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Die Autojahre 1927-1929 Automodelle

Im Autojahr 1927 waren innerhalb Deutschlands rund 220.000 Fahrzeuge unterwegs – in diesem Jahr sollte übrigens der Dixi 3/15 die Gunst der Autoliebhaber und Kunden gewinnen. Der Kleinwagen stammte aus der Fahrzeugfabrik Eisenach (der Dixi ähnelte dem „Austin Seven“ aus England). Sehr gefragt war zu dieser Zeit auch der Audi mit einem Sechszylinder-Motor und 80 PS. Das Fahrzeug erreichte immerhin knapp 120 km/h an Höchstgeschwindigkeit. Außerdem gab es in diesem Jahr die verschiedensten Preissenkungen und –angebote – die Kundschaft blieb aber trotzdem zurückhaltend! Auch das Unternehmen Horch zeigte stolz seinen Achtzylinder-Motor mit 60 PS – übrigens: bei diesem Fahrzeug handelte es sich um den ersten Wagen mit acht Zylindern, der in Deutschland in Serie produziert wurde! Mit sechs Zylindern präsentiert sich der Mercedes Typ 630 und satten 140 PS. Die Konkurrenz kam direkt aus dem Hause Maybach: der W5 wurde von einem Sechszylinder-Motor angetrieben und bot immerhin 120 PS.

Auf der Suche nach technischen Innovationen: das Autojahr 1928.

In den letzten Autojahren wurden die Vierradbremsen immer öfter für den Einbau in die verschiedensten Fahrzeuge genutzt – jetzt bauten viele Hersteller diese Art der Bremsen sogar serienmäßig in ihre Wagen ein. BMW gelang es im Autojahr 1928, die Dixi-Werke kaufen zu können – samt der Lizenz, den „Austin Seven“ nachbauen zu dürfen. Und dies machte BMW auch sofort – es entstand ein kleiner Wagen mit vier Zylindern und 15 PS – er wog knapp 385 Kilogramm und fuhr 70 km/h schnell. Sein Name: schlicht und einfach Dixi. BMW zahlte übrigens 10 Millionen RM für den angeschlagenen Kleinwagen-Konzern. Das Autojahr 1928 wurde auch von den vielen US-Autoherstellern genutzt, um im Deutschen Reich auf „Kundenfang“ gehen zu können. Der US-Gigant Ford gründete eine Europäische Aktiengesellschaft und wollte ab sofort in Europa für Europa produzieren. Im Angebot: ein Vierzylinder-Motor mit knapp 85 km/h und mit einem etwas größeren Motor, der es auf gute 100 km/h brachte.


Zwischen Absatzkrise und Verkaufserfolg: das Autojahr 1929.

Auch im Autojahr 1929 wollten die Menschen den eigenen PKW vor ihrer Haustür stehen haben – dementsprechend wuchs das Interesse und auch der Kauf dieses heiß begehrten Traums auf (zumeist) vier Rädern. Trotzdem war auch im Autojahr 1929 wieder von einer Absatzkrise die Rede! Diese erwischt u.a. auch Opel – das Unternehmen musste einen Teil seiner Arbeiter entlassen – etwas später wurde dann für die verbliebenen Kräfte zusätzlich Kurzarbeit angekündigt. Damit aber nicht genug - der Verband der Deutschen Automobilindustrie beschloss: es wird im Autojahr 1929 keine Automobil- und Motorradausstellung geben! Übrigens - auch dieser „Wink“ kam wieder einmal aus den USA – hier hatte es längst schon eine Art Sättigung in Sachen Autokauf gegeben. Dementsprechend war es nur eine Frage der Zeit, wann Europa – und damit auch Deutschland – davon betroffen sein würden! Fakt war: die US-amerikanischen Autowerke hatten seit Wochen schon die Produktionsmengen heruntergefahren.

Immer mehr Konkurrenz aus dem Ausland: das Autojahr 1929.

Die „nackten“ Zahlen sahen eigentlich gar nicht so schlecht aus: mittlerweile fuhren über 1,2 Millionen Kraftfahrzeuge über die Straßen Deutschlands. Und damit hatte sich die Menge - im Vergleich zum Vorjahr - extrem gesteigert: mit knapp 50 Prozent mehr Autos im Jahre 1929. Berlin war wieder einmal Vorreiter in Sachen Zulassungen – hier waren weit mehr als 40.000 Autos angemeldet. Die Autohersteller wollten sich mit der Entscheidung, dass es keine PKW-Ausstellung in Berlin geben sollte, nicht zufrieden geben. Nur, was könnte man anstelle der riesigen Automobilausstellung der Kundschaft bieten!? Eine sensationelle Premiere feierte der Mercedes-Benz SSK – der war für 35.000 RM zu haben. Er bot einen Sechszylinder-Motor und hatte eine Leistung von 170 PS bzw. 225 PS. Info: der SSK wurde von Fahrzeugkonstrukteur Ferdinand Porsche entwickelt! Übrigens: der kleine und grüne „Laubfrosch“ (Opel 4) bekam im Autojahr 1929 einen technisch besseren Motor und 20 PS. Auch der Dixi von BMW kam als 3/15-Version auf den deutschen Markt.

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