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Die Literatur in den dreißiger Jahren |
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Die Literatur der 30er Jahre war immer noch zum
großen Teil wie die der 20er Jahre von den
gesellschaftlichen und psychologischen Verwerfungen
geprägt, die vom Ersten Weltkrieg und dessen
direkten Folgen ausgelöst worden waren. Zu dieser,
mit dem Begriff „Lost Generation“ schlagwortartig
bezeichneten, gleichermaßen von Pessimismus und
Lebenshunger geprägten Nachkriegsproduktion von Epik
und Lyrik drängte sich in den 30er Jahren zunehmend
Literatur, die sich vor dem Hintergrund der damals
aktuellen Zeitereignisse wie Wirtschaftskrise,
Bedrohung der demokratischen Systeme in Europa,
Bürgerkrieg in
Spanien sowie Faschismus mit dem
Menschen in der Gesellschaft beschäftigten. Literatur in der Endphase der Weimarer Republik: Daneben gab es auch eine Reihe von Autoren wie Gottfried Benn ( „Können Dichter die Welt verändern?“, 1930), die sich ausdrücklich als apolitisch verstanden, und sich folglich weitgehend ins Private zurückzogen. Ein großes Lesepublikum fanden aber auch völkisch-nationale Bücher wie Will Vespers „Das harte Geschlecht“ (1931) oder volkstümelnde Heimatliteratur. Literatur 1933 bis 1939: Die Machtübernahme Hitlers 1933 führte zu einer grundlegenden Änderung der deutschen Literaturszene. Zahlreiche Autoren wie Anna Seghers wurden inhaftiert, wie Erich Mühsam ermordet oder wie Arnold Zweig ins Exil gezwungen. Andere Autoren bekamen Schreibverbot wie Erich Kästner oder verfassten nur noch unpolitisch erscheinende Arbeiten wie Fallada. Insgesamt deckte die literarische Arbeit zwischen 1933 und 1939 in Deutschland alle Bereiche von pro-nationalsozialistisch über nichtfaschistisch-neutral bis hin zur verdeckten Opposition der „Inneren Emigration“ wie bei Erwin Jünger oder Werner Bergengruen und anti-nazistischer Untergrundliteratur wie bei den „Tagebüchern“ von Victor Klemperer ab. Im Exil entwickelte sich eine ähnlich weit von rechtskonservativ bis kommunistisch-anarchistisch positionierte Exilliteratur. Dazu zählen Werke von Thomas Mann („Bruder Hitler“,1938), Alfred Döblin („Babylonische Wanderung“,1934) oder der von Willi Bredel geschriebene erste KZ-Roman „Die Prüfung“ (1934). Profiteure des NS-Regimes waren ideologiekonforme Autoren wie die „Blut und Boden“-Schriftsteller Erwin Guido Kolbenheyer oder Gustav Frenssen, aber auch Bestseller-Autoren, die sich aus Opportunitätsgründen mit dem NS-System arrangierten, wie Gerhart Hauptmann oder Hans Carossa. 1938 veröffentlichte Jean Paul Sartre den Roman „Der Ekel“. |
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Bücher zur Literatur der 30er Jahre |
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