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Das Modejahr 1919 Mode |
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Die Mode in Paris wird im Jahr 1900 stark von der
Weltausstellung beeinflusst. Die Frauenkleidung ist
zu Anfang des Jahrhunderts bizarr und extravagant,
da reizvoll und chic allein nicht mehr zu reichen
scheinen. Weiterhin ist es sehr wichtig, dass die
Mode aufsehenerregend und neu ist. Besonders ein
starker Einfluss des Jugendstils ermöglicht
vollkommen neue Strömungen und öffnet ausgefallenen
Modelaunen Tür und Tor. Leichte Straßenkleider sind
meist in Lila, Grün oder Blau gehalten. Zudem
wird großen Wert auf extravagante Muster wie Tupfer
oder Runen gelegt. Besonders Promenadentoiletten die
in nur einer Farbe gehalten sind gelten als modern
und chic. Im besten Fall werden diese mit echter
Spitze versehen. Ein in schwarz gehaltener
Atlasgürtel schlingt sich um die Taille. Eine
Schärpe aus schwarzer Seidengaze fällt hinten. Zuvor
war der Schnitt und vor allem die Glätte des Stoffes
nicht für die Figur jeder Frau vorteilhaft, so
laufen ein bis zwei Quetschfalten in einer kurzen
Schleppe aus und beleben somit das Gesamtbild der
Röcke Hüte werden meist aus Stroh gefertigt. Der Naturrohstoff erfreut sich bei den Damen an großer Beliebtheit. So prägen italienische Strohhüte die in einem zarten Gelb gehalten sind das Bild der Hutmode maßgeblich. Ein Kranz aus pastellblauen Atlasrosetten an der aufgeschlagenen Seite und Boleros die aus schwarzem Stroh gefertigt sind verzieren die Hüte und geben ihnen eine besonders modische Note. Filzzylinder die komplett in weiß gehalten sind, so wie Zylinder aus gelben Baststroh die mit einem schwarzen Moiréband geschmückt sind, erfreuen sich bei den Herren an großer Beliebtheit. Ein kaum wegzudenkendes Accessoire für die Damenwelt ist der Spazierstock. Dieser hat sich bei der Ausgehtoilette völlig etabliert. Meist sind die Griffe aus Gold oder Emaille gefertigt. Verziert sind sie mit kostbaren Edelsteinen oder aber Perlen aus altem Silber die künstlich verstümmelt wurden um den Anschein des Alten zu vermitteln. Auch antike Smaragde sind gern gesehene Verzierungen für die edlen Spazierstöcke. Auch aus englischem Kristall gefertigte Krücken sind sehr beliebt. Ebenfalls werden verborgene Stellen werden gern geschmückt. Diese werden nur beim Tanzen sichtbar, wenn der Rock bei Drehungen aufgeschlagen wird. Diese Mode kommt aus Großbritannien. So sind glatte, breite Goldreifen beliebt, die mit Edelsteinen verziert sind. Diese schmücken die Fußknöchel der Damen. Eine mit Juwelen besetzte Schlange die sich um das Bein spiralförmig kringelt gilt als sehr elegant und ist besonders bei Bällen oder anderen formellen Anlässen angebracht. Herren greifen gern zu Zigarrenetuis in Form einer riesigen Zigarre. In das Etui passt in der Regel nur eine Zigarre. Somit steht zwar nur eine Zigarre zur Verfügung, allerdings gilt das Clou dieser Mode: Da das Etui nur eine Zigarre enthält muss dem Gegenüber keine Zigarre angeboten werden. Somit wird das modische Accessoire gleichzeitig zur praktischen Utensilie zum Einsparen. |
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