
"Reefer Madness" von Louis J. Gasnier.
"Rembrandt" (Alexander Korda) mit Charles Laughton.
"Le Roman d'un tricheur" von Sacha Guitry.
"Romeo und Julia" (George Cukor) mit Norma Shearer und Leslie Howard.
"Sabotage" (Alfred Hitchcock) mit Sylvia Sidney und Oskar Homolka.
"San Francisco" (W. S. Van Dyke) mit Clark Gable, Jeanette MacDonald, Spencer Tracy und Jack Holt.
"Savoy Hotel 217" (Gustav Ucicky) mit Hans Albers und René Deltgen.
"Schlußakkord" (Douglas Sirk) mit Willy Birgel und Lil Dagover.
"Die Schwestern von Gion" von Kenji Mizoguchi.
"Show Boat" (James Whale) mit Irene Dunne.
"Small Town Girl" (William A. Wellman) mit Janet Gaynor und Robert Taylor.
"Stowaway" (William A. Seiter) mit Shirley Temple und Robert Young.
"Swingtime" (George Stevens) mit Fred Astaire und Ginger Rogers.
"Theodora Goes Wild" (Richard Boleslawski) mit Irene Dunne und Melvyn Douglas.
"These Three" (William Wyler) mit Miriam Hopkins und Merle Oberon.
"The Texas Rangers" (King Vidor) mit Fred MacMurray.
"Three Smart Girls" von Henry Koster.
"Tödliche Strahlen" von Lambert Hillyer.
"The Trail of the Lonesome Pine" (Henry Hathaway) mit Sylvia Sidney und Fred MacMurray.
"Under Two Flags" (Frank Lloyd) mit Ronald Colman und Claudette Colbert.
"Ungeküsst soll man nicht schlafen gehen" (E. W. Emo) mit Heinz Rühmann und Liane Haid.
"Was kommen wird" von William Cameron Menzies.
"Wenn wir alle Engel wären" (Carl Froelich) mit Heinz Rühmann.
<< Kinojahr 1935

Kinojahr 1937 >>