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Die Autojahre 1937-1939 Automodelle

Auch das Autojahr 1937 stand unter einem guten Stern – der Aufschwung der Autoindustrie war international und auch in Deutschland weiterhin zu spüren. Leider wuchs damit auch die Statistik der Verkehrsunfälle – zu dem wurden die Straßen der (Groß)Städte immer voller. Die vielen Speditionen transportierten ihre Güter teilweise mit der Eisenbahn – einen anderen Teil aber auch mit eigenen LKW. Im Autojahr 1937 war die Zahl der neuen LKW-Zulassungen um knapp 20 Prozent gewachsen. Die von der Regierung angekündigten Reichsautobahnen wurden weiterhin gebaut – aber doch etwas langsamer als geplant. Rund 12.000 Kilometer sollten entstehen – 1937 wurden davon gerade einmal rund 2.000 Kilometer geschafft. Im Autojahr 1938 trat die im Jahr zuvor beschlossene neue Straßenverkehrsordnung in Kraft. Hier wurde damals z.B. das Rechtsfahrgebot eingeführt (bei mehrspurigen Straßen). Außerdem wurde gesetzlich festgelegt, dass Fahrräder mit Reflektoren ausgestattet werden mussten, um die Sicherheit der Fahrradfahrer im Straßenverkehr zu erhöhen.


Das Autojahr 1938: hier wurde der Bau des KdF-PKW geplant.

Der KdF-Wagen (KdF = Kraft durch Freude) sollte im Volkswagenwerk produziert werden – immerhin waren richtige Massen an Volkswagen geplant. Der Verkaufspreis lag bei 990 Reichsmark. Etwas Abwechslung in Sachen Auto und Innovationen brachte die Internationale Automobilausstellung in Berlin. Hier zeigte u.a. die deutsche Autoindustrie, welche Neuheiten für die kommende Zeit zu erwarten waren. Adler stellte im Autojahr 1938 den „Typ 2,5 l“ vor – ein Sechszylinder-Pkw mit einem neuen Styling (z.B. Frontpartie). Das Wanderer-Cabrio von der Auto-Union hatte auch einiges an optischen Veränderungen zu bieten – das preiswerteste Modell dieses Klasse kostete knapp unter 4.000 Reichsmark. Auch Mercedes-Benz zeigte stolz ihren 170 V – er war ein richtiger Verkaufsschlager geworden. Mit Platz für vier Personen und 38 PS erreichte der Mercedes eine Höchstgeschwindigkeit von knappen 110 km/h. Der 170 V war für 3.800 RM zu haben – die höhere Klasse 320 kostete dagegen schon knapp 9.000 RM.

Innovation deutscher Autobauerkunst: der BMW 328.

Viel preiswerter war z.B. der Opel P4 mit einem Preis von ca. 1.500 RM. Etwas verändert im Design stellte Opel außerdem den super erfolgreichen Kadett vor. Den sportlichsten Wagen hatte 1938 aber BMW mit dem 328. Seine 80 PS „katapultierten“ den PKW auf eine Höchstgeschwindigkeit von schnellen 150 km/h. Die positive Stimmung rund ums Autobauen wurde im Autojahr 1939 allerdings getrübt. Die Produktionszahlen gingen leider wieder nach unten – die Neuzulassungen sanken enorm! So stark, dass sogar Arbeitsplätze innerhalb der Autoindustrie abgebaut werden mussten. Das bis dahin sehr erfolgreiche Unternehmen Opel musste im Autojahr 1939 mehr als 7.000 Mitarbeiter entlassen. Trotz der Typenbegrenzungen innerhalb der Autoindustrie gab es auch im Autojahr 1939 einige Neuvorstellungen – wie z.B. den BMW 335 mit satten 90 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Mercedes-Benz zeigte den 230 – er hatte 55 PS und fuhr über 115 km/h schnell. Auch der Ford Taunus wurde im Autojahr 1939 vorgestellt – der war mit 39 PS ausgestattet. Das im Segment „unterer Mittelklassewagen“ angesiedelte Modell wurde etwas später zu einem Verkaufsschlager für die Ford-Werke.

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