|
||||||||||
Das geschah 1809 Chronik |
||||||||||
|
Kommen wir nun zum letzten Jahr
der Dekade. Auch 1809 kam nicht ohne Kriege aus.
Österreich nahm den Krieg gegen Frankreich wieder
auf und verlieren ihn bereits im Juli des gleiches
Jahres. Auch musste Österreich andere große Verluste
hinnehmen: Südtirol ging an Italien, Westgalizien an
Warschau sowie Salzburg und das Innviertel an
Deutschland. Auch Schweden hatte Verluste zu
beklagen: Sie verloren Finnland des im
vorherigen Jahr begonnenen Krieg an Russland. Bei
all den Kriegen ist es nicht verwunderlich, dass
Napoleon nicht nur Freunde hatte. So versuchte am
13. Oktober der Deutsche Friedrich Stapß ihn mit
einem Küchenmesser zu ermorden, wurde aber vorher
einem General Napoleons festgenommen, dem sein
Verhalten verdächtig vorkam. |
||||||||||
|
||||||||||
| Ereignisse & Schlagzeilen 1809 | ||||||||||
|
5. Januar
Für Großbritannien schließt der Gesandte Robert Adair mit dem Osmanischen Reich den Dardanellenfrieden. Die Briten sichern der Hohen Pforte Hilfe im Falle einer französischen Bedrohung zu. 13. Januar Das Badisches Judenedikt das die bürger- und kirchenrechtlichen Verhältnisse der badischen Juden wird beschlossen. 16. Januar Dem britischen General John Moore gelingt es, während der Napoléonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel die französischen Truppen unter General Nicolas-Jean de Dieu Soult in der Schlacht von La Coruña so lange aufzuhalten, bis alle Truppen aus der Stadt evakuiert sind, er kommt dabei jedoch selbst ums Leben. 18. Januar Die Stiftung des Corps Hannovera Göttingen wird gegründet 24. Januar Carl Friedrich Zelter gründet in Berlin die erste deutsche Liedertafel. Im Februar Jean-Baptiste de Lamarck trägt in seinem Werk Philosophie zoologique Gedanken zur Evolutionstheorie bei. 11. Februar Felix Mendelssohn Bartholdy wird geboren 11. Februar Robert Fulton erhält ein US-Patent auf seine Version für ein Dampfschiff. Er hat frühere Entwürfe entscheidend modifiziert und verleiht der Seefahrt damit neue Impulse. 20. Februar Die zweite Belagerung von Saragossa während der Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel endet mit einem Erfolg der Franzosen. Die Spanier ergeben sich nach dreiwöchigem Häuserkampf. 25. Februar Die Schlacht von Valls findet in der Nähe der katalanischen Stadt Valls statt 25. Februar Die Konvention von Wien wird beschlossen Im März Das Boyd-Massaker in Neuseeland findet statt 4. März Amtseinführung von James Madison als 4. US-Präsident. Er löst Thomas Jefferson ab. 13. März Der schwedische König Gustav IV. Adolf wird durch eine Offiziersverschwörung entthront und auf Schloss Gripsholm gefangen gesetzt. Sein Onkel Karl XIII. wird daraufhin neuer König von Schweden. 29. März Finnland wird von Zar Alexander I. als Großfürstentum Russlands geführt. 29. März Französische Truppen erobern Porto. 1. April Der „Schwarze Herzog“ Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel stellt die Schwarze Schar auf, ein deutsches Freikorps, das in den Befreiungskriegen bis 1815 gegen die Truppen Napoléon Bonapartes kämpft. 9. April Fünfter Koalitionskrieg Das Kaisertum Österreich erklärt Frankreich und dessen Verbündeten, dem Königreich Bayern, den Krieg. Bereits am nächsten Tag dringt die von Erzherzog Karl von Österreich-Teschen befehligte Armee im Nachbarland ein. 9. April Tiroler Volksaufstand Die Zwangsaushebung von Rekruten für die bayerische Armee löst in Innsbruck einen auf ganz Tirol übergreifenden Aufstand aus, dessen Führung Andreas Hofer übernimmt. 13. April Schlacht am Bergisel Die Franzosen kapitulieren vor Andreas Hofer am Bergisel (Tirol) 19. April Koalitionskrieg - Die Schlacht von Abensberg beginnt, in der die Franzosen unter Napoleon I. über die Österreicher siegreich bleiben. Am selben Tag werden in das Herzogtum Warschau eingedrungene österreichische Truppen in der Schlacht von Raszyn von polnischen Truppen geschlagen. 5. Mai Das Gefecht bei Dodendorf zwischen dem Freikorps Schillsche Jäger und französischen und westphälischen Truppen findet statt 7. Mai Der französische Kaiser Napoléon Bonaparte behauptet in Wien, Papst Pius VII. habe als weltlicher Herrscher aufgehört zu regieren und annektiert damit faktisch den Kirchenstaat. 12. Mai Die 2.Schlacht von Oporto findet statt 13. Mai Napoleon I. zieht zum zweiten Mal als Sieger in Wien ein nach einer Belagerung und Beschießung der Stadt am 12. Mai. 17. Mai Napoléon Bonaparte dekretiert die Annexion des Kirchenstaats für sein Imperium. 17. Mai In Malborgeth gelingt der französischen Armee der Durchbruch. Hauptmann Friedrich Hensel fällt. 18. Mai Am Predilpass fällt Hauptmann Johann Hermann von Hermannsdorf nach erbitterten Widerstand gegen die französische Armee. Hensel und Hermannsdorf ermöglichen damit den österreichischen Sieg bei Aspern. 21.–22. Mai In der zweitägigen Schlacht bei Aspern nahe Wien sinkt Napoléon Bonapartes Nimbus der Unüberwindbarkeit seiner Truppen dahin. Die Österreicher unter Erzherzog Karl gewinnen die Schlacht des Fünften Koalitionskrieges. Den Sieg auszunutzen, rasch an das rechte Ufer überzugehen und die erschöpften Franzosen zu vernichten, bevor sie Verstärkungen erhalten, wagt Erzherzog Karl bei der Erschöpfung der Truppen und dem Mangel an Munition jedoch nicht. 30. Mai Die erfolglose Belagerung des Grazer Schloßbergs durch französische Truppen beginnt. 25. Mai La Plata (später Sucre) erster nach Unabhängigkeit strebender Aufstand in Lateinamerika gegen die spanische Herrschaft 5.–6. Juli Schlacht bei Wagram 6. Juli Papst Pius VII. wird mit Billigung Kaiser Napoléon Bonapartes verhaftet und nach Frankreich gebracht. Der Papst hatte sich der französischen Annexion des Kirchenstaates widersetzt. 8. Juli In der Schlacht bei Gefrees zwingen während des fünften Koalitionskriegs österreichische Truppen die französischen Einheiten zum Rückzug. 12. Juli Znaimer Waffenstillstand 27. Juli Sieg der britisch-spanisch-portugiesischen Truppen gegen die französische Invasionsarmee in der Schlacht von Talavera de la Reina. 30. Juli Auf der Halbinsel Walcheren in der niederländischen Provinz Zeeland beginnt im Fünften Koalitionskrieg eine britische Invasion mit einer Stärke von 39.000 Mann. Diese Expedition scheitert später am 10. Dezember. 1. August Das Gefecht bei Ölper findet statt 10. August Ecuador erklärt erstmals seine Unabhängigkeit von Spanien. 16. August Auf Initiative Wilhelm von Humboldts wird die Humboldt-Universität zu Berlin gegründet 17. August Gendarmen-Affäre in Göttingen Im September Napoleonische Truppen sprengen die Burg Theben in Bratislava in der Slowakei. 17. September Der Vertrag von Fredrikshamn beendet den Russisch-Schwedischer Krieg (1808–1809) zwischen Russland und Schweden. 8. Oktober Dem vormaligen Gesandten in Paris, Graf Klemens Wenzel Lothar von Metternich, wird vom Kaiser Franz I. in Wien die Führung des österreichischen Außenministeriums anvertraut. 13. Oktober Der 17-jährige Friedrich Stapß wird in Schönbrunn beim Plan festgenommen, Napoléon Bonaparte mit einem Küchenmesser zu töten. Für sein Attentat wird er vier Tage später erschossen. 14. Oktober Friede von Schönbrunn 19. November In der Schlacht bei Ocaña kommt es während der Napoleonischen Kriege zu einem Sieg des französischen Heeres unter Marschall Nicolas Jean-de-Dieu Soult über die spanische Armee. 25. November Der britische Diplomat Benjamin Bathurst verschwindet in Perleberg, wo er eine Rast auf seiner inkognito geführten Rückreise eingelegt hat, am Abend auf ungeklärte Weise. 30. November Die Oper Pimmalione von Luigi Cherubini wird in Paris uraufgeführt 10. Dezember Der Dänisch-Schwedische Krieg geht mit dem Friedensschluss von Jönköping zu Ende. 15. Dezember Napoleon I. und Joséphine informieren die Familie über ihre Einigung zur Scheidung. 22. Dezember Der US-Kongress lockert wegen unerwünschter Auswirkungen den Embargo Act und begrenzt das Handelsverbot nur noch auf Großbritannien und Frankreich. |
||||||||||
|
|
| 1800er Jahre Chronik |
| Bildung 00er Jahre |
| Kunst 00er Jahre |
Napoleon Kunstdruck |
![]() Napoleons Soldaten |

